Kranke Wohnungsrenovierung: Vorher-Nachher Roomtour durch unsere zweite Wohnung
In diesem Video zeigt Johannes die komplette Vorher-Nachher-Transformation der zweiten Fix-and-Flip-Wohnung. Vom verdreckten Teppichboden über Tapetenwände mit drei Schichten bis hin zu einem vollständig renovierten Badezimmer bekommst du einen ehrlichen Einblick, was bei einer konsequenten Wohnungsrenovierung möglich ist. Das Ergebnis spricht für sich.
Das zweite Flip-Projekt: Was dich erwartet
Wer schon das erste Vorher-Nachher-Video von Johannes kennt, weiß, dass der Vergleich zwischen Ausgangszustand und fertig renovierter Wohnung immer wieder beeindruckt. Beim zweiten Projekt zeigt sich, dass das Team nicht nur die Fehler aus dem ersten Flip vermieden hat, sondern das Ergebnis nach eigener Aussage nochmal deutlich besser geworden ist. Das Video führt Raum für Raum durch die fertige Wohnung und schneidet den jeweiligen Vorher-Zustand direkt dagegen.
Der Ausgangszustand war typisch für eine in die Jahre gekommene Bestandswohnung: Teppichboden in fast allen Räumen, mehrere Lagen Tapete an den Wänden, braune Holzfenster, veraltete Elektrik und ein Badezimmer, das grundlegend neu gedacht werden musste. Wer Fix and Flip betreibt oder darüber nachdenkt, findet hier einen sehr praxisnahen Überblick, was so ein Projekt wirklich bedeutet, an Zeit, Aufwand und handwerklichem Know-how.
Schlafzimmer: Klare Linie statt Chaos
Im Schlafzimmer war der Ausgangszustand aus heutiger Sicht kaum vorstellbar. Teppichboden, Tapeten, Kreuze an der Wand und braune Fensterrahmen prägten den Raum, dazu Möbel, die den Platz zusätzlich einengten. Was wurde daraus gemacht?
- Wände komplett weiß gestrichen
- Teppich raus, Eichenparkett verlegt
- Fensterrahmen lackiert und neue Griffe montiert
- Oberlichter ausgetauscht
- Moderne Innentüren eingebaut
- Elektrik komplett erneuert, alle Schalter und Steckdosen in Schwarz im skandinavischen Stil
Beim Boden hat das Team nach eigener Einschätzung noch einmal zugelegt. Der gewählte Eichenparkett mit leichtem Weißanteil zieht sich als roter Faden durch die gesamte Wohnung und sorgt für ein stimmiges, helles Gesamtbild. Der skandinavische Stil mit schwarzen Elektro-Elementen, weißen Wänden und hellem Holzboden ist kein Zufall, sondern bewusste Designentscheidung, die sich bei Besichtigungen und beim Verkauf oder der Vermietung auszahlt.
Flur und Elektrik: Sicherheit geht vor
Im Flur wurde die gesamte Elektrik auf Stand gebracht. Sicherungskasten, FI-Schalter und alle Lichtschalter wurden erneuert. Die Tür wurde weiß lackiert, passend zu den übrigen Türen in der Wohnung. Was noch aussteht, ist der Austausch eines alten Briefkastens des Vorbesitzers, das neue Modell liegt bereits bereit. Klingt nach einem Detail, ist aber bei Fix-and-Flip-Projekten typisch: Bis zur Besichtigung werden auch die letzten kleinen Punkte abgearbeitet.
Gerade bei der Elektrik gilt: Was hier gespart wird, rächt sich später. Wer eine Wohnung kauft, renoviert und weiterverkauft oder vermietet, muss sicherstellen, dass die Technik dem aktuellen Stand entspricht. Das schützt nicht nur vor rechtlichen Problemen, sondern ist auch ein echtes Verkaufsargument gegenüber Käufern und Mietern.
Küche: Der Pub-Stil als Hingucker
Die Küche ist einer der Räume, über die im Video am ausführlichsten gesprochen wird, und das zu Recht. Johannes setzt hier bewusst auf einen Pub-Küchen-Stil, der polarisiert, aber im Gedächtnis bleibt. Manche Interessenten bei der Besichtigung waren überrascht, weil sie eine klassische Einbauküche erwartet hatten. Trotzdem ist die Entscheidung aus seiner Sicht richtig.
Die Requisiten für den Pub-Look haben rund 400 Euro gekostet. Dieser Betrag relativiert sich schnell, wenn man bedenkt, dass die Einrichtung mehrfach wiederverwendet werden kann und sich der Effekt auf den erzielbaren Kaufpreis positiv auswirkt. Wer beim Fix and Flip auf Staging und Inszenierung der Räume setzt, erzielt in der Regel bessere Preise, weil Interessenten sich einfacher vorstellen können, wie sie in der Wohnung leben würden.
Zusätzlich wurde bei der Besichtigung mit Kaffeeduft gearbeitet, ein kleiner psychologischer Trick, der eine angenehme Atmosphäre erzeugt. Bei der Beleuchtung wurde konsequent auf Helligkeit gesetzt: Strahler wurden nachgerüstet, Oberlichter ausgetauscht, alles wirkt offen und freundlich. Auch hier gilt: Ein heller Raum verkauft sich besser als ein dunkler.
