Immobilien Tour | Update meiner ersten Fix&Flip Wohnung! Betonfliesen, Parkett und mehr! Part 3
In Part 3 der Baustellenserie gibt es ein umfassendes Update zur ersten Fix-and-Flip-Wohnung von Johannes. Die 75-Quadratmeter-Wohnung steckt mitten in der heißen Phase: Küche und Bad werden gefliest, der Parkett ist abgeholt und bereit zur Verlegung, und die Wände sind bereits zum zweiten Mal gestrichen. Es wird ehrlich berichtet, was gut läuft, wo Fehler passieren und warum die EC-Karte gerade Überstunden macht.
Baustelle in Vollgas: Was sich in den letzten Tagen getan hat
Bis drei Tage vor dem Dreh war auf der Baustelle noch verhältnismäßig wenig passiert. Die Wände wurden gestrichen, mittlerweile schon zum zweiten Mal, und das war es im Wesentlichen. Dann wurde richtig Tempo gemacht: Der Parkett wurde abgeholt, Küche und Bad wurden gefliest, und auf einmal sieht die Wohnung nach echtem Fortschritt aus.
Wer schon die ersten beiden Teile der Serie kennt, weiß, wie die Wohnung ursprünglich aussah. Jetzt, in Part 3, nimmt das Projekt endlich Gestalt an. Gleichzeitig macht Johannes keinen Hehl daraus, dass auf einer echten Baustelle nicht alles reibungslos läuft. Fehler passieren, das Budget wird strapaziert, und der Weg zum Baumarkt ist aktuell gefühlt ein Dauerzustand.
Küche: Betonoptik-Fliesen frisch verlegt
Die Küche ist in diesem Update das Zimmer, das am meisten Aufmerksamkeit bekommt, aber gleichzeitig gesperrt ist: Der Boden wurde frisch gefliest und darf auf gar keinen Fall betreten werden. Ein deutliches Warnschild am Eingang macht das unmissverständlich klar.
Was man trotzdem sehen kann, überzeugt. Verbaut wurden Betonfliesen in Betonoptik, die dem Raum einen modernen, zurückhaltenden Charakter geben. Johannes zeigt sich klar zufrieden mit dem Ergebnis. Die Küche hat baulich wenig verändert, der bestehende Grundriss wurde beibehalten, aber durch den neuen Bodenbelag und frisch verputzte Wände und Decke wirkt der Raum komplett neu.
Die Entscheidung für Betonfliesen ist im Fix-and-Flip-Kontext interessant: Sie sind langlebig, pflegeleicht, und aktuell stark nachgefragt auf dem Immobilienmarkt. Gleichzeitig wirken sie wertiger als klassische Standardfliesen und sprechen eine breitere Käufergruppe an.
Bad: Gleiche Fliesen, neue Dusche, frischer Estrich
Im Bad wurde am Morgen des Drehtages noch frischer Estrich gegossen, weil das Team festgestellt hatte, dass der Untergrund nicht komplett eben war. Auf den noch feuchten Boden kommen dieselben Betonfliesen wie in der Küche, was dem gesamten Wohnungsbild eine optische Einheitlichkeit gibt.
Weitere Fortschritte im Bad:
- Die Duschwanne ist bereits eingebaut, noch mit Schutzfolie abgedeckt, damit sie auf der Baustelle nicht beschädigt wird.
- Der Duschbereich wurde komplett hochgezogen und abgedichtet.
- An der Wand ist bereits der Platz für einen großen Spiegel vorgesehen.
- Der Waschtisch, auch als "Logos" bezeichnet, kommt an einem separaten Wandvorsprung hin.
Strukturell wurde im Bad wenig am ursprünglichen Grundriss geändert. Der Schornstein im hinteren Bereich bleibt bestehen und wird als räumliches Element integriert. Neu verputzt wurden die relevanten Wandflächen, der Rest ist Bestand. Das ist eine typische Fix-and-Flip-Entscheidung: Kostenintensive Umbaumaßnahmen vermeiden, dort investieren, wo die Wirkung am größten ist.
Parkett: Weißstich-Optik für zeitloses Design
Ein klares Highlight dieses Updates ist der frisch abgeholte Parkett. Er liegt bereit zur Verlegung und macht auf den ersten Blick Eindruck. Johannes zeigt eine einzelne Diele und erklärt seine Wahl:
Der Parkett hat einen leichten Weißstich, der ihn von klassischen hell- bis dunkelbraunen Varianten abhebt. Das macht ihn neutraler und nach Einschätzung von Johannes zeitloser. Brauntöne gehen schnell aus der Mode oder polarisieren, ein geweißter Parkett dagegen passt zu vielen Einrichtungsstilen und spricht im Verkauf eine breitere Zielgruppe an.
