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Endlich geht was! Renovierungsendspurt in der Wohnung

Die Renovierung nähert sich dem Abschluss: In dieser Folge zeigt Johannes den aktuellen Stand der Wohnung nach sieben Tagen Abwesenheit, spricht offen über Probleme mit dem Generalunternehmer und gibt ein ehrliches Statement zur aktuellen Lage am Immobilienmarkt. Außerdem erklärt er, warum er auf Value Flipping setzt und warum das auch in der aktuellen Marktsituation funktioniert.

Was in der Wohnung passiert ist

Nach sieben Tagen ohne Besuch war Johannes gespannt, was das Team in der Wohnung geleistet hat. Das Ergebnis ist gemischt: Einiges ist wirklich gut vorangekommen, bei anderem gibt es klaren Nachbesserungsbedarf.

Der wichtigste Fortschritt: Der Boden wurde ausgeglichen. Die Ausgleichsmasse war beim Dreh noch am Trocknen, aber die Arbeit ist erledigt. Das ist eine wichtige Voraussetzung, damit der eigentliche Bodenbelag in den nächsten zwei bis drei Tagen verlegt werden kann. Ohne ebenen Untergrund lässt sich kein ordentlicher Boden verlegen, gerade bei einem Flip, wo das optische Ergebnis am Ende direkt über den Verkaufspreis mitentscheidet.

Im Bad und auf der Toilette hat sich ebenfalls einiges getan. Die Toilette ist fertig gefliest, die Abschlussleiste wurde angebracht, ausgefugt werden muss noch. Im Bad wurden weitere Fliesen gesetzt, die Wand ist in einer sandfarbenen Tönung gefliest, passend zur Fugenfarbe. Die Decke wurde fertig abgehangen, die verbliebene Lücke vorne verspachtelt und in Weiß gestrichen. Außerdem wurde die Wand, wo der neue Heizkörper hinkommt, verputzt. Das Podest und der Boden im Bad müssen noch fertig gefliest werden, die Abgabe ist für die kommende Woche geplant.

Wenn der Handwerker nicht zuhört: Das Problem mit dem GU

Johannes macht in diesem Video kein Geheimnis daraus, dass er mit dem Generalunternehmer (GU) mehr als unzufrieden ist. Ein konkretes Beispiel zeigt das gut: Die Türbänder, also die Scharniere an der Wohnungstür, sollten ausdrücklich nicht mitgestrichen werden. Johannes hatte das sogar per WhatsApp nochmal eindeutig kommuniziert. Die Scharniere waren in Mattschwarz gehalten, passend zur geplanten schwarzen Türklinke, die noch eingebaut wird.

Das Ergebnis: Die Scharniere wurden trotzdem mitgestrichen, in Weiß. Johannes bezeichnet das selbst als hässlich und reklamationswürdig. Die Tür selbst wurde zwar gestrichen, hat aber auch noch Qualitätsmängel in Form von Nasen und ungleichmäßigen Stellen.

Das ist ein klassisches Problem, das viele Fix-and-Flip-Investoren kennen: Ein Handwerker, der Anweisungen ignoriert, kostet am Ende nicht nur Nerven, sondern auch Zeit und Geld. In diesem Fall kommt erschwerend hinzu, dass die Fertigstellung bereits zu spät ist. Der GU ist in Verzug, und Johannes hat angekündigt, dass er die entstandenen Verzugszinsen sowie Hausgelder und alle weiteren Folgekosten beim GU geltend machen wird. Das ist sein gutes Recht und zeigt, wie wichtig klare vertragliche Vereinbarungen bei einer Renovierung sind.

Details, die den Unterschied machen: Rollladengurtwickler tauschen

Neben den großen Gewerken zeigt Johannes auch, wie wichtig es ist, auf die kleinen Details zu achten. In der Wohnung gibt es aufputz montierte Rollladengurtwickler, also die klassischen Gurte, mit denen die Rollläden bedient werden. Diese Teile sind rund 50 Jahre alt, genauso alt wie das Gebäude selbst. Optisch passen sie nicht zu einer frisch renovierten Wohnung.

Johannes hat die Teile kurzerhand über Amazon bestellt, ein Zehnerpack für rund 30 bis 40 Euro. Sein Tipp dazu ist klar:

  • Tausch solche Kleinigkeiten immer aus, auch wenn die Kosten auf den ersten Blick unbedeutend wirken.
  • Bei einem Flip mit Renovierungskosten im Bereich von 40.000 bis 50.000 Euro fällt der Unterschied zwischen altem, schmuddeligen Band und neuem Material kaum ins Gewicht.
  • Für den Käufer ist das aber sichtbar, und kein Mensch will in einer frisch renovierten Wohnung alte, vergilbte Rollladengurte sehen.
  • Solche Details beeinflussen die Kaufentscheidung und das Preisgefühl des Interessenten mehr, als viele Investoren denken.

