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Fix & Flip mit Eigenleistung: Partnerflipper Max rockt sein erstes Projekt!

Partnerflipper Max hat sein erstes Fix-and-Flip-Projekt in Saarbrücken erfolgreich abgeschlossen. Eine knapp 90 Quadratmeter große Wohnung wurde als hässliches Endline eingekauft, komplett durchrenoviert und mit einem hohen fünfstelligen Gewinn verkauft. In diesem Vorher-Nachher-Video zeigt Johannes, was aus der Wohnung geworden ist und welche Entscheidungen dabei den Unterschied gemacht haben.

Vom hässlichen Endline zum verkaufsfertigen Flip

Das Objekt wurde als klassisches Endline angekauft, also in einem Zustand, der für viele Käufer abschreckend wirkt und genau deshalb zu einem günstigen Preis zu haben war. Genau das ist das Prinzip hinter Fix and Flip: Du kaufst eine Immobilie mit Renovierungsbedarf, bringst sie auf Vordermann und verkaufst sie anschließend mit Gewinn. Max hat diesen Prozess bei seinem ersten Projekt von Anfang bis Ende selbst durchgezogen, mit Eigenleistung im Abbruch und in der Organisation sowie verschiedenen Gewerken für die handwerkliche Umsetzung.

Die Renovierungskosten lagen bei 37.000 Euro für knapp 90 Quadratmeter Wohnfläche, ohne die Terrasse. Das entspricht rund 400 bis 450 Euro pro Quadratmeter, was für eine Komplettrenovierung in dieser Qualität ein sehr guter Wert ist. Am Ende wurde die Wohnung mit einem hohen fünfstelligen Gewinn verkauft. Die Verhandlungen bewegten sich im Bereich von 8.000 bis 9.000 Euro, was zeigt, dass auch beim Verkaufspreis noch Spielraum vorhanden war.

Offenes Wohnkonzept: Wand raus, Küchennische rein

Im Wohnbereich wurde eine der wichtigsten Maßnahmen umgesetzt: Eine Wand wurde entfernt, um ein offenes Küchenkonzept zu schaffen. Der ursprüngliche Durchgang wurde geschlossen und dafür eine offene Küchennische in den großen Wohnraum integriert. Das Ergebnis ist ein großzügig wirkendes Raumgefühl, das beim Verkauf gut ankommt.

Besonders erwähnenswert ist der Boden im Wohnbereich: Ein alter Stäbchenparkett aus den 1980er Jahren, der ursprünglich gelblich und abgenutzt war, wurde aufbereitet. Das bedeutet konkret: abschleifen, zwei- bis dreimal einlassen, Lücken und schadhafte Stellen flicken. An einigen Stellen, besonders rund um die Zargen, mussten Teile des Parketts erneuert werden, weil die alten Zargen fest mit dem Boden verbunden waren. Die Gesamtkosten für die Parkettaufbereitung lagen bei rund 3.500 Euro, ohne Fußbodenleisten und Abfasungen. Wer einen neuen großformatigen Parkettboden verlegen würde, käme schnell auf ein Vielfaches davon. Die Entscheidung, den alten Boden zu erhalten, war hier wirtschaftlich und optisch die richtige.

Wände wurden komplett neu verputzt, alle Steckdosen neu gezogen. Verbaut wurden Busch-Jäger Steckdosen in einem klaren, nicht ganz matten, aber auch nicht hochglänzenden Weiß. Die Heizkörper blieben erhalten, bekamen aber neue Thermostatköpfe. Die vorhandenen Aluminiumfenster waren in ausreichend gutem Zustand, sodass auch hier kein Austausch nötig war.

Elektrik auf Stand bringen: Mehr Sicherungen, mehr Sicherheit

Ein häufig unterschätztes Thema bei älteren Bestandswohnungen ist die Elektroinstallation. Auch hier war das nicht anders: Im Sicherungskasten befanden sich noch alte Drehsicherungen, mehrere Zimmer hingen an einer einzigen Sicherung. Die komplette Elektrik wurde nachgerüstet und auf separate Sicherungen aufgeteilt. In der Küche wurde Starkstrom angeschlossen, damit Geschirrspüler und andere Großgeräte problemlos betrieben werden können. Auch die Wasseranschlüsse wurden erneuert, inklusive Eckventile und Wasseruhren. Für neue Wasseruhren sollte man mit rund 500 bis 600 Euro rechnen, das geht ordentlich ins Geld, ist aber nicht verhandelbar.

Innentüren und Zargen: Kleine Details, große Wirkung

Ein Punkt, den Johannes immer wieder betont und der auch in diesem Projekt konsequent umgesetzt wurde: Neue Zargen und neue Innentüren. Wer versucht, an diesem Punkt zu sparen und alte Zargen aufzubereiten, verliert optisch fast immer. Die Empfehlung lautet klar: Immer neue Zargen einsetzen, außer es handelt sich um eine besonders hochwertige oder maßgefertigte Stahlzarge mit einem schönen Maß.

Die hier verwendeten Türen sind eine schlanke, moderne Variante mit einer feinen, einzigen Einkerbung statt der breiteren Streifenoptik, die man auch kennt. Erhältlich in jedem Baumarkt oder online, inklusive passender Türdrücker. Eine der Innentüren wurde als Glaselement ausgeführt, um Tageslicht zwischen Wohn- und Schlafbereich durchzulassen und gleichzeitig eine optische Trennung zu schaffen. Bezugsquelle war in diesem Fall Türenmarkt 24, aber vergleichbare Produkte gibt es bei Bauhaus, Globus oder Hornbach.