Dass der Parkett einiges gekostet hat, wird offen kommuniziert. Das ist ein wichtiger Aspekt beim Fix and Flip: Wer an den falschen Stellen spart, riskiert, dass das Objekt im Verkauf nicht den gewünschten Preis erzielt. Ein hochwertiger Bodenbelag gehört zu den Dingen, die Käufer und Mieter sofort wahrnehmen und bewerten.
Die Verlegung ist für die laufende Woche geplant. Sobald Parkett und Fliesen drin sind, rechnet Johannes damit, innerhalb von zwei Wochen ein Vorher-Nachher-Video schneiden zu können.
Schlafzimmer und Kinderzimmer: Noch im Rohbauzustand
Das zukünftige Schlafzimmer ist zum Zeitpunkt des Videos noch nicht wirklich zu begehen. Die Wände sind bereits weiß gestrichen, aber noch nicht fertig lackiert, weil parallel in der Wohnung gefliest wird und ständig Handwerker rein und raus laufen. Wer jetzt zu früh mit dem Lackieren anfängt, ärgert sich später über Schmutz und Kratzer.
Das zweite Zimmer, das als Kinderzimmer oder Arbeitszimmer genutzt werden kann, dient während der Bauphase als Arbeitsraum für die Fliesenleger. Hier wird geschnitten und geflext. Der Raum ist aktuell das "Fliesen-Zimmer" des ganzen Projekts.
Das zeigt eine Realität, die bei Fix-and-Flip-Projekten oft unterschätzt wird: Die Wohnung ist über Wochen hinweg kein geordneter Bauplatz, sondern ein echter Materiallager, in dem verschiedene Gewerke parallel arbeiten. Auf 75 Quadratmetern klingt das eng, und es ist auch eng.
Fehler machen gehört dazu: Ehrlicher Blick auf das Projekt
Johannes ist in diesem Video ungewöhnlich offen über die Schwierigkeiten des Projekts. Es werden Fehler gemacht, das Budget wird überzogen, und der Baumarkt ist aktuell der meistbesuchte Ort überhaupt. Immer wieder fehlt etwas, immer wieder muss nachgekauft werden.
Das ist keine Schwäche, das ist Fix and Flip in der Realität. Wer ein Objekt zum ersten Mal renoviert, wird nicht alles perfekt planen. Die Lernkurve ist steil, aber genau das macht die Erfahrung so wertvoll für alle weiteren Projekte.
Wichtig ist dabei die Grundhaltung: Fehler akzeptieren, trotzdem Tempo halten, und den Überblick nicht verlieren. Wer beim ersten Flip zu perfektionistisch plant, verliert Zeit, und Zeit kostet bei einer fremdfinanzierten Immobilie immer Geld.
Was als nächstes kommt: Finanzierungsvideo und Vorher-Nachher
Zwei Dinge werden für die kommenden Wochen angekündigt:
- In der nächsten Woche kommt das bereits angekündigte Finanzierungsvideo. Themen werden sein: Wie finanziert man einen Fix-and-Flip-Deal, wie viel Eigenkapital sollte man einbringen, welche Unternehmensstrukturen bevorzugen Banken, und was ist bei Laufzeit und Zinsen zu beachten.
- In zwei Wochen soll das Vorher-Nachher-Video fertig sein, sobald Parkett verlegt und Fliesen abgedichtet sind.
Das Finanzierungsthema ist für viele Fix-and-Flip-Einsteiger eines der größten Fragezeichen. Wie viel Eigenkapital ist nötig? Wie bekommt man überhaupt eine Finanzierung für ein Objekt, das man direkt nach der Renovierung wieder verkaufen will? Das sind Fragen, die den Unterschied machen zwischen einem erfolgreichen ersten Deal und einem, der auf der Strecke bleibt.
Fazit: Die Wohnung nimmt Form an
Part 3 des Fix-and-Flip-Projekts zeigt, wie aus einer Rohbaustelle schrittweise eine verkaufsfertige Wohnung wird. Betonfliesen in Küche und Bad, ein hochwertiger Parkett mit Weißstich-Optik, zweifach gestrichene Wände: Die handwerklichen Entscheidungen sind durchdacht und auf eine breite Käufergruppe ausgerichtet.
Gleichzeitig wird klar, dass ein solches Projekt immer Überraschungen bereithält. Fehler, Mehrkosten und ungeplante Baumarktbesuche sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Wer das von Anfang an einkalkuliert und mit einem ausreichenden Puffer in die Kalkulation geht, ist klar im Vorteil.
Die Serie begleitet das Projekt weiter bis zur Fertigstellung. Wenn du keine Folge verpassen willst, abonniere den Kanal und schau auf Instagram rein, wo es tägliche Stories und Live-Updates direkt von der Baustelle gibt.