Nächste Wohnung renovieren Teil 2 | Was ist passiert? | Flipper
In diesem Update-Video zeigt Johannes den aktuellen Stand einer privaten Baustelle, die bereits in einem früheren Video vorgestellt wurde. Du bekommst einen ehrlichen Blick darauf, was sich seit dem letzten Besuch auf der Wohnung getan hat, wo die Renovierung schon weit fortgeschritten ist und wo noch die größten Baustellen warten.
Der aktuelle Stand der Renovierung
Wer das erste Video zu dieser Wohnung gesehen hat, weiß, was der Ausgangszustand war. Jetzt ist einiges passiert, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht nach einem riesigen Vorher-Nachher-Effekt aussieht. Genau das ist ein typisches Phänomen bei Renovierungsprojekten: Die meisten Arbeiten, die den größten Aufwand bedeuten, sind die unsichtbaren. Verputzen, Verspachteln, Schleifen, Elektrikleitungen, Sanitär. All das sieht am Ende kaum jemand, aber ohne diese Grundlage funktioniert nichts.
In diesem privaten Fix-and-Flip-Projekt wurden in der Zwischenzeit folgende Gewerke bearbeitet:
- Wände verputzt und verspachtelt, teilweise mit Gewebe armiert, damit die Oberflächen dauerhaft rissefrei bleiben.
- Holzteile abgeschliffen, darunter Balken, die anschließend noch einmal mit Öl eingelassen werden, um das natürliche Holz langfristig zu schützen und optisch aufzuwerten.
- Elektrik fertiggestellt, das gesamte Haus wurde neu verkabelt. Neue Leitungen wurden in die Schlitze eingezogen, neue Dosen gesetzt. Die Elektrik gilt als abgeschlossen.
- Sanitär weitgehend fertig, darunter der Einbau eines Unterputzspülkastens bei der Toilette.
Das Badezimmer als größte verbleibende Baustelle
Wer auf einer Renovierungsbaustelle weiß, wo erfahrungsgemäß die meiste Zeit und das meiste Geld draufgeht, der weiß: Es ist fast immer das Bad. Auch hier ist das nicht anders. Das Badezimmer ist noch eine der größten offenen Aufgaben im Projekt.
Seit dem letzten Video wurde eine neue Wand eingezogen. Der Grund dafür ist funktional: Hinter der Wand entsteht eine ebenerdige Dusche mit 80 cm Einbautiefe. Ebenerdige Duschen sind heute Standard, wenn man eine Wohnung hochwertig vermieten oder verkaufen möchte. Sie wirken großzügig, sind barrierefrei nutzbar und lassen sich optisch sehr ansprechend gestalten.
Für die Fliesen hat Johannes sich für ein Format entschieden, das in modernen Renovierungen immer beliebter wird: 60 x 120 cm Großformatfliesen. Diese Formate wirken in kleinen Bädern optisch raumvergrößernd, da weniger Fugen sichtbar sind. Der Verlegeaufwand ist zwar etwas höher als bei klassischen Kleinformaten, das Ergebnis rechtfertigt das aber in der Regel. Wer Wohnungen vermietet oder verkauft, weiß, dass das Bad oft das Zünglein an der Waage ist, wenn potenzielle Mieter oder Käufer eine Entscheidung treffen.
Zimmer, Küche und Flur: Fast auf der Zielgeraden
Die Wohnräume sind in einem fortgeschrittenen Zustand. Die Wände wurden verspachtelt und sind bereit für den Anstrich. Gestrichen wird in einem hellen Ton, wahrscheinlich mit einer weißen Lasur, um den Räumen Helligkeit zu geben. Die Decke kommt mit einem einmaligen Anstrich aus, die Wände werden einmal gestrichen.
Ein praktischer Vorteil dieser Baustelle: Der neue Eichenparkett wird schwimmend über den alten Parkett verlegt. Das spart erheblich Zeit und Kosten, weil der alte Belag nicht komplett entfernt werden muss. Gleichzeitig bedeutet das, dass beim Malen kein Boden abgeklebt oder ausgelegt werden muss. Man streicht einfach durch, legt danach den Boden und ist fertig. Wer schon mal auf einer Baustelle war, weiß, wie viel Zeit solche scheinbar kleinen Aspekte der Arbeitsreihenfolge sparen können.
