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Wenn es mal wieder nicht läuft: Baustellen-Update unserer Wohnung

In diesem Video gibt Johannes ein ehrliches Baustellen-Update zum Jahresende 2022. Was theoretisch fertig sein sollte, ist es nicht, und genau das zeigt er ohne Beschönigung: gefließtes Bad, verkleideter Stahlträger, gestrichene Zargen, alles stand auf dem Plan. Was tatsächlich passiert ist, siehst du im Video.

Was geplant war, und was wirklich passiert ist

Johannes war zwei Wochen nicht auf der Baustelle. Die Erwartungen waren klar definiert: ein fertig gefließtes Bad, eine fertige Gäste-Toilette, ein verkleideter und verputzter Stahlträger, gestrichene Zargen und eine Wohnung, die bereit ist für das Verlegen des Parkettbodens im neuen Jahr. Die Realität beim Betreten der Baustelle sah anders aus.

Das ist kein Einzelfall. Wer selbst schon mal eine Renovierung oder ein Fix-and-Flip-Projekt begleitet hat, kennt das Gefühl: Der Fortschritt auf der Baustelle und der Fortschritt im eigenen Kopf sind zwei verschiedene Dinge. Johannes zeigt in diesem Update ohne Filter, was tatsächlich erledigt wurde, wo noch Arbeit wartet, und was das für den weiteren Zeitplan bedeutet.

Elektrische Fußbodenheizung liegt, Fliesen noch nicht

Eine gute Nachricht gibt es: Die elektrische Fußbodenheizung im Badezimmer liegt. Es handelt sich nicht um eine klassische wasserführende Fußbodenheizung mit Heizschlangen im Estrich, sondern um eine elektrische Variante, die nachgerüstet wird. Der Elektriker hat die Matten befestigt, damit beim Drüberlaufen nichts verrutscht. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass direkt darüber gefliest werden kann.

Was aber noch fehlt: Die Fliesen selbst. Das Bad hätte bereits vor zwei Wochen gefliest werden sollen. Das ist nicht passiert. Johannes kommentiert das nüchtern: So ist eine Baustelle, wenn man nicht alles selbst in der Hand hat und nicht als Generalunternehmer vergibt, der für den Gesamtfortschritt verantwortlich ist.

Der Stahlträger: Feuerschutz, Verputz, Metallschiene

Ein zentrales Element dieser Renovierung ist der Stahlträger, der für einen Wanddurchbruch eingebaut wurde. Letztes Mal fehlte noch die Feuerschutzverkleidung, mittlerweile ist sie montiert. Was noch aussteht: Der Elektriker muss die Leitungen im Bereich des Trägers in eine feuerfeste Dose einpacken, erst dann kann dieser Bereich vollständig geschlossen werden.

Die Seite des Trägers ist bereits verputzt und bekommt eine Metalleckschiene als saubere Abschlusskante. Dass man nach dem Streichen noch erkennen wird, dass dort ein Träger steckt, nimmt Johannes bewusst in Kauf. Die Alternative wäre gewesen, die gesamte angrenzende Wand aufzudoppeln, um den Versatz zu kaschieren. Das hätte aber bedeutet, die ganze Wandfläche vorzuziehen, damit ein einheitliches Bild entsteht. Der Aufwand und die Kosten wären in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis gestanden.

Sein Fazit: Der Mehrwert des Durchbruchs ist längst geschaffen. Eine kleine Kante, die nach dem Streichen weiß verschwindet, wird nach dem Einzug innerhalb weniger Tage niemandem mehr auffallen.

Zargen, Decke und WC: Stand der Dinge

Die Stahlzargen sind einmal lackiert, aber noch nicht fertig. Die erste Lackschicht hat Blasen geworfen, was bei Stahlzargen keine Seltenheit ist. Der nächste Schritt: abschleifen, erneut lackieren, diesmal in Weiß Matt. Glanz war keine Option, das passt nicht zum Gesamtkonzept der Wohnung.

Im WC-Bereich wurden Wände und Decke gestrichen, alles ist weiß. Auch hier fehlen die Zargen noch, die Fliesen ebenfalls. Insgesamt ist Johannes, wie er selbst sagt, nicht zufrieden mit dem Stand. Aber es gibt auch Positives: Armaturen, Spiegel und Zubehör sind bestellt. Die Unterkonstruktion für den Waschtisch, ein Holzgestell als Basis, ist fertig gebaut. Die Wohnung ist technisch bereit für die Endmontage, sobald die handwerklichen Vorarbeiten abgeschlossen sind.

Das Duschpodest ist fertig

Erfreulich: Das Duschpodest steht. Johannes erklärt im Video das Gefälle: Ab einem bestimmten Punkt im Duschbereich beginnt ein stärkeres Gefälle von rund 2 Prozent, das Wasser sicher in Richtung Ablauf leitet. Davor gibt es ein minimales Gefälle. Die Glaswand der Dusche wird genau bis zu dieser Linie reichen. Das Podest ist sauber ausgeführt und bildet eine solide Grundlage für die Fliesenarbeiten.

