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Nächste Wohnung renovieren Teil 2 | Was ist passiert? | Flipper

In diesem Update-Video zeigt Johannes den aktuellen Stand der laufenden Privatbaustelle, die er bereits in Teil 1 vorgestellt hat. Du bekommst einen ehrlichen Rundgang durch alle Räume und siehst, was seit dem letzten Video passiert ist, wo die Renovierung steht und was als nächstes ansteht, bevor der Boden verlegt wird.

Der aktuelle Baustand im Überblick

Wer das erste Video zu dieser Baustelle kennt, weiß: Es handelt sich um ein privates Projekt von Johannes, keine klassische Fix-and-Flip-Transaktion, aber dennoch ein gutes Beispiel dafür, wie eine Renovierung Schritt für Schritt abläuft. In Teil 2 gibt es keinen dramatischen Vorher-Nachher-Effekt zu sehen, sondern genau das, was eine Renovierung in der Mitte meistens ist: viele Gewerke laufen parallel, vieles ist schon erledigt, aber noch nichts ist ganz fertig. Genau diese Phase ist für Immobilieninvestoren und Eigennutzer gleichermaßen wichtig zu verstehen.

Das Wesentliche: Die Wohnung befindet sich in fast allen Bereichen auf einem ähnlichen Stand. Verputzen, Verspachteln, Elektrik und Sanitär sind weitgehend abgeschlossen. Was noch fehlt, sind der finale Anstrich und der neue Boden. Dann geht es in die Zielgerade.

Putz, Spachtel und Holzoberflächen

Seit dem letzten Video wurde alles verputzt. Die Wände in den Zimmern wurden verspachtelt und mit Gewebe belegt, was die Oberfläche stabilisiert und für den Anstrich vorbereitet. Das ist eine solide Grundlage, die man bei der Renovierung von Bestandsimmobilien nicht überspringen sollte, gerade wenn die alten Wände Risse oder Unebenheiten haben.

Die Holzelemente, darunter Balken und andere sichtbare Holzteile, wurden abgeschliffen und werden noch einmal mit Öl eingelassen. Das ist eine klassische und langlebige Behandlung für Holzoberflächen, die sowohl optisch ansprechend ist als auch das Material schützt. Bei Altbauten mit sichtbaren Holzbalken lohnt sich dieser Aufwand fast immer, weil solche Strukturen nach der Behandlung einen hochwertigen Eindruck hinterlassen und den Charakter der Wohnung unterstreichen.

Elektrik: Komplett erneuert

Die Elektrik ist im gesamten Haus fertig. Das ist ein zentraler Meilenstein bei jeder Renovierung, weil danach andere Gewerke aufbauen können. Neue Leitungen wurden eingeschlitzt, neue Dosen gesetzt. Ein praktischer Vorteil bei dieser Baustelle: Da der alte Parkett drin bleibt und der neue Eichenparkett schwimmend darüber verlegt wird, musste beim Einschlitzen der Elektrikleitungen nicht auf den Boden geachtet werden. Auch beim Streichen der Wände muss nichts abgeklebt oder ausgelegt werden, weil der Boden danach verlegt wird. Das spart Zeit und Nerven.

Wer Baustellen koordiniert, kennt diesen Vorteil: Wenn der Boden zuletzt kommt, arbeitet man in allen anderen Gewerken freier und schneller. Das ist kein Zufall, sondern bewusste Planung.

Badezimmer: Die größte verbleibende Baustelle

Das Badezimmer ist noch die aufwendigste offene Baustelle in der Wohnung. Seit dem letzten Video wurde eine neue Wand eingezogen. Der Grund: Hier entsteht eine ebenerdige Dusche mit 80 cm Breite, die barrierefrei und modern wirkt. Gefliest wird mit großformatigen Fliesen in der Größe 60 x 120 cm. Dieses Format ist in der modernen Badsanierung sehr gefragt, weil es Räume optisch größer wirken lässt und weniger Fugen bedeutet, also weniger Reinigungsaufwand für spätere Bewohner.

Das Sanitär ist soweit abgeschlossen. Bei der Toilette wurde ein Unterputzspülkasten eingebaut, eine Lösung, die platzsparend ist und im Badezimmer ein aufgeräumtes Bild ergibt. Für Kapitalanleger und Fix-and-Flip-Investoren ist das eine sinnvolle Investition, weil Bäder mit modernem Sanitär bei der Vermarktung deutlich besser ankommen als Bäder mit altem Aufputzsystem.

Neue Raumaufteilung: Trockenbau schafft Mehrwert

Im Flur wurde ein neuer Raum per Trockenbau geschaffen, den es im ersten Video noch nicht gab. Die Funktion: Hier kommt die Waschmaschine hin. Die Anschlüsse sind bereits verlegt. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit vergleichsweise geringem Aufwand eine sinnvolle Raumaufteilung schafft, die den Wohnkomfort deutlich steigert.

Trockenbau ist bei solchen Projekten eines der flexibelsten Werkzeuge. Er ist schnell, vergleichsweise günstig und lässt sich gut in den laufenden Renovierungsablauf integrieren. Dieser neue Raum ist laut Johannes bereits so weit fertig, dass nur noch gestrichen und der Boden verlegt werden muss.

