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Unser Schnäppchen-Haus nach 7 Tagen: Das Vorher-Nachher ist jetzt schon verrückt!

Nach nur einer Woche Baustelle zeigt Johannes, was sich am grünen Haus bereits getan hat. Zwei volle Container Entrümpelung, Handwerker im Dauereinsatz und erste Streicharbeiten lassen das Schnäppchen-Objekt schon jetzt kaum wiedererkennen. In diesem Update siehst du den aktuellen Stand aller Räume und erfährst, welche Maßnahmen als nächstes anstehen, bevor das Haus Ende Januar wieder in die Vermarktung geht.

Was in einer Woche alles passiert ist

Johannes war selbst eine Woche nicht vor Ort, und trotzdem hat sich auf der Baustelle des grünen Hauses enorm viel getan. Während er in Istanbul unterwegs war, hat seine Familie die Stellung gehalten und weiter entrümpelt. Das Ergebnis: Container Nummer zwei ist bereits voll. Wer sich noch an die erste Folge erinnert, weiß, was das bedeutet. Das Haus war bei der Übernahme vom Keller bis unters Dach vollgestellt mit Jahrzehnte altem Hausrat, Möbeln, Werkzeug, Kabeln, Doppelsteckdosen, Feuerlöschern und allerlei anderen Dingen, für die sich auf dem Flohmarkt kaum jemand interessiert.

Genau das ist eine der typischen Herausforderungen beim Fix-and-Flip in Deutschland: Du kaufst eine Immobilie günstig, aber der Aufwand für die Entrümpelung und den Abtransport ist oft unterschätzt. Zwei Containerladungen Sperrmüll in einer Woche zeigen, wie massiv der Zustand solcher Objekte sein kann. Gleichzeitig steckt in dieser Entrümpelung echter Wert, denn erst wenn die Räume leer sind, kannst du sauber arbeiten und die Substanz des Hauses beurteilen.

Erdgeschoss: Küche, Flur und Nebenräume

Im Erdgeschoss wurde in der Küche bereits die alte Einrichtung demontiert. Beim Abklopfen der Fliesen ist an einigen Stellen der Putz mit runtergekommen, was typisch für ältere Bestände ist. Die Lösung ist pragmatisch: Ausgleichsmasse auf den Boden, günstige Fliesen drauf und fertig. Die Substanz ist in Ordnung, das Haus war einfach heruntergelebt und optisch nicht mehr ansprechend, aber strukturell solide.

Der Flur wird komplett gefliest. Alle Wände und Decken im Erdgeschoss werden weiß gestrichen. An einigen Stellen wird noch nachgeputzt, aber das sind überschaubare Maßnahmen. Das Ziel ist klar: Das Haus soll ordentlich und sauber aussehen, aber es wird bewusst weiterhin als renovierungsbedürftiges Objekt verkauft. Johannes macht also nicht eine Vollsanierung daraus, sondern einen soliden Zwischenstand, der für den nächsten Käufer eine deutlich bessere Ausgangslage bietet als beim Kauf.

Das kleine Toilettenzimmer am Nebeneingang, das im ersten Video noch nicht gezeigt wurde, ist jetzt zu sehen. Es entspricht dem, was man aus älteren Einfamilienhäusern kennt, kompakt, zweckmäßig und aktuell noch unberührt. Es bleibt bei Weissstreichen und Kleinigkeiten.

Fassade und Garten: Erste Aufräumarbeiten

Auch rund ums Haus hat sich etwas getan. Die Fassade wird weiß gestrichen, um die Verfärbungen und den verwitterten Eindruck zu beseitigen. Der Garten wird gesäubert. Die alte Pergola kommt weg, der dekorative Brunnen wird entfernt, er war ohne Anschluss und diente nur als Gartenzierde. Die Gartenhütte, die die Familie in den vergangenen Tagen leer geräumt hat, wird ebenfalls abgebaut.

Diese Maßnahmen klingen nach Kleinigkeiten, aber sie haben einen großen Einfluss auf den ersten Eindruck bei der Vermarktung. Wer eine Immobilie zum Verkauf inseriert, konkurriert mit Fotos. Eine saubere, weiß gestrichene Fassade und ein aufgeräumter Garten machen auf den Fotos und beim Besichtigungstermin einen riesigen Unterschied gegenüber dem ursprünglichen Zustand.

Wohnbereich und Treppe: Der erste Wow-Effekt

Im Wohnbereich und an der Treppe zeigt sich schon jetzt, wie viel ein bisschen Farbe und gezielte Kosmetik bewirken können. Die Treppe hatte früher einen rauchgetränkten Teppich, der inzwischen entfernt wurde. Darunter liegt Holz, das so bleiben kann. Das Treppengeländer wird schwarz matt oder anthrazit gestrichen, die Decke weiß, und die Fugen werden mit Acryl abgedichtet und gestrichen. Diese Kombination aus hellem Holz und dunklem Metall wirkt modern und kostet verhältnismäßig wenig.

Die Wände im Wohnbereich haben stark unter dem jahrelangen Ofenrauch gelitten. Man sieht es an den Verfärbungen bis unter die Decke. Hier wird leicht verputzt und dann weiß gestrichen. Kein Hochglanz, kein Premium-Finish, sondern solide Malerarbeit, die den Raum wieder bewohnbar aussehen lässt.

