Diese Wohnung wird ein Meisterwerk! Folge 87
In Folge 87 des Flipper-Immo-Projekts nimmt Johannes dich mit auf eine ausführliche Baustellenbegehung und zeigt, wie weit die aktuelle Fix-and-Flip-Wohnung bereits gediehen ist. Parkettboden, ein selbst gebautes Industrieelement, ein hochwertiges Badezimmer mit schwarzen Unterputz-Armaturen und ein neuer Einbauschrank stehen auf der Agenda. Gleichzeitig geht es ehrlich um das Thema Pfusch am Bau und wie man kreativ mit den Fehlern anderer Handwerker umgeht.
Drei Wochen später: So sieht die Wohnung jetzt aus
Seit dem letzten Update sind knapp drei Wochen vergangen und in dieser Zeit hat sich auf der Baustelle richtig viel getan. Johannes ist vor Ort und führt durch die Wohnung, die Schritt für Schritt zu dem wird, was sie am Ende sein soll: ein echtes Meisterwerk. Der Rundgang beginnt in der Küche, wo die Fliesen bereits vollständig verlegt sind und der neue Parkettboden schon liegt, auch wenn er zum Schutz noch abgedeckt ist.
Wer sich beim Fix and Flip nur auf das Nötigste beschränkt, also Fliesen überstreichen und ein paar Wände weißen, der bleibt weit hinter dem zurück, was wirklich möglich ist. Das ist die Philosophie hinter diesem Projekt: Qualität, Mehrwert und ein klares Bild davon, wer als Käufer angesprochen werden soll.
Der Parkettboden: Corsa weiß geölt trifft auf 80x80-Sandoptik-Fliesen
Das wohl coolste Detail in dieser Phase eines Fix-and-Flip-Projekts ist immer wieder dasselbe: der fertige Boden. In diesem Fall handelt es sich um einen Parkettboden namens Corsa in weiß geölt. Die Optik ist hell, modern und passt perfekt zu den großformatigen Fliesen in der Küche.
Die Küchenfliesen im Format 80 x 80 cm in Sandoptik wurden mit einer etwas helleren Fuge verlegt, damit sich der Fugenschnitt noch abhebt und die Fläche nicht zu grau und einheitlich wirkt. Ein Detail, das auf den ersten Blick klein klingt, aber am Ende den Unterschied macht.
Besonders wichtig: Der Übergang zwischen Fliese und Parkett ist absolut ebenerdig. Keine Stolperkante, kein sichtbarer Höhenunterschied. Das war eine bewusste Entscheidung, die handwerklich sauber umgesetzt wurde. Der Boden wurde komplett verklebt und durch die gesamte Wohnung verlegt.
Kombiniert mit der Fußbodenheizung, die unterhalb des Belags läuft, ergibt sich ein Wohnkomfort, der sich auch im Verkaufsgespräch rechnet. Fußbodenheizung und hochwertiger Parkettboden sind keine Extras mehr, sie sind Kaufargumente.
Das Industrieelement: Schreiner schlägt Stahllieferant um fast 6.000 Euro
Eines der optischen Highlights dieser Wohnung ist das sogenannte Industrieelement, eine Glastrennwand mit schwarzen Sprossen, wie man sie aus modernen Lofts und Neubauprojekten kennt. Der erste Kostenvoranschlag dafür lag bei 7.000 Euro. Für ein einzelnes Element eine Zahl, die beim Fix and Flip schlicht nicht darstellbar ist.
Die Lösung kam aus der Community und aus dem eigenen Netzwerk: Tür separat besorgen, einen Schreiner des Vertrauens beauftragen und das Rahmenelement aus Holz bauen lassen. Die Leisten wurden lackiert und aufgeklebt, das Glas fest eingefasst. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick aus wie ein klassisches Stahlelement, ist es aber nicht. Und wer genauer hinschaut? Den gibt es beim Verkauf selten.
Was zählt: Das Element steht, es ist stabil, handwerklich einwandfrei und kostet einen Bruchteil der ursprünglichen Offerte. Das ist Fix and Flip in der Praxis. Nicht das teuerste Material, sondern die klügste Lösung für das Budget.
Einbauschrank: Mehrwert durch durchdachte Details
Im Flurbereich wurde ein neuer Einbauschrank verbaut. Dort stand zwar bereits ein alter Schrank, aber der entsprach nicht dem Qualitätsanspruch des Projekts. Der neue Schrank bietet:
- Offene Fächer auf der linken Seite
- Einen eigenen Bereich für die Waschmaschine, leicht nach außen versetzt für ausreichend Platz
- Eine saubere, raumhohe Optik, die die Wohnung aufwertet
Solche Details kosten Geld, keine Frage. Aber sie sind der Unterschied zwischen einer Wohnung, die man kauft, und einer, die man kaufen muss. Wer beim Fix and Flip an diesen Stellen spart, verliert am Ende beim Verkaufspreis mehr, als er eingespart hat.
