Neues aus unserem Haus | Flipper Update
In dieser Folge gibt Johannes ein frisches Update vom laufenden Fix-and-Flip-Projekt: Die Fassade ist von Dunkelgrün zu Weiß gewandert, die Treppe wurde aufgearbeitet, eine neue Kellertür ist drin und der Garten wurde winterfest gemacht. Dazu stellt er die Community vor eine Entscheidung: Bleibt die alte Gartenhütte stehen oder kommt sie weg?
Vom grünen Ausreißer zum weißen Haus: Die Fassade ist fertig
Wer das Haus noch aus den ersten Folgen kennt, erinnert sich: Die Fassade war in einem satten, eher eigenwilligen Grün gestrichen, während die gesamte Nachbarschaft seit Jahren auf Weiß setzt. Das Haus war damit buchstäblich der einzige Ausreißer in der Straße. Genau das ist beim Fix-and-Flip-Ansatz eines der ersten Dinge, die auffallen: Ein Objekt, das optisch aus dem Rahmen fällt, zieht weniger Kaufinteressenten an und erzielt am Ende einen niedrigeren Verkaufspreis.
Die Handwerker haben ganze Arbeit geleistet. Die Fassade wurde in eineinhalb Stunden gestrichen, Johannes und sein Team kamen am nächsten Morgen auf die Baustelle und alles war bereits fertig. Wer schon mal ein Renovierungsprojekt koordiniert hat, weiß: Das ist ein sehr angenehmes Problem. Schnelle, zuverlässige Handwerker sind im aktuellen Marktumfeld Gold wert.
Der Vorher-Nachher-Effekt ist deutlich: Das Haus wirkt nun deutlich frischer, heller und passt sich harmonisch in das Straßenbild ein. Gerade bei Kapitalanlagen und Fix-and-Flip-Projekten spielt der erste Eindruck von der Straße aus eine wichtige Rolle. Potenzielle Käufer oder Mieter entscheiden in den ersten Sekunden, ob sie sich ein Leben in diesem Haus vorstellen können.
Die Treppe: Von gammeligem Teppich zum aufgearbeiteten Holz
Im Inneren des Hauses war die Treppe bislang mit altem Teppich bedeckt, den Johannes selbst als klassischen "Gambia-Teppich" beschreibt. Darunter lag allerdings Holz, das es wert war, gerettet zu werden. Das Team hat die Stufen abgeschliffen, Löcher mit Holzspachtel geschlossen und die Zwischenräume neu verputzt. Passend zum restlichen Innenraum wurde der gleiche Putz verwendet, der auch an den Wänden zum Einsatz kam.
Der nächste Schritt ist das Einölen mit einem Naturöl, damit das Holz geschützt ist und einen wohnlichen, warmen Charakter bekommt. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man bei Renovierungsprojekten mit vergleichsweise geringem Materialeinsatz ein hochwertiges Ergebnis erzielen kann. Statt teure neue Treppenstufen zu kaufen, wurde das vorhandene Material aufgearbeitet. Das spart Geld und schont das Budget, was bei Fix-and-Flip-Projekten direkt die Rendite verbessert.
Der Rest des Hauses folgt demselben Prinzip: konsequent Weiß, aufgeräumt, hell. Die Fensterläden, die früher dunkelbraun und in Kunststoff-Holzoptik gehalten waren, haben ebenfalls eine Auffrischung bekommen. Klein, günstig, aber im Gesamtbild ein deutlicher Unterschied.
Garten und Aussenbereich: Aufräumen statt neu anlegen
Im Winter lässt sich an einem Garten nicht viel gestalten, aber das Team hat genutzt, was möglich war. Die Beete wurden begradigt, Unkraut gezogen, Herbstlaub entfernt und die Begrenzungen sauber gezogen. Das klingt unspektakulär, macht aber einen großen Unterschied beim ersten Eindruck eines Kaufinteressenten.
Ein weiteres Detail: Der alte Brunnen im Garten, der laut Johannes schlicht nutzlos war, wurde abgebaut. Solche Elemente ziehen selten Punkte im Verkaufsgespräch, können aber leicht als Pflegeaufwand oder Störfaktor wahrgenommen werden. Weg damit, den Platz freihalten, das Grundstück wirkt größer und aufgeräumter.
Gerade bei Bestandsimmobilien, die im Fix-and-Flip-Verfahren aufgewertet werden, lohnt es sich, genau hinzuschauen, was bleibt und was entfernt wird. Nicht jede bauliche Eigenheit des Vorbesitzers ist erhaltenswert. Manchmal ist das Entfernen von Dingen der schnellste Weg, eine Immobilie aufzuwerten.
Neue Kellertür und der Kellerabgang
Eine neue Kellertür ist eingebaut. Der Kellerabgang selbst braucht noch etwas Aufmerksamkeit: Die alte Farbe an den Wänden wird aufgefrischt und die Treppenstufen werden so abgedichtet, dass bei Regen einlaufendes Wasser sicher im Gully landet und nicht zwischen den Fugen versickert. Klingt nach einem kleinen Detail, ist aber technisch wichtig. Feuchtigkeit, die sich in Fugen und Mauerwerk festsetzt, kann langfristig zu deutlich größeren Schäden führen und damit den Wert einer Immobilie erheblich drücken.
Das ist ein klassisches Thema bei älteren Bestandsimmobilien: Viele dieser kleinen, eher unscheinbaren Baustellen summieren sich. Wer ein Haus kauft und diese Punkte vor dem Verkauf sauber abarbeitet, verkauft ein Objekt ohne versteckte Mängel. Das erhöht nicht nur den Preis, sondern vereinfacht auch die Verhandlungen erheblich.
Die Hütte: Weg oder nicht weg?
Eine offene Frage bleibt am Ende des Videos: Im Garten steht noch eine alte Hütte, die ihre besten Tage hinter sich hat. Sie ist etwas schief, aber grundsätzlich noch stabil. Das Problem ist, dass sich beim Abriss ein Betonfundament darunter befinden würde, und darunter anscheinend eine Art kleine Kammer oder Stauraum. Was damit zu tun ist, steht noch nicht fest.
Johannes fragt die Community direkt: Hütte weg oder stehenlassen? Das ist bei Renovierungsprojekten eine ganz reale Abwägung. Auf der einen Seite kostet der Abriss Geld und Aufwand, auf der anderen Seite kann eine abgenutzte Hütte den optischen Gesamteindruck des Grundstücks trüben. Wer beim Verkauf maximale Wirkung erzielen will, muss auch den Außenbereich konsequent aufräumen.
Wo steht das Projekt gerade?
Johannes gibt am Ende einen klaren Zeitplan: In etwa zwei weiteren Wochen soll das Objekt bereit für den Vertrieb sein. In der nächsten Folge soll es dann deutlich mehr zu sehen geben:
- Die Bäder sind dann fertig.
- Weitere Räume werden fertig gestrichen.
- Die Elektrik wird abgeschlossen.
Das Projekt befindet sich auf der Zielgeraden. Für alle, die Fix-and-Flip-Projekte selbst planen oder einfach verstehen wollen, wie so ein Renovierungsprozess in der Praxis aussieht, ist diese Folge ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein Objekt Schritt für Schritt aufwertet. Nicht spektakulär auf einmal, sondern konsequent, Woche für Woche.
Wer beim nächsten Update dabei sein will, lohnt es sich, den Kanal zu abonnieren und in den Kommentaren mitzudiskutieren, was mit der Hütte passieren soll.