3 neue Immobilien, 2 Tage Baustellenbesuche | Roadtrip | #138
In dieser Folge nehme ich dich mit auf einen zweitägigen Roadtrip durch Deutschland: Stuttgart, Saarbrücken und eine weitere Station stehen auf dem Programm. Wir besuchen drei Baustellen von Partner-Flippern, schauen uns an, was sie angekauft haben, und ich verrate dir, warum eine der Wohnungen schlicht die schönste ist, die ich je gesehen habe.
Zwei Tage, drei Baustellen, eine Menge Eindrücke
Ein Roadtrip wie dieser ist eigentlich keine große Sache, wenn du es gewohnt bist, viel im Auto zu sitzen. Aber wenn du an einem Tag mehrere Stunden fährst, eine Wohnung nach der anderen besichtigst und zwischendurch noch ein langes Meeting einschiebst, dann merkst du abends im Hotel: Das war ein echter Tag. Genau so lief dieser zweitägige Trip ab. Wir haben insgesamt drei Baustellen von Partner-Flippern besucht, eigene Videos zu jeder Wohnung gedreht und dabei einen guten Einblick bekommen, wie unterschiedlich Flipper an ihre Projekte herangehen.
Was mich bei solchen Touren immer wieder fasziniert, ist der direkte Vergleich. Du siehst, wer wie einkauft, wer welchen Grundriss plant, wer den Besen selbst in die Hand nimmt und wer das Handwerk lieber den Profis überlässt. Das ist kein Wettbewerb, aber es zeigt klar: Es gibt nicht den einen richtigen Weg beim Fix and Flip, solange die Zahlen stimmen und das Konzept durchdacht ist.
Erste Station Stuttgart: Die schönste Wohnung, die ich je gesehen habe
Die erste Baustelle liegt in Stuttgart und gehört zu Memet, einem unserer Partner-Flipper. Bevor wir dorthin fahren, gibt es noch ein Treffen mit einer interessanten Persönlichkeit, die ich hier bewusst nicht zu genau vorstelle. Mehr dazu wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt. Was ich sagen kann: Zweieinhalb Stunden Gespräch über Immobilien, Strategie und das Leben im Allgemeinen, das war eine echte Bereicherung.
Dann die Wohnung bei Memet. Ich sage es direkt: Das ist die schönste Sache, die ich im Bereich Fix and Flip bisher live gesehen habe. Und ich habe selbst schon eine Menge Wohnungen renoviert und verkauft. Was ihn von vielen anderen unterscheidet, ist sein Gespür für Design. Bei ihm gibt es keine halbgaren Kompromisse, sondern ein stimmiges Gesamtbild von vorne bis hinten.
Einige Details, die mir besonders aufgefallen sind:
- Kein klassischer Schlüssel an der Tür, sondern ein einfacher Knopf. Minimalistisch, modern und genau das, was Käufer oder Mieter heute suchen.
- Dimmbares Licht in der Wohnung, das sofort eine andere Atmosphäre schafft.
- Ein Flaschenzug-System an der Fassade, weil die Wohnung im dritten Stock liegt und Einkäufe hochziehen theoretisch möglich ist. Das klingt wie ein Gimmick, aber es passt zum Gesamtkonzept der Wohnung perfekt und sorgt für Gesprächsstoff.
Das Video zu dieser Wohnung läuft separat auf dem Kanal. Wer es verpasst, verpasst wirklich etwas. Diese Wohnung zeigt, was möglich ist, wenn man eine klare Design-Vision hat und diese konsequent durchzieht. Im Fix and Flip geht es nicht immer nur darum, die günstigste Lösung zu nehmen. Manchmal ist das, was wirklich hochwertig wirkt, auch das, was den besten Preis beim Verkauf erzielt.
Übernachtung in Saarbrücken, zweiter Tag, nächste Baustelle
Nach Stuttgart geht es weiter nach Saarbrücken. Hotel, kurze Nacht, Frühstück, und direkt weiter zur nächsten Baustelle. Kein großes Programm, kein Stadtbummel. Der Fokus liegt auf den Projekten, und das ist auch gut so.
Der zweite Partner-Flipper heißt Max. Was mich hier erwartet, ist ein Objekt mit 109 Quadratmetern. Das ist, offen gesagt, etwas mehr als ich für ein klassisches Flip-Projekt empfehlen würde. Größere Flächen bedeuten in der Regel höhere Renovierungskosten, eine längere Verkaufszeit und ein schmaleres Käufersegment. Aber wie immer gilt: Es kommt auf die Lage, den Einkaufspreis und das Konzept an.