Das Badezimmer: Hochwertig, schwarz, fertig gedacht
Das Badezimmer ist fast fertig und zeigt bereits, wo die Reise hingeht. Die Ausstattungsliste kann sich sehen lassen:
- Unterputz-Duscharmaturen in schwarz matt, hochwertig und optisch klar
- Regendusche als absolutes Highlight
- Fliesen in einer Kombination mit schwarzen Akzenten, die sehr hochwertig wirkt
- Ein selbst gebautes Waschtischelement von Papa, das schon aus früheren Projekten bekannt ist
- Eine Handtuchleiter als Accessoire, schwarz und passend zum Gesamtbild
Was noch fehlt: die Duschtrennwand aus Glas, die in dieser Folge noch eingebaut wird. Außerdem werden die Silikonfugen komplett neu gezogen, weil der ursprüngliche Fliesenleger hier sauber gepfuscht hat, falsche Farbe, ungleichmäßiger Verlauf, schlicht nicht akzeptabel für ein Projekt dieser Qualitätsstufe.
Pfusch am Bau: Das kostet Zeit, Nerven und Geld
Ein Thema, das in Folge 87 besonders viel Raum einnimmt, ist die Qualität der Handwerkerleistungen. Johannes beschreibt, was viele Immobilienprojekte kennen: Zeiten werden nicht eingehalten, Fehler werden nicht kommuniziert, und manchmal wird ein offensichtlicher Schnitzer einfach so gelassen, in der Hoffnung, dass es niemand merkt.
Konkretes Beispiel: Beim Einsetzen der Wasseruhren im Fliesenbereich ist eine Fliesenkante ausgebrochen. Der Fliesenleger hat das gesehen, nichts gesagt und die Abdeckung so gesetzt, dass sie den Schaden nicht vollständig überdeckt. Das Ergebnis ist von außen sichtbar.
Die Lösung: Papa hat maßgefertigte Abdeckrahmen gebaut, die nun weiß lackiert werden und den Fehler vollständig kaschieren. Weiß, weil die Toilette weiß ist, das Waschbecken weiß ist und Schwarz an dieser Stelle zu viel auftragen würde. Zwei Probleme, ein selbst gebautes Teil. Das ist Problemlösung auf der Baustelle.
Das kostet zusätzliche Zeit und Energie, die eigentlich nicht eingeplant war. Aber es gehört zum Job. Fix and Flip ist kein passives Investment. Es ist aktives Projektmanagement, Qualitätskontrolle und manchmal auch Schadenbegrenzung.
Was als nächstes kommt: Elektriker, LED-Leisten, Vorher-Nachher
Der Abschluss rückt näher. In wenigen Tagen kommt der Elektriker und installiert die Steckdosen sowie die LED-Leisten. Danach fehlen noch:
- Fußbodenlleisten und einzelne Abschlussleisten
- Restliche Streicharbeiten an Zargen und Wänden
- Türbeschläge und finale Montagen
Das nächste Video aus diesem Projekt wird ein vollständiges Vorher-Nachher sein. Wer die frühen Folgen gesehen hat, weiß, in welchem Zustand diese Wohnung gestartet ist. Der Unterschied wird krass sein.
Johannes kündigt außerdem an, in diesem Jahr deutlich mehr anzukaufen. Die Mittel sind da, der Appetit ist da. Wer Fix and Flip in Deutschland als ernsthaftes Modell für den Vermögensaufbau betrachtet, bekommt hier einen ungeschönten Blick in die Realität: Was funktioniert, was kostet Lehrgeld, und wie man trotzdem am Ende ein Produkt abliefert, das sich am Markt durchsetzt.
Was du aus dieser Folge mitnehmen kannst
Folge 87 ist kein Hochglanzvideo, sondern ein ehrliches Update aus dem laufenden Projekt. Genau das macht es wertvoll. Ein paar Lernpunkte, die sich direkt auf dein eigenes Fix-and-Flip-Projekt übertragen lassen:
- Hole mehrere Angebote ein. 7.000 Euro für ein Industrieelement sind kein fester Preis, sie sind eine Verhandlungsgrundlage. Oder ein Anlass, kreativ zu werden.
- Kontrolliere laufend die Handwerkerleistungen. Wer wartet, bis alles fertig ist, riskiert, Fehler zu übernehmen, die teuer zu korrigieren sind.
- Investiere in Details mit sichtbarem Mehrwert. Einbauschrank, Regendusche, ebenerdiger Bodenübergang: Das sind Kaufargumente, keine Luxuspositionen.
- Baue dir ein Netzwerk aus verlässlichen Handwerkern auf. Schreiner, Elektriker, Fliesenleger. Wer immer wieder auf dieselben zuverlässigen Leute zurückgreifen kann, spart langfristig mehr als durch jeden Preisvergleich.
- Denk an die Gesamtwirkung. Farbe, Material, Übergänge. Eine Wohnung, in der alles zusammenpasst, erzielt einen anderen Preis als eine, bei der man sieht, dass jemand einfach nur Kosten gespart hat.
Das vorher-nachher dieser Wohnung wird zeigen, was möglich ist, wenn man konsequent auf Qualität setzt und bereit ist, auch auf der Baustelle selbst mit anzupacken. Bis dahin: Dranbleiben.