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Flipper News (26.09.2026) - EZB erhöht, Baupreise steigen, Markt hält sich

Wochenrückblick: Was diese Woche wirklich gezählt hat

Was hat diese Woche wirklich gezählt, was bleibt, und worauf du nächste Woche achten solltest? Hier ist der Überblick.

EURIBOR 12M3,11 % ↗Flip-Zins ~4,6–4,8 %
EZB Leitzins2,65 % ↗+0,25 Pp. / 10.09.
Inflation DE2,9 % ↗Aug. 2026, Destatis
Baupreise+3,3 % ↗2026 ggü. Vorjahr
ETW Ø DE /m²3.286 €/m² ↗Bestand Sept. 2026

Die Woche im Überblick

EZB zieht erneut an: Hauptrefinanzierung jetzt bei 2,65 %

Das war das prägende Thema der vergangenen Wochen – und es hallt weiter nach. Am 10. September hat die EZB zum zweiten Mal in 2026 die Zinsen erhöht, jeweils um 25 Basispunkte. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt damit bei 2,65 Prozent, der Einlagensatz bei 2,50 Prozent. Begründung: Die Inflation im Euroraum ist Ende August auf 3,2 bis 3,3 Prozent geklettert, getrieben vom Nahostkonflikt und den Energiepreisen. EZB-Chefin Lagarde hat sich auf der Pressekonferenz auf nichts festgelegt. Nächste Entscheidung: 29. Oktober. Die Stimmung der Finanzmärkte? Angespannt. Eine dritte Erhöhung ist nicht ausgeschlossen.

Quelle: finanztip.de

Wohnimmobilienpreise Q2 2026: Plus 0,6 % – und damit kein Absturz

Destatis hat in dieser Woche die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 veröffentlicht: Wohnimmobilien verteuerten sich bundesweit um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Kein Boom, kein Einbruch, ein gedämpftes Weiterlaufen. Großstädte verlieren dabei leicht, die Peripherie zieht an. Was das fürs Flippen bedeutet: Der Markt trägt Verkaufspreise, aber der Spielraum ist eng. Wer beim Einkauf zaudert und zu teuer kauft, findet beim Verkauf keinen Puffer mehr.

Quelle: lbbw.de

ifo Wohnungsbau: Licht am Tunnel, aber noch kein Durchbruch

Das ifo Institut hat Mitte September eine merkliche Stimmungsverbesserung im Wohnungsbau gemeldet. Das Geschäftsklima stieg von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte – der stärkste Sprung seit Langem. Treiber: Die steigenden Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2026 (plus 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Das Problem: In den Auftragsbüchern ist davon noch wenig angekommen. 41,3 Prozent der Unternehmen berichten von Auftragsmangel, 13,4 Prozent von Projektabsagen. Die Hoffnung ist da, die Realität hinkt nach.

Quelle: ifo.de

Baupreise steigen wieder stärker: Bis zu 5 % im Jahresvergleich

Das BBSR hat seine aktuelle Baupreisprognose für 2026 veröffentlicht: plus 3,3 Prozent für Bauleistungen im Jahresschnitt. Destatis liefert noch konkretere Zahlen: Im Mai 2026 lagen die Baupreise für neue Wohngebäude bereits 5,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Kostentreiber sind Ausbauarbeiten (plus 5,1 Prozent) und Rohbau (plus 4,9 Prozent). Für Flipper bedeutet das: Die Renovierungskalkulation muss 2026 konsequent mit aktuellen Handwerkerpreisen gemacht werden – nicht mit den Werten von vor zwei Jahren.

Quelle: bbsr.bund.de

Baden-Württemberg dreht an der Mietpreisbremse: Mehr Städte, längere Laufzeit

Am 22. September hat der Ministerrat in Baden-Württemberg die Verlängerung der Mietpreisbremse über Ende 2026 hinaus auf den Weg gebracht. Neu dabei: Mannheim, Konstanz und Kehl fallen wieder unter die Regelung, nachdem sie zuletzt aus der Gebietskulisse geflogen waren. Die Gebietskulisse wächst von 89 auf potenziell mehr Kommunen. Für Flip-Investoren in BW wichtig: Neuvermietungen über zehn Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete werden damit weiter blockiert. Wer in betroffenen Gebieten mit Renditespekulation über Miete plant, muss rechnen.

Quelle: stm.baden-wuerttemberg.de

ifo Gesamtindex auf 3-Jahres-Hoch: Die Konjunktur zieht an, der Bau schaut zu

Am 25. September hat das ifo Institut seinen Geschäftsklimaindex für September veröffentlicht: 89,9 Punkte, ein Dreijahreshoch. Dienstleistungen und Handel ziehen an, die Erwartungen hellen sich auf. Das Bauhauptgewerbe hingegen? Nahezu unverändert. Der Tiefbau läuft, der Hochbau kommt nicht in die Gänge. Was das bedeutet: Die deutsche Konjunktur dreht, aber Handwerker werden dadurch nicht billiger. Wer jetzt Sanierungsprojekte startet, konkurriert mit anziehender Auslastung.

Quelle: ifo.de

Fazit

Die Woche hat in Kurzform gezeigt, was den Markt gerade ausmacht: steigende Zinsen, steigende Baupreise, aber kein Preiskollaps bei Immobilien. Der Markt trägt, aber die Marge ist dünn. Wer jetzt kauft, muss beim Einkaufspreis diszipliniert bleiben und beim Renovierungsbudget mit aktuellen Zahlen rechnen. Die nächste EZB-Sitzung am 29. Oktober wird zeigen, ob die Zinsen weiter steigen oder eine Pause eingelegt wird – den Termin solltest du im Kalender haben.