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3 Immobilien im ersten Jahr: Mein Rückblick 2021 und 3x Vorher-Nachher

2021 war für mich das erste richtige Fix-and-Flip-Jahr, und in diesem Video ziehe ich ein ehrliches Fazit: drei Objekte, drei Vorher-Nachher-Eindrücke und eine Menge Lektionen, die ich dabei mitgenommen habe. Das Jahr hat mit Flyern angefangen und mit einem Haus geendet, und genau diesen Weg zeige ich dir hier in kompakter Form.

Wie alles angefangen hat: Flip Nummer 1, die Dreizimmerwohnung

Das erste Projekt war eine Dreizimmerwohnung mit 75 Quadratmetern, die wir Ende 2020 angekauft und im April 2021 verkauft haben. Im Nachhinein war es das einfachste der drei Objekte, aber gleichzeitig das wichtigste. Dieses Projekt hat das Feuer entfacht, und ohne diesen ersten Schritt wäre nichts von dem passiert, was danach kam.

Bei der Renovierung haben wir Bad und Küche vollständig saniert, also neue Fliesen, neue Armaturen und sämtliche Installationen erneuert. Den Rest der Wohnung haben wir in unserem inzwischen typischen Stil aufbereitet:

  • Weiße Wände für einen hellen, zeitlosen Look
  • Weiße Türen als klares, einheitliches Gestaltungselement
  • Eichenparkett mit rund 7 Prozent Anteil an der Gesamtfläche für Wärme und Wertigkeit

Die Wohnung ist nach dem Verkauf vermietet worden, weshalb wir im Rückblick nur auf die Aufnahmen aus dem YouTube-Video zurückgreifen konnten. Das Ergebnis hat gesessen, und der Stil, den wir dort entwickelt haben, zieht sich seitdem durch alle unsere Projekte. Was dieses erste Flip-Objekt so wertvoll gemacht hat, war nicht die Rendite allein, sondern das Verständnis: Wir haben verstanden, wie der Prozess läuft, was Renovierung wirklich bedeutet und wo die Fallstricke liegen.

Flip Nummer 2: Die Omawohnung und was wir daraus gelernt haben

Das zweite Projekt dieses Jahres war intern als "Omawohnung" bekannt. Es handelte sich um eine Zweizimmerwohnung auf 63 Quadratmetern im vierten Stock mit Lift und Tiefgaragenstellplatz. Angekauft haben wir das Objekt im Juni 2021, verkauft wurde es im September oder Oktober. Die Renovierungszeit hat sich länger gezogen als geplant, hauptsächlich wegen schlechter Erfahrungen mit einem Handwerker. Das gehört dazu, und wir lassen das an dieser Stelle auch dabei bewenden.

Das Objekt haben wir über einen Bankenmakler erworben. Als wir drin standen, war sofort klar: Wenn wir das jetzt nicht kaufen, haben wir das Thema nicht verstanden. Die Lage, der Grundriss, der Zustand, alles hat gepasst. Trotzdem haben wir einige Dinge unterschätzt:

  • Der Abbruch und die Entrümpelung waren aufwendiger als erwartet. Alte Möbel, Teppiche, Rückbau, das kostet Zeit und Geld.
  • Wir haben bei diesem Flip mehr Gewerke an externe Handwerker vergeben als beim ersten Projekt. Im Nachhinein war das eine gute Entscheidung, aber man muss die Koordination wirklich fest im Griff haben.
  • Die Kommunikation mit Handwerkern ist ein eigenes Handwerk. Wer das unterschätzt, verliert Zeit und Marge.

Auf der Haben-Seite steht eindeutig das Design. Bei diesem Flip haben wir designmäßig noch eine Schippe draufgelegt. Das Bad wurde leicht vergrößert, die Materialwahl war hochwertiger als beim ersten Objekt, und der Boden war sogar noch besser als in der ersten Wohnung. Das Ergebnis war eine Wohnung, die ideal für ein junges Pärchen ohne Kinder gepasst hat, und genau so eine Zielgruppe hat auch gekauft. Auf dieses Projekt sind wir nach wie vor besonders stolz, weil man gemerkt hat, dass wir uns weiterentwickelt haben.

