Unser Haus ist kaum wiederzuerkennen - So macht Häuser renovieren Spass
In dieser Folge zeigt Johannes den aktuellen Stand seines Schnäppchen-Hauses kurz vor dem Verkauf. Die Fassade ist neu gestrichen, die Treppe aufgearbeitet, die Garage steht kurz vor der Fertigstellung und der Makler ist bereits informiert. Ein ehrlicher Blick auf das, was aus einem hässlichen grünen Haus innerhalb weniger Wochen werden kann, wenn man konsequent dranbleibt.
Von grün zu grau: Die Fassade macht den Unterschied
Das wohl auffälligste Update in diesem Video ist die Fassade. Das Haus war vorher in einem auffälligen Grün gestrichen, das bei den Nachbarn offenbar seit Jahren für Unmut gesorgt hat. Johannes erzählt fast amüsiert, dass die Nachbarin kaum ihre Freude verbergen konnte, als sie hörte, dass die grüne Fassade endlich verschwindet. Jetzt ist alles in einem ruhigen Grauton gestrichen und fügt sich optisch viel besser in die Reihenhaussiedlung ein.
Was auf den ersten Blick simpel klingt, hat eine große Wirkung auf den Gesamteindruck der Immobilie. Ein einheitlicher, moderner Farbton macht ein Haus sofort attraktiver, sowohl für potenzielle Käufer als auch für die ganze Straße. Genau das ist einer der Kerngedanken beim Fix and Flip: mit verhältnismäßig kleinem Aufwand einen deutlich sichtbaren Mehrwert schaffen.
Konkret wurden gestrichen:
- Die gesamte Fassade in Grau
- Der Balkon und die Balkonverkleidung
- Das Vordach aus Holz, das ebenfalls in dasselbe Grau kommt
- Das Garagentor, das noch am selben Tag gestrichen wird
Kleine Details wie die runden Abschlüsse am Balkon werden noch abgesägt, um dem Haus einen moderneren Look zu geben. Solche Kleinigkeiten kosten kaum etwas, verändern aber das Gesamtbild spürbar.
Innen: Treppe, Elektrik und Zimmer auf der Zielgeraden
Im Inneren ist das Haus ebenfalls weit fortgeschritten. Besonders die Treppe hebt Johannes hervor. Sie wurde nicht ausgetauscht, sondern aufgearbeitet: abgeschliffen, die Leisten weiß gestrichen, alles bereinigt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Treppe vorher unter einem hässlichen Teppich und alten Kleberresten versteckt war.
Das ist ein wichtiger Grundsatz beim Renovieren von Bestandsimmobilien: Nicht alles muss neu sein. Oft reicht es, vorhandene Substanz sorgfältig aufzubereiten. Das spart Kosten und schont die Marge. Wer beim Fix and Flip jeden Euro zweimal umdreht, weiß, dass aufgearbeitete Treppen, Böden und Türen oft genauso gut wirken wie neue, wenn die Ausführung stimmt.
Bei der Elektrik läuft es ebenfalls gut. Die Steckdosen und Schalter werden komplett erneuert. Johannes hat sich für schlichte, eckige Modelle in Weiß mit leichter Glanzoptik entschieden. Ein interessantes Detail: Der beauftragte Elektriker war bereit, das selbst gekaufte Material einzubauen, was nicht selbstverständlich ist. Viele Elektriker verdienen am Material mit und lehnen fremdes Material ab. Wer einen guten Handwerker findet, der auch mit eigenem Material arbeitet, spart hier nochmal ordentlich.
Die Zimmer sind mittlerweile in Standardweiß gestrichen, die vorhandenen Bodenbeläge bleiben. Auch das ist eine bewusste Entscheidung: Wenn der Belag in einem akzeptablen Zustand ist, lohnt sich der Austausch oft nicht. Käufer passen den Boden bei Bedarf selbst an ihren Geschmack an.
Keller und Garage: Details, die Käufer überzeugen
Der Keller wurde im Video kurz gezeigt. Dort soll noch eine Heizung eingebaut werden. Johannes erwähnt als Option eine Pelletheizung, da sich das Fenster zur Straße gut zum Einfüllen der Pellets eignen würde. Öl kommt für ihn nicht mehr infrage, was dem aktuellen Markttrend entspricht. Moderne und effiziente Heizsysteme sind bei Käufern ein echtes Argument, gerade im aktuellen Immobilienmarkt Deutschland, wo Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Garage wurde im Video zum ersten Mal gezeigt. Aktuell lagert dort noch das Gerüst, das für die Fassadenarbeiten genutzt wurde. Das Gerüst wird entfernt, das Garagentor ebenfalls in Grau gestrichen und damit das einheitliche Farbkonzept des Hauses fortgeführt. Auch der Briefkasten wird noch neu angebracht.