Und hier stimmt einiges:
- Die Randlage ist sehr attraktiv. Keine Toplage im Stadtzentrum, aber ein Standort, der für Kapitalanleger und Eigennutzer gleichermaßen interessant ist.
- Das Stäbchenparkett ist in einem guten Zustand. Es wird nicht herausgerissen, sondern bleibt drin. Das spart Kosten und wirkt gleichzeitig hochwertig, wenn es richtig aufgearbeitet wird.
- Das Badezimmer ist bereits rausgeklopft. Max hat selbst Hand angelegt und einen Teil der Rohbauarbeiten übernommen.
- Der Balkon bietet ordentlich Fläche. Nicht dieser Mini-Balkon, der bei großen Wohnungen manchmal mitgeliefert wird, sondern eine echte Freifläche, auf der man sich aufhalten will.
Der Grundriss hat das Potenzial, nach der Renovierung richtig gut zu wirken. Wir haben vor dem Besuch allein drei Meetings gebraucht, um den Grundriss durchzudenken. Das zeigt, wie viel Planung in einem guten Flip-Projekt steckt, bevor der erste Handwerker den Fuß in die Tür setzt. Ein guter Grundriss ist am Ende des Tages oft entscheidender als das Badezimmer oder der Bodenbelag.
Letzte Station: Thomas kauft aus dem Stegreif
Die dritte Baustelle gehört zu Thomas, einem erfahreneren Flipper in unserer Community. Was ihn von anderen unterscheidet: Er hat die Wohnung einfach angekauft und mich danach informiert. Kein vorheriges Absegnen, kein gemeinsames Durchrechnen, einfach gemacht. Das ist das Zeichen eines Flippers, der seinen Markt kennt, seine Zahlen im Kopf hat und weiß, wann er handeln muss.
Auch diese Wohnung kommt auf 109 Quadratmeter und hat einen offenen Grundriss. Was geplant ist:
- Parkettboden durchlegen im gesamten Wohnbereich. Das schafft Einheitlichkeit und wertet die Fläche optisch deutlich auf.
- Ein begehbarer Kleiderschrank ist eingeplant. Das ist eines der Ausstattungsmerkmale, das bei Käufern heute fast standardmäßig erwartet wird.
- Elektrische Fensterrollos sollen eingebaut werden. Kleines Detail, großer Effekt auf das Gesamtgefühl der Wohnung.
- Der Balkon ist vorhanden und in Ordnung.
Was mich bei dieser Wohnung besonders anspricht, ist der offene Grundriss. Offene Wohnkonzepte verkaufen sich gut, weil sie großzügig wirken und eine moderne Lebensweise abbilden. Wenn du dann noch einen vernünftigen Parkettboden durchlegst und die Ausstattung stimmt, hast du ein Produkt, das sich vom Bestand in der Umgebung abhebt.
Was du aus diesem Roadtrip mitnehmen kannst
Drei Baustellen, zwei Tage, drei sehr unterschiedliche Flipper. Was alle gemeinsam haben: Sie haben eingekauft, sie haben einen Plan, und sie setzen ihn um. Das klingt simpel, aber genau daran scheitern viele, die sich mit dem Thema Fix and Flip beschäftigen. Zu viel Analyse, zu wenig Entscheidung.
Ein paar Dinge, die mir auf diesem Trip einmal mehr klar geworden sind:
- Design macht einen Unterschied. Wer wie Memet mit einem klaren Konzept an eine Wohnung herangeht und dieses konsequent durchzieht, erzielt am Ende einen anderen Preis als jemand, der einfach nur renoviert.
- Größere Wohnungen sind kein Ausschlusskriterium. 109 Quadratmeter sind mehr als die klassischen 60 bis 80 Quadratmeter, die für Flip-Projekte empfohlen werden. Aber wenn Lage, Einkaufspreis und Konzept stimmen, kann es trotzdem funktionieren.
- Erfahrung beschleunigt Entscheidungen. Thomas kauft aus dem Bauch heraus, weil er genug Projekte hinter sich hat, um Chancen schnell zu erkennen. Das kommt nicht von heute auf morgen, aber es kommt.
- Planung vor dem ersten Spatenstich ist entscheidend. Drei Meetings allein für den Grundriss bei Max zeigen, dass gute Projekte nicht spontan entstehen. Die Arbeit findet oft unsichtbar statt, bevor irgendetwas gebaut wird.
Solche Roadtrips mache ich nicht nur, weil es Spaß macht, verschiedene Projekte live zu sehen. Sie zeigen auch, wie unterschiedlich Menschen ans Investieren in Immobilien herangehen, und was wir alle voneinander lernen können. Separate Videos zu jeder einzelnen Baustelle folgen auf dem Kanal. Abonniert bleiben lohnt sich also.