Badezimmer: Die aufwendigste Baustelle
Das Badezimmer war die größte und anspruchsvollste Baustelle in diesem Flip. Hier wurde fast alles verändert, nur Tür und Oberlicht blieben erhalten. Was konkret gemacht wurde:
- Wand versetzt und neu hochgemauert
- Spülkasten in die Wand eingebaut (UP-Spülkasten)
- Decke abgehängt, weil das Gebäude eine Deckenheizung hat und die Decke deshalb nicht geputzt werden darf
- Ebenerdige Dusche mit kleinem gemauerten Podest realisiert
- Graue Fliesen, passend zur Küche, für ein einheitliches Bild
- Eichenholz gebürstet und mit Weißanteil behandelt für den WC-Vorbaukasten
- Fußboden ebenfalls mit Weißanteil für ein stimmiges Gesamtbild
Die ebenerdige Dusche wurde über ein cleveres Detail gelöst: Ein gemäuertes Podest, ungefähr so hoch wie eine normale Treppenstufe, schafft das nötige Gefälle, ohne dass tief in den Boden eingegriffen werden musste. Das war laut Johannes relativ unkompliziert und ist eine Lösung, die er wieder so umsetzen würde.
Besonders erwähnenswert ist die Badtür, die vom jüngeren Bruder gefertigt wurde, der gerade seinen Schreinermeister macht. Die Tür aus Eichenholz ist so hochwertig ausgefallen, dass sie laut Johannes auch in einer Münchner Penthouse-Wohnung nicht fehl am Platz wäre. Solche handwerklichen Details machen bei einem Fix-and-Flip-Projekt den Unterschied zwischen einer ordentlich renovierten Wohnung und einem Objekt, das wirklich im Gedächtnis bleibt.
Der Abstellraum, der durch das Versetzen der Wand etwas kleiner geworden ist, ist trotzdem noch großzügig bemessen. Die elegante Holztür, die ihn verbirgt, lässt ihn nicht wie eine störende Nebensache wirken.
Wohnzimmer und Esszimmer: Mehr Raum, mehr Licht
Der große Wohn- und Essbereich hat sich laut Johannes gefühlt verdoppelt, auch wenn sich an der Raumgröße baulich nichts verändert hat. Der Effekt kommt durch konsequentes Weißstreichen der gesamten Front, den hellen Parkettboden und die nun freie Raumwirkung ohne die alten Teppiche und Tapeten.
Was im Vorher-Zustand zu finden war:
- Drei Lagen Tapete, alle händisch abgekratzt
- Teppichboden, der laut Johannes zwei Tage zum Entfernen gebraucht hat
- Veraltete Elektrik
Was jetzt da ist:
- Weiße Wände, heller Boden, angepasste Elektrik
- Direkter Zugang zum Balkon über eine große Glasfront
- Sonne von der richtigen Seite, was den Raum den ganzen Tag über freundlich wirken lässt
Gerade die Glasfront mit dem angrenzenden Balkon ist ein echter Pluspunkt beim Verkauf oder der Vermietung. Wer als Kapitalanleger eine Wohnung erwirbt, sollte immer auf solche natürlichen Vorzüge achten, die durch eine gute Renovierung erst richtig zur Geltung kommen.
Balkon: Kleiner Aufwand, große Wirkung
Beim Balkon wurde mit verhältnismäßig wenig Aufwand viel erreicht. Die Wände wurden weiß aufgefrischt, und auf dem Boden wurde ein Lattenrost aus Douglasienholz gebaut. Douglasie ist wetterfest, in jedem Baumarkt erhältlich und sieht gut aus. Der Bau des Lattenrosts hat rund zwei bis drei Stunden Arbeitszeit gekostet, ist aber optisch sehr wirkungsvoll.
Dazu kommt die Lage auf der Südwestseite mit Blick ins Grüne. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Baumbewuchs in vollem Gange, was den Balkon deutlich einladender wirken lässt als beim letzten Besuch im Winter. Solche saisonalen Unterschiede sollte man bei Besichtigungsterminen im Hinterkopf behalten: Ein Balkon im Sommer verkauft sich einfach besser.
Was dieses Fix-and-Flip-Projekt lehrt
Am Ende des Videos zieht Johannes ein klares Fazit. Das Ergebnis ist besser als beim ersten Flip-Projekt. Das Team hat aus Fehlern gelernt, neue Fehler gemacht und daraus wieder gelernt. Genau das ist der Kern dieses Ansatzes: Jedes Projekt macht dich besser, schneller, günstiger.
Ein paar Punkte, die aus dieser Roomtour als Lektionen mitgenommen werden können:
- Konsistenz beim Design zahlt sich aus. Ein durchgängiger Stil (hier: Skandinavisch mit Eiche, Weiß und Schwarz) wirkt hochwertiger als ein Mix aus verschiedenen Einflüssen.
- Gutes Team ist alles. Ohne verlässliche Handwerker, Familienunterstützung und ein eingespieltes Netzwerk ist ein Fix-and-Flip-Projekt kaum sauber abzuwickeln.
- Kleine Details machen den Unterschied. Schwarze Lichtschalter, gebürstetes Eichenholz am WC-Vorbaukasten, eine handgefertigte Badtür: Das sind die Dinge, die Besichtigungsgäste nicht vergessen.
- Staging und Inszenierung gehören dazu. Ob Kaffeeduft, Strahler oder der Pub-Look in der Küche: Wer beim Verkauf auf Emotionen setzt, erzielt bessere Preise.
- Früh einkaufen spart Zeit und Geld. Material rechtzeitig zu beschaffen ist eine der Lektionen, die Johannes explizit erwähnt und zu der er ein eigenes Video ankündigt.
Das nächste Projekt ist bereits in Planung und soll möglicherweise größer werden. Wer Fix and Flip in Deutschland verfolgen und aus echten Projekten lernen möchte, ist bei Flipper Immo genau richtig.