Das Gartenhaus bleibt stehen. Die Entscheidung fiel bewusst: Stauraum ist für viele Käufer ein echtes Kaufargument, besonders bei Reihenhäusern mit begrenzter Innenfläche. Statt abzureißen wird es aufgearbeitet.
Jetzt kommt der Makler ins Spiel
Kurz vor dem Videodreh war bereits der Makler des Vertrauens vor Ort. Johannes arbeitet regelmäßig mit ihm zusammen, und die Vermarktung soll in etwa zwei Wochen starten, wenn alle Unterlagen vorbereitet sind. Dazu gehören der Energieausweis und alle weiteren Dokumente, die für einen Verkauf notwendig sind.
Der Hinweis auf den Energieausweis ist nicht unwichtig: Wer ein Haus verkaufen will, braucht dieses Dokument zwingend. Wer das zu spät in die Planung einbezieht, verliert wertvolle Zeit. Beim Fix and Flip zählt jeder Tag, denn laufende Kosten wie Zinsen, Nebenkosten und eventuelle Kreditraten laufen weiter, solange das Objekt nicht verkauft ist.
Johannes ist zuversichtlich. Das Haus ist kurz vor der Fertigstellung, der Makler ist briefed, die Unterlagen kommen in Kürze. Das zeigt, wie strukturiert eine solche Renovierung ablaufen kann, wenn man Handwerker, Makler und eigene Arbeiten gut koordiniert.
Flyer verteilen als Strategie zur Objektakquise
Ein kurzer, aber wichtiger Teil des Videos dreht sich nicht um das aktuelle Objekt, sondern um das nächste. Johannes ist bereits auf der Suche und verteilt Flyer, um günstige Objekte direkt von Eigentümern zu finden. Das Ergebnis bisher: überschaubar. Aber das ist beim Flyer-Marketing normal.
Wie Johannes selbst sagt: Es ist ein Zahlenspiel. Wer 1.000 oder 2.000 Flyer verteilt, bekommt vielleicht einen Anruf, der es wirklich wert ist. Das klingt entmutigend, ist aber eine der günstigsten und direktesten Methoden, um Off-Market-Immobilien zu finden. Wer sich nicht entmutigen lässt und konsequent bleibt, wird irgendwann belohnt. Das Prinzip gilt nicht nur für Flyer, sondern für die gesamte Akquise im Immobilienbereich.
Für Einsteiger in das Thema Fix and Flip ist das eine wichtige Botschaft: Die Renovierung selbst ist oft der einfachere Teil. Die wirkliche Herausforderung liegt im Finden des richtigen Objekts zum richtigen Preis. Wer hier systematisch vorgeht und verschiedene Kanäle nutzt, ob Flyer, Makler, Online-Portale oder Netzwerk, hat langfristig einen klaren Vorteil.
Was dieses Projekt zeigt
Das aktuelle Schnäppchen-Haus von Johannes ist ein gutes Beispiel dafür, was mit einer durchdachten Renovierung möglich ist. Kein Luxusumbau, keine komplett neue Einrichtung, kein unnötiger Aufwand. Stattdessen: klare Prioritäten, gute Handwerker, ein einheitliches Farbkonzept und eine sorgfältige Aufbereitung vorhandener Substanz.
Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick:
- Fassade in modernem Grauton gestrichen, komplett einheitlich inkl. Balkon, Vordach und Garage
- Treppe aufgearbeitet statt ausgetauscht, Leisten abgeschliffen und weiß gestrichen
- Elektrik erneuert mit selbst gekauftem Material, Einbau durch den Elektriker
- Zimmer weiß gestrichen, vorhandene Bodenbeläge behalten
- Keller mit geplanter Pelletheizung aufgewertet
- Gartenhaus erhalten und aufbereitet als Mehrwert für Käufer
- Makler bereits eingebunden, Vermarktung startet in zwei Wochen
Das zeigt: Erfolgreiche Kapitalanlage durch Fix and Flip bedeutet nicht zwingend maximalen Einsatz. Es bedeutet, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen und konsequent umzusetzen. Und manchmal reicht es, ein grünes Haus grau zu streichen, um die halbe Nachbarschaft zu begeistern.