Flip Nummer 3: Das grüne Haus als Schnäppchen und nächster Entwicklungsschritt

Das dritte Objekt des Jahres war zum Zeitpunkt des Videos noch nicht abgeschlossen, weshalb es im Jahresfazit eigentlich ein bisschen fehl am Platz war. Trotzdem wollte ich es mit reinnehmen, weil es für die Entwicklung steht, die wir 2021 hingelegt haben.

Das sogenannte "grüne Haus" ist ein Einfamilienhaus mit über 130 Quadratmetern auf zwei Etagen, dazu große Kellerräume, ein Garten und eine separate Garage. Von der letzten Zweizimmerwohnung zu diesem Objekt ist ein echter Sprung nach oben, und das macht mich stolz. Die Fertigstellung war für Ende Januar geplant, danach sollte das Haus vermarktet werden.

Was dieses Projekt auch in seiner Unvollständigkeit zeigt: Fix and Flip ist kein linearer Prozess. Projekte überlappen sich, Zeitpläne verschieben sich, und man muss lernen, mehrere Baustellen gleichzeitig im Kopf zu behalten. Wer das als Nebenprojekt neben einem regulären Job stemmt, wie ich es 2021 gemacht habe, merkt schnell, dass Organisation und Priorisierung keine optionalen Skills sind.

Was 2021 insgesamt bedeutet hat

Drei Objekte in einem Jahr, angefangen mit Flyern verteilen und geendet mit einem Haus in der Pipeline. Klingt nach einem sauberen Ergebnis, und das ist es auch, aber es war alles andere als reibungslos. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus diesem Jahr mitgenommen habe:

  • Das erste Projekt ist das wichtigste. Nicht weil es das lukrativste ist, sondern weil es beweist, dass es geht. Dieser Beweis ist unbezahlbar.
  • Handwerker sind ein kritischer Faktor. Schlechte Erfahrungen kosten Zeit, Geld und Nerven. Verlass dich nie auf eine einzige Person ohne Plan B.
  • Stil und Wiedererkennbarkeit zahlen sich aus. Ein klares Designkonzept, das du konsequent durchziehst, spart Entscheidungszeit und erzeugt ein professionelles Ergebnis.
  • Entrümpelung und Abbruch werden regelmäßig unterschätzt. Das ist eine eigene Phase mit eigenem Budget und eigenem Zeitplan.
  • Externe Gewerke vergeben kann richtig sein, solange du die Koordination nicht aus der Hand gibst.
  • Fix and Flip neben einem Job ist möglich, aber es bleibt ein Hobby auf Zeit. Irgendwann muss man entscheiden, was man wirklich will.

Was das Jahr auch gezeigt hat: Man muss nicht perfekt starten. Wir haben beim zweiten Flip Fehler gemacht, die wir beim ersten nicht gemacht haben. Und genau deshalb war der zweite Flip wertvoller als der erste, was das Lernen angeht. Jedes Objekt bringt neue Situationen, neue Handwerker, neue Marktbedingungen und neue Entscheidungen. Wer wartet, bis er alles weiß, wird nie anfangen.

Der eine Tipp, den ich nach diesem Jahr mitgeben kann

Mach es einfach. Das klingt banal, und ich weiß, dass jeder das sagt. Aber es stimmt. Ich habe in meinem Leben schon viele verschiedene Dinge ausprobiert und viele Jobs gemacht. Das einzige Geheimnis, das wirklich funktioniert, ist loszulegen. Nicht wenn die Bedingungen perfekt sind. Nicht wenn du alles gelesen hast. Jetzt.

Wenn du Bock auf Fix and Flip hast, wenn du dir das vorstellst und es sich richtig anfühlt, dann leg los. Vollgas rein, geh deinen Weg und lass dir von niemandem reinreden. 2021 hat mir gezeigt, was in einem einzigen Jahr möglich ist, wenn man anfängt und dran bleibt. 2022 sollte dann der nächste Schritt werden, und der Grundstein dafür war gelegt.

Wenn du mehr über die einzelnen Projekte wissen willst, schau dir die verlinkten Videos an. Und falls du gerade am Anfang stehst und Fragen hast, schreib sie in die Kommentare oder meld dich direkt. Ich freue mich immer über den Austausch mit Leuten, die wirklich was bewegen wollen.