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Unser Schnäppchen-Haus nach 7 Tagen: Das Vorher-Nachher ist jetzt schon verrückt!

Nach nur fünf bis sieben Tagen auf der Baustelle ist beim grünen Haus bereits ein krasser Unterschied zu sehen. In diesem Update zeigt Johannes, was seine Familie und die Handwerker in dieser kurzen Zeit auf dem Fix-and-Flip-Objekt geleistet haben: Entrümpelung, erste Malerarbeiten, Putzarbeiten und jede Menge Entscheidungen darüber, was bleibt, was rauskommt und wie das Haus am Ende vermarktet werden soll.

Schneller Fortschritt auf der Baustelle: Was in einer Woche möglich ist

Wer im Fix and Flip arbeitet, kennt das Gefühl: Man ist ein paar Tage weg, kommt zurück und traut seinen Augen kaum. Genau das ist hier passiert. Johannes war rund eine Woche nicht auf dem Objekt, und in dieser Zeit haben seine Familie und die beauftragten Handwerker ordentlich zugelegt. Container Nummer zwei ist bereits voll, was zeigt, wie viel Entrümpelungsmasse in so einem alten Bestandsobjekt steckt. Das ist keine Seltenheit bei Häusern, die jahrzehntelang bewohnt wurden und bei denen sich über die Jahre ein ganzer Hausstand angesammelt hat.

Gerade bei günstigen Ankaufsobjekten, also dem klassischen Schnäppchen-Haus, unterschätzen viele Investoren den Aufwand, der allein für die Entrümpelung anfällt. Zwei volle Container sagen dabei mehr als jede Kostenschätzung. Trotzdem: Wenn die Substanz des Hauses stimmt, lohnt sich der Aufwand am Ende.

Was konkret gemacht wurde: Zimmer für Zimmer

Das Video führt systematisch durch alle Bereiche des Hauses. Hier die wichtigsten Punkte, die Johannes zeigt und erläutert:

  • Küche: Die alte Küche wurde komplett demontiert. Beim Abklopfen der Fliesen ist teilweise der Putz mitgekommen, was typisch für ältere Bestände ist. Der Boden bekommt eine Ausgleichsmasse und wird anschliessend günstig gefliest. Die Substanz darunter ist in Ordnung, optisch war alles einfach nur heruntergelebt.
  • Flur: Auch hier kommen Fliesen rein. Wände und Decken werden komplett weiss gestrichen. Dazu wird noch etwas verputzt, damit die Oberflächen sauber und einheitlich wirken.
  • Wohnbereich: Der Kamin ist funktionstüchtig und bleibt erhalten. Die Wände waren stark verraucht, werden leicht verputzt und weiss gestrichen. Die Treppe bekommt einen modernen Look: Das Metall wird matt schwarz oder anthrazit lackiert, der alte Teppich auf den Stufen kommt weg, weil darunter Holz ist, das einfach so bleiben kann. Die Fugen werden mit Acryl geschlossen und die Holzteile ebenfalls weiss gestrichen. Das Ergebnis soll modern und aufgeräumt wirken, ohne teure Materialien einzusetzen.
  • Schlafzimmer: Das berühmte Zimmer mit dem bekannten Schild aus dem letzten Video wurde bereits gestrichen. Die Wirkung ist enorm: Allein durch weisse Farbe wirkt der Raum wieder einzugsbereit. Die Zargen, die vorher braun waren, wurden bereits einmal weiss gestrichen und brauchen noch zwei weitere Anstriche.
  • Badezimmer: Hier wird nicht vollständig saniert, das Objekt soll weiterhin als renovierungsbedürftig verkauft werden. Die Fliesen werden übergestrichen, Risse und Fugen werden geschlossen, die Decke wird weiss gestrichen. Ein grosser Schrank und diverses Mobiliar wurden bereits entfernt, was das Bad optisch schon deutlich besser aussehen lässt.
  • Dachgeschoss: Auch hier waren die Wände lila. Grob wird Weiss drübergestrichen und ein bisschen Kosmetik gemacht. Aufwendigere Arbeiten sind im Dachgeschoss nicht geplant. Zwei Einrichtungsgegenstände sollen noch über Kleinanzeigen verkauft werden.
  • Keller: Wo vorher ein Fahrzeug stand und diverse Sachen gestapelt waren, ist jetzt bereits aufgeräumt. Die Wände werden minimalistisch verputzt und weiss gestrichen. Eine Wand hatte leichte Feuchtigkeitsflecken, die aber nicht von einer nassen Wand stammten, sondern daher, dass vor einer Folie keine ausreichende Luftzirkulation möglich war. Kein strukturelles Problem, also gut handhabbar.