Im Flur wurde eine neue Wand in Trockenbauweise errichtet. Dahinter kommt der Waschmaschinenanschluss, der bereits vorbereitet ist. Dieser neue Raum ist im Prinzip schon fertig vorbereitet: weiß streichen, Boden verlegen, neue Steckdosen setzen, und das war es.
Die Küche ist ebenfalls vorbereitet: Wände fertig, bereit für Farbe und Bodenbelag. Auch hier zeigt sich, dass man auf der gesamten Wohnung eigentlich auf einem ähnlichen Stand ist. Es fehlen im Wesentlichen noch drei Dinge: Streichen, Parkett verlegen und das Bad fertigstellen.
Kleine Details, die den Unterschied machen
Wer genau hinschaut, entdeckt auf dieser Baustelle einige clevere Detaillösungen, die zeigen, dass bei einem Fix-and-Flip-Projekt nicht nur die großen Gewerke zählen, sondern auch das Denken in Nutzbarkeit und Funktionalität.
Ein Beispiel: An der Stelle, wo früher eine Tür war, wurde die Öffnung geschlossen. Kaum sichtbar nach dem Verputzen und Streichen bleibt eine leichte Kante, die aber nach dem Anstrich verschwinden wird. Wo früher die Tür war, sitzt jetzt eine neue Steckdose. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist es aber nicht. Eine Ecke, die vorher durch die Tür gar nicht nutzbar war, wird so zur vollwertigen Wandfläche mit Anschluss. Das macht in der Praxis für zukünftige Bewohner einen spürbaren Unterschied.
Im Flur wurde außerdem eine neue Wand eingezogen, die früher nur ein offenes Geländer war. Der Hintergedanke: Wärme soll auf der Etage bleiben und nicht nach oben abziehen. Auch das ist ein Detail, das sich nicht direkt in einem Vorher-Nachher-Foto zeigt, aber in der Energieeffizienz und im Wohnkomfort der Wohnung bemerkbar macht.
Was kommt als nächstes?
Der nächste große Meilenstein auf dieser Baustelle ist der Parkettboden. Sobald der verlegt ist, sieht die Wohnung mit einem Schlag komplett anders aus. Das ist bei Renovierungsprojekten immer wieder dasselbe Bild: Wochen der unsichtbaren Vorarbeit, und dann kommt der Boden rein und plötzlich sieht alles fertig aus. Gleichzeitig soll auch das Badezimmer bis dahin weiter vorangebracht werden.
Johannes kündigt an, sobald der Boden drin und das Bad weiter fortgeschritten ist, wieder zu filmen. Dann wird auch für Außenstehende klar sichtbar, was auf dieser Baustelle entstanden ist.
Was du aus diesem Update mitnehmen kannst
Auch wenn dieses Video kein dramatisches Vorher-Nachher zeigt, steckt darin eine wichtige Lektion für alle, die sich mit Immobilieninvestitionen und Fix-and-Flip beschäftigen: Der größte Teil einer Renovierung ist unsichtbare Arbeit. Verputzen, Elektrik, Sanitär, Trockenbau. Das sind die Gewerke, die Zeit kosten, die Budget verschlingen und die man am Ende nicht sieht. Wer das nicht einplant, unterschätzt den Aufwand und die Kosten einer Renovierung systematisch.
Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie wichtig eine durchdachte Reihenfolge der Arbeiten ist. Schwimmend verlegter Parkett über Bestandsparkett spart Zeit beim Streichen. Eine geplante Wand im Flur verbessert die Energieeffizienz. Eine umgeplante Tür macht eine Ecke nutzbar und bringt eine Steckdose an eine sinnvolle Stelle. Das sind keine Zufälle, sondern das Ergebnis davon, dass man beim Renovieren mitdenkt und nicht einfach nur Gewerke abhakt.
Für alle, die selbst mit dem Gedanken spielen, eine Wohnung zu renovieren und weiterzuverkaufen oder in die Vermietung zu bringen: Schau dir das erste Video zu diesem Projekt an und verfolge die Entwicklung hier weiter. Die nächste Folge mit fertigem Boden und weiter fortgeschrittenem Bad wird zeigen, wie aus einer rohen Baustelle eine vermarktungsfertige Wohnung wird.