Das Badezimmer: Dezent, hell und mit Stil

Das Highlight des gesamten Projekts ist eindeutig das Badezimmer. Es wurde komplett neu gefliest, die Decke abgehangen, um Spots einbauen zu können, und ein modernes Aufsatzwaschbecken mit einem vom Schreiner angefertigten Unterschrank kombiniert. Der Unterschrank hat rund 500 Euro gekostet und ist auf Gehrung gearbeitet, neutral in der Farbe und bietet viel Stauraum. Ein Detail, das Johannes ausdrücklich lobt: Auch der Sifon wurde in Schwarz ausgeführt, passend zur schwarzen Armatur. Wer oben eine hochwertige Hansgrohe-Armatur verbaut und unten am Sifon spart, macht sich den ganzen Look zunichte. Schwarze Sifons kosten oft nur rund 10 Euro mehr als die silberne Chromvariante.

Als Fliese wurde durchgehend, also in Bad, WC, Küche und Flur, eine 60x60 cm Fliese in Mausgrau mit heller Fuge eingesetzt. Das sorgt für ein konsistentes Gesamtbild durch die gesamte Wohnung. Die Dusche wurde mit einem eineinhalbprozentigen Gefälle und einer Duschschiene auf voller Breite ausgestattet. Eine ebenerdige Dusche ohne Podest war technisch nicht realisierbar, weil die Aufbauhöhe nicht ausreichte, um auf Nullniveau zu kommen. Deshalb wurde ein gemautertes Podest gebaut, von dem das Gefälle in die Schiene abläuft. Kein Idealzustand, aber handwerklich sauber gelöst.

Die Armaturen kommen durchgehend von Hansgrohe, im Bad mit Regendusche und schwarzer Leistendetaillierung, die das Grau der Fliesen aufgreift, aber nicht überladen wirkt. Der Spiegel ist ein LED-Modell mit matter schwarzer Aluminiumeinfassung und indirekter Beleuchtung von hinten sowie einem separat schaltbaren Lichtstreifen vorne. Der Spiegel im WC ist ein günstiges Amazon-Modell, das denselben Zweck erfüllt: von hinten beleuchtet, von vorne beleuchtet, hell genug.

Als Fliesenabschlussleiste wurde eine gebürstete Aluminiumschiene in der flachen Ausführung gewählt, kein Würfelprofil. Das passt optisch fast nahtlos an die Fliese und wirkt sauber ohne aufzufallen.

Gäste-WC: Funktional auf kleinstem Raum

Das separate WC ist klein, aber vollständig. Ein altes Stand-WC wurde durch ein wandhängendes WC mit Geberit-Vorwandinstallation ersetzt, kurze Bauform, damit der ohnehin knappe Platz optimal genutzt wird. Das Waschbecken ist ausreichend groß, Handtuchhalter können bei Bedarf mit selbstklebenden Optionen nachgerüstet werden. Auch hier wurde die Elektrik neu gemacht.

Homestaging: Warum es sich immer lohnt

Nachdem die Handwerker fertig waren, wurde die Wohnung extern home gestaged. Das bedeutet: professionell eingerichtet mit modernen Möbeln, Bett, Kleiderschrank, kleinen Dekodetails wie Kerzen und Pflanzen, alles darauf ausgerichtet, dass die Wohnung auf Fotos und bei Besichtigungen emotional anspricht. Der Vergleich, den Johannes zieht, trifft es gut: Du kannst dein Auto dreckig und abgenutzt verkaufen, oder du polierst es, ziehst neue Reifen auf und machst einen Service. Das Ergebnis beim Preis spricht für sich.

Homestaging muss nicht teuer sein, lohnt sich aber fast immer. Die Kosten sind überschaubar, der Effekt auf den erzielbaren Verkaufspreis ist deutlich. In diesem Fall hat es die Vermarktung beschleunigt und die Verhandlungsposition gestärkt.

Renovierungsdauer und Fazit

Die gesamte Renovierung hat rund sechs Monate gedauert. Ein bisschen länger als ursprünglich geplant, bedingt durch Urlaubspausen, Abstimmungen mit verschiedenen Gewerken und die einzelnen Phasen der Baustelle. Es wurde kein schlüsselfertiges Konzept mit einem einzigen Generalunternehmer gewählt, sondern gewerkeweise koordiniert, mit Eigenleistung im Abbruch und der Organisation. Das spart Geld, erfordert aber mehr Einsatz und Koordinationsaufwand.

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

  • Wohnfläche: knapp 90 Quadratmeter
  • Renovierungskosten: 37.000 Euro
  • Kosten pro Quadratmeter: rund 400 bis 450 Euro
  • Renovierungsdauer: knapp 6 Monate
  • Gewinn: hoher fünfstelliger Bereich
  • Eigenleistung: Abbruch, Organisation, Koordination der Gewerke

Max ist nach diesem ersten Projekt bereits wieder auf Akquise und sucht das nächste Objekt. Das ist das Zeichen dafür, dass ein Flip gut gelaufen ist: Du willst direkt wieder loslegen. Wer wissen möchte, wie Fix and Flip mit Begleitung funktioniert, findet den entsprechenden Link direkt unter dem Video.