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Flipper News (30.07.2026) - Eigenkapital-Hürde, Klimarisiko, Gasheizung & Zinsen

Inflation, Zinsen und was das für Flipper bedeutet

Heute Nachmittag veröffentlicht Destatis die erste Inflation für Juli. Das wird der Starter-Schuss für alles, was in den nächsten Wochen bei Zinsen und Stimmung passiert. Dazu kommt Bewegung beim Iran-Waffenstillstand, ein Urteil, das Riester-Sparer freut, und eine Studie, die Eigentümer zum Umdenken zwingt.

EURIBOR 12M2,69 %Flip-Zins ca. 4,2–4,7 %
EZB Leitzins2,40 %+0,25 Pp. / 11.06.
Inflation DE2,3 % (Jun)Juli-Daten werden erwartet
Baupreise+3,3 % (Q1)Destatis Feb. 2026
ETW Ø DE /m²3.277 €/m²Ø Deutschland Jul. 2026

Markt & Preise

Eigenkapital-Problem wächst: 131.000 Euro für den ersten Schritt

Wer heute zum ersten Mal kaufen will, braucht im Schnitt rund 131.000 Euro Eigenkapital. Das zeigt das aktuelle Erschwinglichkeitsbarometer. Theoretisch könnten sich zwar rund 39 Prozent der 30- bis 44-jährigen Miethaushalte die laufende Finanzierung leisten. Aber das nötige Startkapital für die erste Rate fehlt. Für Flipper ist das eine gute Nachricht: Die Zielgruppe der Endkäufer hat Interesse, aber wartet auf den richtigen Moment.

Quelle: Handelsblatt

Klimarisiko wird zum Bewertungsfaktor: Hitzestress für Immobilien bis 2050

Ein neuer Bericht macht deutlich: Je nach Szenario könnten bis 2050 bis zu 68 Prozent des deutschen Gebäudebestands hohem bis sehr hohem Hitzestress ausgesetzt sein. Heute ist kaum ein Gebäude betroffen. Für Investoren bedeutet das konkret: Wer heute kauft, sollte die Klimarisikolage des Objekts prüfen. Das BBSR stellt dafür das Tool „GIS-ImmoRisk Naturgefahren" kostenlos zur Verfügung. Ein Klick, der sich lohnt, bevor man unterschreibt.

Quelle: immowelt impuls

Renovierung & Bau

Gasheizung: jetzt günstig, 2040 teuer – eine Studie rechnet vor

Das neue Heizungsgesetz erlaubt wieder den uneingeschränkten Einbau von Gas- und Ölheizungen. Aber eine bislang unveröffentlichte IW-Studie rechnet vor, was das langfristig kostet: Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung könnten die Heizkosten von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf fast 2.000 Euro im Jahr 2040 steigen. Eine Wärmepumpe schneidet im Vergleich deutlich günstiger ab. Das ist relevant fürs Flippen: Wer eine Gasheizung einbaut und das Objekt an einen langfristigen Käufer verkauft, könnte beim Weiterverkauf eine unschöne Diskussion über Folgekosten bekommen.

Quelle: immowelt impuls

Finanzen, Recht & Steuern

BGH kippt Verwaltungsgebühr: Riester-Bausparverträge bekommen Rückzahlungen

Gute Neuigkeit aus Karlsruhe: Der Bundesgerichtshof hat die jährliche Verwaltungsgebühr bei Riester-Bausparverträgen gekippt. Verbraucherschützer rechnen mit Rückzahlungen bei rund 1,4 Millionen Verträgen. Wer also solche Verträge hat oder bei Kaufprüfungen auf Objekte mit laufenden Bausparverträgen trifft: Das könnte frisches Kapital freisetzen, das zurück in den Markt fließt.

Quelle: immowelt impuls

Iran-Waffenstillstand: Ölpreis fällt, Bauzinsen könnten folgen

Die USA und der Iran haben die Kampfhandlungen eingefroren. Prompt ist der Ölpreis gesunken, Staatsanleihen legten zu. Das klingt gut für alle, die auf günstigere Bauzinsen hoffen. Wie nachhaltig das ist, bleibt offen: Der Konflikt war der Haupttreiber des Inflationsschocks in diesem Jahr. Wenn Energie dauerhaft billiger wird, sinkt der Druck auf die EZB für weitere Zinserhöhungen.

Quelle: LBBW Kapitalmärkte Daily

Basel III trifft Neubau und Sanierung: Banken fordern EU-Kurskorrektur

Seit 2025 gelten in der EU strengere Eigenkapitalregeln für Banken. Besonders betroffen sind Kredite für Neubau und Sanierung: Sie werden derzeit fast so bewertet wie bereits ausgefallene Kredite. Das macht solche Finanzierungen teurer als nötig. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken fordert jetzt von der EU dauerhafte Erleichterungen. Die EU-Kommission hat signalisiert, die Regeln vereinfachen zu wollen. Noch ist nichts beschlossen, aber der Druck wächst.

Quelle: immowelt impuls

Fazit

Der Iran-Waffenstillstand und die Juli-Inflationsdaten sind die zwei wichtigsten Datenpunkte dieser Woche. Wenn die Inflation wegen auslaufender Tankrabatte wieder anzieht, bleibt der Druck auf die Zinsen hoch. Zieht sie weniger stark als erwartet, könnte sich das Fenster für günstigere Bauzinsen im Herbst öffnen. Fürs Flippen gilt weiterhin: Einkauf mit kühlem Kopf, Sanierungskosten realistisch kalkulieren und beim Exit die steigenden Eigenkapital-Hürden der Käufer einpreisen. Wer ein Objekt mit klarer Energiebilanz und guter Lage anbietet, hat die besten Karten.