Kaufnebenkosten
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung
Wer die Kaufnebenkosten unterschätzt, kalkuliert seine Immobilie von Anfang an zu positiv. Sie sind alle zusätzlichen Kosten neben dem Kaufpreis, in der Regel 9 bis 15 % davon.
Was zählt dazu?
Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 % je Bundesland), Notarkosten (rund 1,5 %), Grundbucheintrag (rund 0,5 %) und, falls beteiligt, Maklerprovision (bis zu 7,14 % inkl. USt, meist geteilt).
Wie hoch sind sie in der Praxis?
Ohne Makler meist 5 bis 8 %, mit Makler 10 bis 15 %. Bayern (3,5 % GrESt) liegt spürbar niedriger als NRW (6,5 %).
Finanziert die Bank die Nebenkosten mit?
In der Regel nicht. Banken verlangen dafür Eigenkapital, eine Vollfinanzierung ist selten und teurer.
Rechenbeispiel
Kaufpreis 400.000 €, Bayern: Grunderwerbsteuer 14.000 €, Notar/Grundbuch 8.000 €, Makler 14.280 €. Summe 36.280 € (9,07 %), Gesamtkosten 436.280 €.
Häufige Fehler
Pauschal 10 % ansetzen, ohne das Bundesland zu prüfen.
Maklerprovision vergessen, obwohl der Käufer meist einen Anteil trägt.
Nebenkosten aus dem Darlehen finanzieren wollen.
Passender Rechner: Finanzierungsrechner
Sind Kaufnebenkosten absetzbar?
Bei vermieteten Immobilien ja, über die AfA oder teils als Werbungskosten. Bei Selbstnutzung nicht.