Das gilt genauso für die kleinen Abdeckkappen, wo die Gurte in der Wand verschwinden. Auch die werden komplett ausgetauscht. Mehrwert schaffen durch konsequente Qualität, das ist das Prinzip dahinter.

Statement zur aktuellen Lage am Immobilienmarkt

Ein wichtiger Teil dieser Folge ist Johannes' ehrliches Fazit zur aktuellen Marktsituation in Deutschland. Er berichtet, dass viele Investoren und Interessierte gerade sehr zurückhaltend sind. Die Verunsicherung ist spürbar, viele wissen nicht, wie sie den Markt einschätzen sollen.

Seine Einschätzung ist differenziert und direkt:

  • A-Lagen werden auch in den nächsten fünf Jahren gefragt bleiben. Wer in guten Lagen kauft und sorgfältig renoviert, hat weiterhin eine Käuferschicht, die den Preis bezahlt.
  • Das billige Flip-Modell, also eine Wohnung in der C-Lage kaufen, die Fliesen einmal überstreichen, kurz durchlüften und dann verkaufen, wird seiner Meinung nach nicht mehr funktionieren.
  • Johannes setzt deshalb bewusst auf das, was er selbst Value Flipping nennt: echten Wert schaffen durch hochwertige Renovierung, nicht nur Kosmetik.

Zur Nachfragesituation nennt er konkrete Zahlen: Im vergangenen Jahr haben rund 800.000 Menschen aktiv nach einer Immobilie gesucht. Tatsächlich gekauft haben davon nur etwa 200.000. Das bedeutet, dass immer noch 60 bis 80 Prozent der Suchenden ohne Abschluss geblieben sind. Die Nachfrage nach Wohneigentum ist also nach wie vor vorhanden, trotz gestiegener Zinsen. Die deutschen Eigenheimträume verschwinden nicht einfach, weil die Zinsen hochgegangen sind.

Für Johannes als Einzelinvestor, der nicht hunderte von Wohnungen gleichzeitig flippt, ist diese Situation gut handhabbar. Wer sauber arbeitet, in die richtige Lage kauft und ein Produkt liefert, das sich wirklich von der Masse abhebt, wird weiterhin Käufer finden, die bereit sind, einen angemessenen Preis zu zahlen.

Kurs und Wissen teilen: Was kommt als nächstes

Johannes erwähnt in dieser Folge, dass er aktuell an einem Kurs arbeitet. Der Hintergrund: Täglich melden sich Menschen bei ihm, die wissen wollen, wie Fix and Flip konkret funktioniert. Seinen Lernprozess der letzten zwei Jahre, inklusive aller Fehler und Learnings, möchte er zugänglich machen, ohne dabei überteuerte Preise zu verlangen.

Wer daran interessiert ist, kann Johannes auf Instagram kontaktieren oder sich auf eine Warteliste eintragen. Wann genau der Kurs kommt, ist noch offen, aber die Nachfrage ist offensichtlich da.

Außerdem zieht Johannes kurz ein Fazit zum Immokongress 2023, den er kurz zuvor besucht hat. Die genauen Inhalte dazu will er in einem eigenen Video aufbereiten, je nach Interesse der Community. Der Kongress hat ihn nach eigener Aussage positiv beeindruckt.

Was beim Renovierungsfinale noch ansteht

Bis zur geplanten Bauabnahme in der nächsten Woche müssen noch mehrere Arbeiten abgeschlossen werden. Johannes gibt einen klaren Überblick:

  • Der Boden muss in den nächsten zwei bis drei Tagen verlegt werden.
  • Das Podest und der Boden im Bad müssen fertig gefliest werden.
  • Die Scharniere an der Tür müssen reklamiert und neu behandelt werden.
  • Die neuen Rollladengurtwickler werden eingebaut.
  • Der Einbauschrank, der bereits fertig ist, kommt noch an seinen Platz.

Ob die Abnahme wirklich nächste Woche klappt, glaubt Johannes selbst noch nicht ganz. Die Verzögerungen durch den GU haben das Projekt unter Druck gesetzt. Trotzdem ist der Endspurt real. Die Wohnung nimmt Form an, und wer die bisherigen Folgen verfolgt hat, kann sich vorstellen, was das Ergebnis am Ende sein wird.

Fix and Flip ist kein einfaches Geschäft. Es braucht klare Kommunikation mit Handwerkern, einen langen Atem bei Verzögerungen, die Bereitschaft, Qualitätsmängel konsequent zu reklamieren, und den Blick fürs Detail auch bei kleinen Bauteilen. Wer das alles zusammenbringt und in der richtigen Lage kauft, hat auch in einem schwierigeren Marktumfeld gute Karten.