Zeitplan: Vier Wochen bis zur Fertigstellung

Laut Aussage des Bauers soll die Wohnung in vier Wochen fertig sein. Johannes kommentiert das mit einem klaren: Schauen wir mal. Wer regelmäßig Bauprojekte begleitet, weiß, dass solche Zeitangaben immer unter Vorbehalt stehen. Wichtig ist aber: Es gibt keinen Druck. Die Wohnung muss nicht zu einem fixen Datum übergeben werden. Dieses Polster ist wertvoll und gehört beim Fix-and-Flip zur Planung dazu.

Ein eigenes Video zum Thema Stahlträger und Statik ist bereits angekündigt. Denn das ist ein Bereich, vor dem sich viele Investoren scheuen: Statik, Genehmigungen, Kosten. Johannes will dort Klarheit schaffen und zeigen, wie der Prozess bei ihm abgelaufen ist.

Netzwerk aufbauen: Der unterschätzte Tipp für Immobilieninvestoren

Am Rande des Baustellen-Updates gibt Johannes einen Hinweis, der mehr wert ist als viele Kurse: Er hat mit der Nachbarin im Haus geredet. Dabei hat er herausgefunden, dass eine vergleichbare Wohnung im selben Gebäude für rund 40.000 Euro mehr verkauft wurde, als er selbst bezahlt hat. Die Nachbarin hat jetzt seine Kontaktdaten und meldet sich, wenn im Haus etwas frei wird, ob Wohnung oder Stellplatz.

Das klingt banal, ist aber einer der effektivsten Wege, um an Off-Market-Immobilien zu kommen. Wer nur auf Portalen wie ImmobilienScout sucht, sieht immer nur das, was alle sehen. Wer mit Nachbarn redet, mit Hausmeistern, mit älteren Bewohnern, die täglich vor Ort sind und alles mitbekommen, hat einen echten Informationsvorsprung.

Johannes stellt klar: Es gibt keinen einzelnen Trick, der dauerhaft Deals liefert. Es ist immer eine Kombination aus mehreren Quellen:

  • Postkarten-Akquise an gezielte Adressen
  • Klassische Portale wie ImmobilienScout oder Metasearcher
  • Makler-Netzwerke
  • Persönliche Gespräche im Umfeld von Objekten

Wer erwartet, mit einem einzigen Kanal dauerhaft gute Off-Market-Deals zu bekommen, wird enttäuscht. Der Aufbau eines echten Netzwerks braucht Zeit und ist harte Arbeit. Aber genau deswegen machen es nicht alle, und genau deswegen lohnt es sich.

Was das Update für Fix-and-Flip-Investoren bedeutet

Dieses Video ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Fix-and-Flip-Renovierung in der Praxis läuft, nicht wie im Hochglanzmagazin. Verzögerungen bei Handwerkern, Arbeiten die nicht wie geplant abgeschlossen werden, Zwischenstände die ernüchternd wirken, all das ist Teil des Prozesses. Wer das zum ersten Mal erlebt, fragt sich, ob etwas falsch läuft. Meistens läuft nichts fundamental falsch, es dauert einfach länger als geplant.

Entscheidend ist, wie man damit umgeht:

  • Realistischen Zeitpuffer in die Planung einbauen
  • Kein Fertigstellungsdatum versprechen, das man nicht selbst kontrollieren kann
  • Regelmäßige Baustellen-Checks, auch wenn man nicht täglich vor Ort sein kann
  • Klare Absprachen mit Handwerkern, was bis wann erledigt sein muss
  • Entscheidungen nach Kosten-Nutzen-Verhältnis treffen, wie beim Stahlträger-Versatz

Johannes zieht für sich am Ende des Jahres ein klares Fazit: Er ist mit dem Stand nicht zufrieden, aber er verliert nicht die Ruhe. Das Projekt läuft, die Materialien sind beschafft, die Voraussetzungen für die Endmontage sind geschaffen. Im neuen Jahr geht es weiter mit dem Parkett, den Fliesen und der finalen Fertigstellung.

Jahresrückblick: 74 Episoden, 30.000 Aufrufe im Monat

Das ist gleichzeitig die letzte Folge des Flipper-Kanals für das Jahr 2022. Nach rund 74 Episoden und knapp 30.000 monatlichen Aufrufen zieht Johannes ein persönliches Fazit: Er hat den Kanal nicht für Reichweite oder Geld gestartet, sondern weil ihn das Projekt interessiert und weil das wöchentliche Dokumentieren ihn selbst fordert. Der Plan für 2023: Videos knackiger machen, Inhalte weiterentwickeln, Projekt fertigstellen.