Die Zargen, die vorher braun waren, wurden bereits einmal weiß grundiert. Ein weiterer Anstrich folgt noch. Schon jetzt sieht man, wie stark dieser Eingriff den Charakter des Raums verändert. Johannes blendet an dieser Stelle Vorher-Aufnahmen ein, und der Unterschied ist bemerkenswert. Das ist die Kernidee hinter Fix and Flip: Mit gezielten, günstigen Maßnahmen den wahrgenommenen Wert einer Immobilie erheblich steigern.

Schlafzimmer: Wenig Aufwand, klare Wirkung

Das Schlafzimmer, in der ersten Folge noch bekannt für ein kurioses Schild an der Wand, wurde inzwischen weiß gestrichen. Die Decke folgt noch. Das Ergebnis ist bereits jetzt deutlich: Der Raum wirkt wieder einzugsbereit, zumindest was die Farbe angeht. An der Substanz wird hier nichts weiter gemacht. Das passt zur Strategie, denn das Haus soll mit einem vertretbaren Renovierungsaufwand weiterverkauft werden und nicht in eine aufwendige Komplettsanierung münden.

Im zweiten Schlafzimmer hat sich hingegen noch nichts getan. Dort hat sich im Gegenteil noch mehr angesammelt, unter anderem diverse Modellbauautos, die als Werbegeschenke früherer Jahrzehnte kaum noch jemanden interessieren. Ein Inserat auf Ebay Kleinanzeigen für einen Euro Verhandlungsbasis brachte keine einzige Anfrage. Diese Dinge werden wohl weggegeben oder entsorgt, denn der Aufwand, sie zu verkaufen, ist größer als der Erlös.

Badezimmer: Pragmatische Lösung

Das Badezimmer war in der ersten Folge ein echter Schockmoment. Jetzt ist es zumindest entrümpelt. Ein großer Schrank und andere sperrige Gegenstände sind raus. Der Raum wirkt dadurch schon etwas besser, aber es bleibt ein Projekt. Die Entscheidung fiel auf eine pragmatische Vorgehensweise: Die Fliesen werden übergestrichen, nicht entfernt. Dazu werden Risse und schadhafte Stellen abgedichtet und dann gestrichen, inklusive Decke. Eine vollständige Badsanierung würde den Kostenrahmen sprengen und passt nicht zur Verkaufsstrategie, denn das Haus soll als sanierungsbedürftiges Objekt in die Vermarktung gehen.

Oben im Dachgeschoss waren Einbauten in einem auffälligen Lila-Ton. Die werden noch verkauft oder anderweitig abgegeben. An den Wänden und der Decke kommt auch hier Weiß drauf, ansonsten bleibt es bei kosmetischen Eingriffen.

Keller: Sauber machen reicht

Der Keller war im ersten Video vollgestellt, unter anderem mit einem alten Fahrzeug. Das ist inzwischen weg, ein Nachbar hat es für ein paar hundert Euro abgekauft. Die Wände werden verputzt und weiß gestrichen, die Decke ebenso. Mehr braucht es hier nicht. Ein Keller muss kein Wohnraum sein, er muss trocken, sauber und hell wirken. Die frühere Feuchtigkeit an einer Wand war dabei kein Zeichen eines strukturellen Problems, sondern schlicht mangelnder Luftzirkulation hinter einer alten Folie. Nach dem Entfernen dieser Folie und dem Verputzen ist das erledigt.

In einem weiteren Kellerraum, der früher als eine Art Abstellkammer für Elektrogeräte und alte Steckdosen diente, bleibt noch einiges stehen. Johannes nimmt sich ein paar der Doppelsteckdosen fürs eigene Büro, der Rest wird nach und nach weggeschafft.

Fix and Flip: Was dieses Projekt lehrt

Das grüne Haus zeigt sehr anschaulich, wie Fix-and-Flip in der Praxis funktioniert und was dabei wirklich zählt. Ein paar Erkenntnisse aus diesem Projekt:

  • Entrümpelung unterschätzen viele. Zwei volle Container in einer Woche zeigen, dass der reine Materialabtransport ein eigenes Projekt sein kann, mit Zeit, Kosten und Koordinationsaufwand.
  • Weissstreichen ist das wirksamste Mittel. Kaum eine andere Maßnahme verändert den Charakter eines Raums so schnell und günstig wie ein sauberer weisser Anstrich von Wänden, Decken und Zargen.
  • Nicht jedes Detail muss perfekt sein. Das Haus wird weiterhin als Projekt verkauft. Es geht nicht darum, alles fertigzustellen, sondern darum, den Zustand so weit zu verbessern, dass der nächste Käufer sofort sieht, was möglich ist.
  • Die Substanz muss stimmen. Böden, Wände und Keller sind in Ordnung. Das ist die Voraussetzung dafür, dass man mit kosmetischen Maßnahmen überhaupt etwas erreichen kann.
  • Familie und Netzwerk sparen Kosten. Dass die Familie in Johannes' Abwesenheit weiter entrümpelt und aufgeräumt hat, ist ein echter Vorteil. Beim Fix-and-Flip zählt jede Stunde, die man nicht an externe Dienstleister bezahlen muss.

Ende Januar soll das Haus wieder in die Vermarktung gehen. In zwei bis drei Wochen wird das Objekt laut Johannes kaum wiederzuerkennen sein. Wenn du wissen willst, wie sich das Projekt weiterentwickelt und was am Ende dabei rauskommt, schau beim nächsten Update rein.