← Zurück zum Blog

Beleihungsauslauf (LTV)

Warum zwei Käufer unterschiedliche Zinsen bekommen

Der Beleihungsauslauf (Loan-to-Value) ist meist der Grund, warum identische Kaufpreise zu unterschiedlichen Zinsangeboten führen.

Wie wird er berechnet?

Darlehenssumme geteilt durch Beleihungswert, mal 100. Der Beleihungswert liegt oft 10 bis 20 % unter dem Kaufpreis.

Warum wichtig für den Zins?

Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto geringer das Risiko für die Bank. Klassische Schwellen: 60, 80, 100 %, jeweils mit Zinsaufschlag.

Beleihungswert vs. Kaufpreis?

Der Kaufpreis ist der Marktpreis, der Beleihungswert die konservative Werteinschätzung der Bank für den Krisenfall.

Rechenbeispiel

400.000 € Kaufpreis, Beleihungswert 340.000 € (15 % Abschlag), Darlehen 336.280 €. Beleihungsauslauf = 98,9 %.

Häufige Fehler

  • Beleihungsauslauf mit Kaufpreis statt Beleihungswert berechnen.

  • Zinsschwellen bei 60/80/100 % nicht einplanen.

  • Kaufnebenkosten in die Beleihung einrechnen wollen.

Passender Rechner: Finanzierungsrechner

Was ist ein guter Beleihungsauslauf?

Unter 60 % gibt es meist die besten Konditionen, über 80 % steigen Zinsen und Anforderungen deutlich.