Die Strategie dahinter: Wie viel Renovierung ist sinnvoll?

Eine der wichtigsten Fragen beim Fix and Flip ist immer: Wie weit geht man mit der Renovierung? Johannes macht hier eine klare Aussage. Das Objekt soll nicht vollständig saniert, sondern als renovierungs- und sanierungsbedürftiges Objekt verkauft werden. Das bedeutet: Die groben Mängel werden beseitigt, der Eindruck wird deutlich verbessert, aber der Käufer weiss, dass er noch eigene Arbeit reinstecken muss.

Das ist eine durchaus gängige Strategie im Immobilien-Flipping. Statt zehntausende Euro in eine Komplettsanierung zu stecken, werden gezielte kosmetische Eingriffe vorgenommen, die das Objekt deutlich attraktiver machen, ohne das Budget zu sprengen. Konkret bedeutet das hier:

  • Alle Wände und Decken weiss streichen
  • Fliesen überstreichen statt ersetzen, wo es geht
  • Günstige neue Fliesen nur dort, wo der Untergrund es erfordert
  • Putzarbeiten nur da, wo es wirklich nötig ist
  • Modernisierung einzelner Elemente wie Treppe und Zargen durch Farbe statt durch Austausch

Diese Herangehensweise ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Ankaufspreis günstig genug war, um am Ende trotz niedrigerem Verkaufspreis noch eine vernünftige Rendite zu erzielen. Der Markt für renovierungsbedürftige Objekte ist in Deutschland nach wie vor aktiv, weil viele Käufer genau nach solchen Projekten suchen, sei es aus Eigennutz mit dem Wunsch, selbst Hand anzulegen, oder als Kapitalanleger, der günstig einsteigen will.

Entrümpelung: Unterschätzter Faktor beim Immobilien-Flipping

Ein Thema, das in diesem Video besonders deutlich wird, ist die schiere Menge an Dingen, die in einem bewohnten Bestandsobjekt zurückbleiben können. Messerblöcke, Kabel, Doppelsteckdosen, Feuerlöscher, Modellbauautos, Werkzeug, Gartenmöbel, ein kompletter Brunnen aus Beton ohne Anschluss und dazu Feuerholz und eine alte Pergola im Garten. Das alles muss organisiert und weg. Sei es über Flohmärkte, Ebay Kleinanzeigen oder schlicht über die Tonne.

Interessant dabei: Auch wenn vieles noch gut erhalten und technisch funktionsfähig ist, lässt sich nicht alles verkaufen. Vieles ist schlicht nicht mehr zeitgemäss oder der Aufwand des Verkaufens steht in keinem Verhältnis zum Erlös. Johannes schildert das sehr direkt: Für 200 Euro lohnt sich das ganze Organisieren manchmal schlicht nicht, dann geht es lieber weg und macht jemand anderen glücklich.

Für Investoren, die selbst in Bestandsobjekte einsteigen wollen, ist das eine wichtige Lektion: Kalkuliere die Entrümpelungskosten immer explizit ein, sowohl finanziell als auch zeitlich. Zwei Container allein kosten je nach Region und Grösse schnell mehrere hundert Euro plus Entsorgungsgebühren. Dazu kommt die Arbeitszeit, sei es von der eigenen Familie oder von externen Helfern.