Eine Tür wird zur Wand, eine Wand zur Steckdose

Ein Detail, das zeigt, wie eine Renovierung den Grundriss sinnvoll verändern kann: Wo früher eine Tür war, ist jetzt eine geschlossene Wand mit Steckdose. Die ehemalige Türöffnung wurde zugemauert, verspachtelt und wird nach dem Streichen kaum noch sichtbar sein. Statt eines sinnlosen Durchgangs gibt es jetzt eine nutzbare Ecke mit Stromanschluss. Kleine Eingriffe wie dieser können die Alltagstauglichkeit einer Wohnung deutlich verbessern, ohne viel zu kosten.

Dahinter befand sich übrigens der Raum mit dem berüchtigten roten Teppich aus Teil 1. Der Teppich ist noch drin, wird aber als nächstes entfernt, damit auch dort der neue Parkett durchgezogen werden kann.

Neuer Eichenparkett schwimmend über Altparkett

Der Boden ist in der gesamten Wohnung vorbereitet. Die Entscheidung: Der alte Parkett bleibt als Untergrund drin, und darüber wird neuer Eichenparkett schwimmend verlegt. Das ist eine pragmatische Lösung, die Zeit und Kosten spart. Den alten Belag rausreißen wäre aufwendiger und teurer, solange er plan und stabil liegt, spricht nichts dagegen, ihn als Unterkonstruktion zu nutzen.

Eichenparkett ist im Bereich Renovierung und Kapitalanlage eine gute Wahl. Er ist langlebig, sieht hochwertig aus und wird von Mietern wie Käufern positiv wahrgenommen. Gerade im Vergleich zu Laminat oder Vinyl macht echter Parkett in Altbauwohnungen einen echten Unterschied in der Wahrnehmung des Objekts.

Wärmedämmung im Treppenhaus: Eine neue Wand im Gang

Im oberen Flurbereich wurde ebenfalls eine neue Wand gezogen. Der Grund ist funktional: Früher war dort nur ein Geländer, was bedeutete, dass die Wärme auf dieser Etage nach oben gezogen ist. Die neue Wand schließt den Bereich ab und hält die Wärme in der Wohneinheit. Das ist keine glamouröse Maßnahme, aber eine, die sich beim Heizverhalten der Wohnung bemerkbar macht und bei einer späteren Vermietung oder Vermarktung durchaus relevant ist.

Was kommt als nächstes?

Johannes kündigt im Video an, dass es ein weiteres Update geben wird, sobald der Boden verlegt ist und das Bad weiter fortgeschritten ist. Das macht Sinn, denn der Bodenbelag ist bei einer Renovierung der Moment, in dem eine Wohnung optisch den größten Sprung macht. Alles davor wirkt oft noch wie eine Baustelle. Sobald der Parkett liegt, sieht man das Ergebnis.

Für den nächsten Stand stehen also folgende Arbeiten an:

  • Wände und Decken streichen, Decke einmal, Wände mit einer hellen Lasur
  • Eichenparkett verlegen in allen Zimmern, Küche und Flur
  • Teppich entfernen im letzten Zimmer, dann dort ebenfalls Parkett verlegen
  • Bad fertigstellen: Fliesen verlegen, Dusche einbauen, fertig einrichten
  • Neue Dosen setzen im Trockenbauraum
  • Holzbalken ein weiteres Mal ölen

Was Immobilieninvestoren aus diesem Update mitnehmen können

Dieses Video ist kein spektakuläres Transformationsvideo, und genau das macht es wertvoll. Es zeigt, wie eine Renovierung in der Praxis aussieht: viele Gewerke gleichzeitig, viel unsichtbare Arbeit, und ein Fortschritt, der sich nicht immer direkt in schönen Bildern niederschlägt. Wer selbst Wohnungen renoviert oder plant, in Fix-and-Flip-Projekte einzusteigen, kennt diese Phase gut.

Ein paar konkrete Lernpunkte aus diesem Update:

  • Gewerke in der richtigen Reihenfolge planen: Elektrik und Sanitär zuerst, Boden zuletzt. Das spart Abklebarbeiten und schützt den neuen Boden.
  • Trockenbau gezielt einsetzen: Neue Raumaufteilungen oder Abschlüsse lassen sich schnell und kosteneffizient umsetzen.
  • Pragmatische Lösungen statt Perfektion: Alter Parkett als Unterkonstruktion nutzen, wo es möglich ist. Das spart Zeit und Budget.
  • Badezimmer sind zeitaufwendig: Gerade bei großformatigen Fliesen und ebenerdigen Duschen sollte man im Zeitplan genug Puffer einrechnen.
  • Dokumentation lohnt sich: Wer Bauphasen festhält, kann später besser nachvollziehen, was gemacht wurde, und das auch gegenüber Käufern oder Mietern belegen.

Das nächste Update kommt, sobald der Boden drin ist. Dann wird man sehen, was wirklich draus geworden ist.