Die besten Immobilien Deals finden 2021: Meine Akquise-Strategie
Wie findest du 2021 noch gute Immobilien Deals, wenn der Markt so hart umkämpft ist wie nie zuvor? Johannes zeigt in diesem Video ehrlich und direkt, welche Akquise-Strategien wirklich funktionieren, welche er selbst einsetzt und wo die Grenzen der einzelnen Methoden liegen. Kein Wundermittel, aber ein klarer Plan.
Akquise 2021: Tricks gibt es kaum noch, dafür funktionierende Methoden
Wer auf der Suche nach geheimen Tricks ist, um günstige Immobilien zu finden, wird enttäuscht sein. Johannes macht das gleich zu Beginn des Videos klar: So viele Raffinessen gibt es 2021 nicht mehr. Der Markt ist enger geworden, die Konkurrenz größer und die Reaktionszeiten kürzer. Wer trotzdem gute Deals landen will, braucht keine Magie, sondern Konsequenz und die richtigen Kanäle. Vier konkrete Akquise-Techniken stellt er vor, und alle vier haben ihre Berechtigung.
Akquise-Technik 1: Das Netzwerk ist das Fundament
Der mit Abstand wichtigste Baustein für einen konstanten Deal Flow ist das persönliche Netzwerk. Johannes betont, dass ohne ein gutes Netzwerk richtig guter Deal Flow schlicht nicht funktioniert. Das klingt nach einer Binsenweisheit, ist aber die härteste Wahrheit in der Immobilienakquise.
Was bedeutet ein gutes Netzwerk konkret? Zunächst geht es darum, mit allen Maklern in deiner Stadt in Kontakt zu sein. Die Makler sollen deinen Namen kennen. Sie sollen wissen, was du kaufen willst, in welchem Preissegment du dich bewegst, ob du renovierungsbedürftige Objekte oder Neubauten suchst, wie du finanzierst und wie schnell du abwickeln kannst. Je mehr Details die Makler über dich kennen, desto eher denken sie an dich, wenn ein passendes Objekt reinkommt, bevor es überhaupt online landet.
Dabei reicht es nicht, einmal anzurufen und dann zu warten. Du musst regelmäßig im Gedächtnis bleiben, sei es per Textnachricht, WhatsApp oder Instagram. Das Format ist egal, Hauptsache der Kontakt reißt nicht ab. Wenn der Makler deinen Vornamen kennt, hast du schon gewonnen.
Das Netzwerk hört aber nicht bei Maklern auf. Johannes nennt bewusst auch das private Umfeld: Oma, Mama, Papa, Freunde, Bekannte, der Friseur, die Supermarktkassiererin. Klingt übertrieben, ist es aber nicht. Jeder Mensch in deinem Umfeld kann theoretisch der Kontakt sein, der dich auf eine Immobilie hinweist, von der du sonst nie gehört hättest. Deshalb gilt: Jeder soll wissen, dass du Immobilien kaufst, was du suchst, in welcher Region, zu welchem Preis und wann.
Der einzige Haken beim Netzwerk: Es braucht Zeit. Bis du wirklich breit aufgestellt bist und dein Netzwerk für dich arbeitet, vergehen Monate, manchmal Jahre. Das ist eine Investition, die sich aber auszahlt.
Akquise-Technik 2: Online-Plattformen und Suchaufträge
Auf Platz zwei kommen die bekannten Online-Portale: Immobilienscout24, Immowelt, Ebay Kleinanzeigen und ähnliche Plattformen. Der Tipp klingt simpel, wird aber von vielen nicht konsequent genug umgesetzt. Auf jeder Plattform, auf der es möglich ist, solltest du einen Suchauftrag anlegen, der genau auf deine Kriterien zugeschnitten ist.
Der Vorteil: Du bekommst neue Angebote teilweise stündlich direkt in dein Postfach. Das kann auf Dauer nerven, ist aber notwendig. Denn ein guter Deal ist nach spätestens 24 Stunden weg, oft sogar schneller. Wenn du zu langsam reagierst, ist die Chance vorbei.
Um schnell reagieren zu können, empfiehlt Johannes, eine Standardantwort vorzubereiten, die du sofort verschicken kannst. Diese Nachricht soll erklären, wer du bist, was du suchst und warum der Verkäufer oder Makler gerade mit dir reden sollte. Du musst dich kurz, aber überzeugend verkaufen. Ohne ein Minimum an Überzeugungskraft läuft in der Immobilienakquise nichts.