Garten und Fassade: Der erste Eindruck zählt

Auch aussen tut sich etwas. Die Fassade war mit Verfärbungen und altem Anstrich in keinem vorzeigbaren Zustand. Sie wird weiss gestrichen, damit der erste Eindruck stimmt. Der Garten wird komplett gesäubert, die alte Pergola wird abgebaut, der Zierbrunnen kommt weg, er stand nur auf einem Fundament ohne Anschluss und war reine Dekoration. Die Gartenhütte wird ebenfalls entfernt.

Optisch ist das eine enorme Verbesserung, weil potenzielle Käufer beim ersten Besuch oder schon beim Blick auf die Fotos in der Anzeige sofort einen aufgeräumten, sauberen Eindruck bekommen. Gerade bei Objekten, die als Projekt vermarktet werden, ist es wichtig, dass der Verkaufspreis und der optische Zustand zusammenpassen. Ein sauber aussehender Aussenbereich signalisiert dem Interessenten, dass hier jemand verantwortungsvoll mit dem Objekt umgegangen ist, selbst wenn innen noch Arbeit wartet.

Zeitplan und Vermarktung: Ende Januar soll es losgehen

Johannes gibt am Ende des Videos eine klare Ansage: In zwei bis drei Wochen soll das Haus komplett anders aussehen. Die Vermarktung ist für Ende Januar geplant. Das ist ein ambitionierter, aber realistischer Zeitplan, wenn die Handwerker zügig arbeiten und die kosmetischen Massnahmen konsequent umgesetzt werden.

Für Fix-and-Flip-Investoren ist das ein wichtiger Punkt: Jeder Tag, den ein Objekt länger in der Renovierungsphase steckt, kostet Geld. Finanzierungskosten laufen weiter, Nebenkosten fallen an und das gebundene Kapital kann nicht woanders eingesetzt werden. Deswegen zahlt es sich aus, schnell und konsequent zu arbeiten, auch wenn das manchmal bedeutet, auf bestimmte Verbesserungen zu verzichten, die das Objekt zwar noch attraktiver machen würden, aber den Zeitplan sprengen.

Die Entscheidung, das Haus als sanierungsbedürftig zu verkaufen und trotzdem ein sauberes, weiss gestrichenes Grundbild zu liefern, ist strategisch klug. Es gibt einen grossen Markt für solche Objekte, und ein Käufer, der selbst renovieren will, wird ein bereits entrümpeltes, frisch gestrichenes Haus deutlich attraktiver finden als ein vollgestopftes, dunkles Objekt im Originalzustand.

Fazit: Was dieses Update für Immobilieninvestoren zeigt

Das Schnäppchen-Haus nach sieben Tagen Baustelle ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel sich in kurzer Zeit bewegen lässt, wenn man konsequent vorgeht. Die wichtigsten Lektionen aus diesem Update:

  • Weisse Farbe ist das stärkste Werkzeug beim Flipping. Kaum eine Massnahme kostet so wenig und bringt so viel optischen Effekt wie ein sauberer weisser Anstrich durch das gesamte Objekt.
  • Entrümpelung kostet Zeit und Geld, muss aber sein. Zwei volle Container sprechen für sich. Wer das nicht einkalkuliert, liegt mit dem Budget schnell daneben.
  • Die Renovierungstiefe muss zur Strategie passen. Wer ein Objekt als Projekt verkauft, muss nicht alles auf Hochglanz bringen. Kosmetik reicht oft aus, um einen guten Verkaufspreis zu erzielen.
  • Familie und Netzwerk sind beim Flipping ein echter Vorteil. Dass Johannes' Familie das Entrümpeln in seiner Abwesenheit übernommen hat, hat Zeit und damit Geld gespart.
  • Zeitmanagement ist entscheidend. Ein klarer Zieltermin für die Vermarktung hilft, Entscheidungen schneller zu treffen und das Projekt nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Das nächste Update kommt in wenigen Tagen, dann soll das Haus noch weiter in Richtung verkaufsfertiger Zustand gerückt sein. Es bleibt spannend, wie das Vorher-Nachher am Ende wirklich aussieht und was das Objekt am Markt erzielen wird.