Einen interessanten Hinweis gibt Johannes auch zu einem Tool, das er als eine Art Meta-Suchmaschine für Immobilien beschreibt. Diese Art von Dienst durchforstet das gesamte Internet nach passenden Angeboten gemäß deinen Kriterien, inklusive kleiner Seiten, die man in der Google-Suche erst auf Seite 10 finden würde. Du bekommst einmal täglich eine Zusammenfassung aller neu hochgeladenen Angebote. Manchmal taucht ein Objekt dabei mehrfach auf, aber besser zu viel Information als zu wenig.
Akquise-Technik 3: Postkarten und Offline-Direktansprache
Die dritte Methode ist klassisch und erfordert Beinarbeit: Postkarten drucken und verteilen. Das klingt altmodisch, hat aber seinen Reiz. Rund 2.000 Stück im A6-Format bekommst du für etwa 40 Euro, also ein überschaubares Investment. Der eigentliche Aufwand liegt im Verteilen.
Was draufstehen soll? Die Wahrheit. Johannes ist kein Fan von übertriebenen oder manipulativen Texten, in denen Investoren so tun, als ob sie dringend eine Wohnung für ihre Familie bräuchten, um Mitleid zu erwecken. Das mag kurzfristig funktionieren, kommt aber irgendwann zurück. Lieber ehrlich schreiben, wer du bist und was du suchst.
Die Erwartungen sollte man trotzdem im Zaum halten. Johannes selbst hat 250 Flyer verteilt, ohne dass jemand angerufen hat. Bei 1.000 verteilten Karten ruft vielleicht einer an, vielleicht zwei, vielleicht auch niemand. Der entscheidende Punkt: Du kannst das Ergebnis nicht kontrollieren. Mal melden sich mehrere, mal gar niemand.
Was diese Methode aber trotzdem interessant macht: Wenn jemand auf deine Karte reagiert, dann oft mit einem Off-Market-Objekt. Das heißt, du bist einer der wenigen oder vielleicht sogar der Einzige, der die Chance bekommt, dieses Objekt überhaupt zu sehen. Kein Wettbewerb, kein Bieterverfahren, direkte Ansprache. Das kann den Unterschied machen.
Zur Offline-Akquise gehören außerdem regionale Zeitungen und Anzeigenblätter, zum Beispiel der Kreisbote oder ähnliche lokale Heftchen. Eine Anzeige ist dort oft für relativ wenig Geld zu schalten. Johannes hat selbst eine Anzeige über zwei Monate laufen lassen, ohne einen einzigen Anruf zu erhalten. Er schließt aber nicht aus, dass der Text schlecht war und will es erneut versuchen. Auch hier gilt: Wenn etwas über solche Kanäle reinkommt, ist es oft wirklich Off-Market.
Akquise-Technik 4: Social Media als langfristiger Kanal
Die vierte Methode ist Social Media, und zwar in jeder Form. Das kann ein Instagram-Account sein, eine einfache Webseite, zum Beispiel über einen Anbieter wie Strato für rund fünf Euro im Monat, mit deiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Du kannst dein Suchprofil öffentlich sichtbar machen und Verkäufer oder Vermittler aktiv auf dich aufmerksam machen.
Die ehrliche Einschätzung dazu: Social Media kann sehr gut funktionieren, wenn du eine gewisse Reichweite aufgebaut hast. Aber genau das ist das Problem. Bis du eine relevante Sichtbarkeit erreichst, vergehen Monate oder sogar Jahre. Social Media ist kein schneller Kanal für den nächsten Deal, sondern eine langfristige Investition in deine Sichtbarkeit.
Wegdenken kann man das Thema trotzdem nicht mehr. Wer sich in sozialen Netzwerken eine Präsenz aufbaut und konsequent sichtbar bleibt, kann langfristig zu einem konstanten Deal Flow kommen. Wer es ignoriert, verschenkt Potenzial.
Fazit: Alle vier Wege gleichzeitig gehen
Wer alle vier Akquise-Techniken konsequent und gleichzeitig einsetzt, erhöht seine Chancen auf gute Immobilien Deals enorm. Eine Garantie für guten Deal Flow gibt es nicht, das macht Johannes klar. Aber die Kombination aus starkem Netzwerk, schneller Reaktion auf Online-Portalen, Direktansprache über Flyer und Anzeigen sowie einer aufgebauten Social-Media-Präsenz ist das, was erfahrene Immobilieninvestoren von Anfängern unterscheidet.
Das Netzwerk bleibt dabei das Fundament. Jeder gute Investor wird dir das bestätigen. Alles andere sind sinnvolle Ergänzungen, die ihre eigenen Stärken und Schwächen haben. Fang an, setz die Methoden um und bleib dran, auch wenn die ersten Flyer ohne Rücklauf bleiben.