ECHT JETZT? UPDATE aus der Wohnung | Trockenbau erledigt!
In diesem Update nimmt dich Johannes mit auf eine Runde durch die aktuelle Fix-and-Flip-Wohnung und zeigt, was seit dem letzten Video alles passiert ist. Der Trockenbau ist erledigt, der Elektriker war am Werk, und es gibt eine clevere Kostenersparnis beim Loft-Element zu berichten. Gleichzeitig wird klar: Wer Handwerker einsetzt, muss trotzdem selbst mitdenken.
Was bisher passiert ist: Ein Rundgang durch die Wohnung
Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer und der neue Raum, der früher als Durchgangszimmer diente. Johannes macht in diesem Video einen vollständigen Rundgang und zeigt den aktuellen Stand der Renovierung. Das ist kein Hochglanz-Reel, sondern echter Baustellenbetrieb mit allem, was dazugehört. Manches läuft wie geplant, anderes sorgt für spontane Anrufe beim Elektriker.
Der Durchbruch zwischen Wohnzimmer und Küche, der aus früheren Folgen bekannt ist, wurde weiter verfeinert. Die Kanten am Stahlträger sind jetzt sauber gesetzt, und die angrenzenden Wände wurden das erste Mal verspachtelt. Betonwände aus den 80er Jahren sind eben nicht perfekt, da braucht es mindestens zwei Durchgänge, bis die Oberfläche sitzt.
Elektro: Gute Arbeit mit einem Ausrutscher
Der Elektriker hat in der gesamten Wohnung ganze Arbeit geleistet. Steckdosen wurden neu positioniert, dort wo sie Sinn ergeben, nicht dort, wo sie halt zufällig früher saßen. Ein konkretes Beispiel: In der Küche war eine Dose an einer Stelle, die mit dem neuen Grundriss schlicht keinen Sinn mehr ergab. Sie wurde entsprechend versetzt.
Auch der Antennenanschluss im Wohnbereich wurde neu gezogen. Der ursprüngliche Anschluss lag im Schlafzimmer, im Wohnbereich fehlte er komplett. Ob man in Zeiten von WLAN und Streaming überhaupt noch einen Antennenanschluss braucht, ist diskutierbar, aber wenn man eh dabei ist, lässt man ihn lieber drin als blind zu setzen.
Highlight der Elektroarbeiten ist der neue Sicherungskasten. Geräte wie Herd und Waschmaschine bekommen jetzt jeweils eigene Sicherungen, wie es zeitgemäßem Standard entspricht. Wer eine Wohnung renoviert und eh schon Kabel zieht, sollte die Gelegenheit nutzen und die Elektrik gleich auf einen sicheren, modernen Stand bringen. Das spart späteren Ärger und ist für potenzielle Mieter oder Käufer ein echtes Argument.
Allerdings hatte der Elektriker an einer Stelle schlicht vergessen, neue Dosen zu setzen, obwohl das mehrfach besprochen war. Johannes entdeckt das beim Rundgang live und kündigt an, danach nochmal anzurufen. Das ist kein Drama, aber ein gutes Beispiel dafür, warum man als Bauherr oder Investor selbst regelmäßig auf der Baustelle sein sollte. Handwerker beauftragen bedeutet nicht, den Kopf auszuschalten.
Bad: Wand aufgedoppelt für die Waschmaschine
Im Bad gibt es eine Entscheidung, die auf den ersten Blick unlogisch klingt, aber absolut pragmatisch ist. Eine Wand wurde um rund 8 Zentimeter aufgedoppelt. Der Grund: Im geplanten Einbauschrank soll eine Waschmaschine verschwinden. Eine Standard-Waschmaschine braucht etwa 60 Zentimeter Tiefe. Der vorhandene Platz reichte dafür schlicht nicht. Also wurde die gegenüberliegende Wand mit Trockenbau aufgebaut, um den nötigen Spielraum zu schaffen.
Genau solche Details entscheiden am Ende darüber, ob eine Renovierung wirklich durchdacht ist oder ob man hinterher mit Kompromisslösungen leben muss. Wer plant, eine Waschmaschine im Badezimmer zu integrieren und dabei nicht die Tiefenmaße prüft, kauft am Ende eine schmalere Sonderlösung oder baut wieder zurück. Beides kostet Geld und Zeit.
Auch im Bad wurden Steckdosen neu gesetzt und die Decke bereits abgehangen. Einbauspots sind geplant. Die Fliesen sind noch nicht verlegt, der Sanitärbereich hängt noch etwas in der Planung, aber die Grundstruktur steht.
Schlafzimmer und der neue Raum
Das Schlafzimmer wurde einmal komplett verspachtelt. Die alten Tapeten sind Geschichte, die Wände sehen deutlich sauberer aus. Auch hier wurde ein Antennenkabel verlegt, das ins Büro weitergeführt wird.
Das eigentliche Highlight dieser Folge ist der neue Raum, der früher ein reines Durchgangszimmer war. Hier entsteht jetzt ein eigenständiger Raum mit einer neuen Trennwand, zwei Oberlichtern und einem modernen Strahler. Die Elektrodose für die Beleuchtung wurde von der anderen Seite durchgezogen, weil im neuen Raum logischerweise noch keine Leitungen lagen.
Johannes erwähnt, dass er es noch lieber gesehen hätte, wenn man oben ein vollständiges Oberlicht eingezogen hätte, aber das ist planerisch noch offen. Solche Entscheidungen sollte man frühzeitig treffen, weil sie die Trockenbauarbeiten direkt beeinflussen.
Der Boden im neuen Raum wurde bereits abgefräst. Der alte Vinylboden und das Laminat waren hartnäckig, dafür musste extra eine Maschine her. Jetzt ist der Untergrund glatt und bereit für den neuen Bodenbelag.
7000 Euro gespart beim Loft-Element
Viele hatten in den Kommentaren und per Nachricht gefragt, wo das geplante Loft-Element für die neue Wand herkommt. Johannes hat sich eine der bekanntesten Anlaufstellen im Netz angeschaut und dort ein Angebot eingeholt. Das Ergebnis: 7000 Euro für das Element mit Tür und fest verglasten Feldern oben.
Das war keine Option. Stattdessen kommt jetzt ein Schreiner ins Spiel, konkret der Chef des Bruders. Der baut das Element maßgeschneidert aus Holz nach, mit schwarz lackierten Lamellen und demselben Look wie ein Stahlelement, aber zu einem Bruchteil des Preises. Das zeigt, was beim Fix-and-Flip oft den Unterschied macht: nicht der billigste Handwerker, sondern der richtige Kontakt zur richtigen Zeit.
Der gleiche Schreiner baut auch den geplanten Einbauschrank im Bad. Maßgefertigt, auf die aufgedoppelte Wand abgestimmt, mit einem Rücksprung damit die Flucht zur ursprünglichen Wandebene wieder passt. Die Farbe steht noch nicht ganz fest, Johannes tendiert zu Eierschalenweiß, einem warmen, leicht gelblichen Weiß, anstatt knallreinem Weiß.
Was man mitnehmen kann: Mitdenken lohnt sich
Das ist eigentlich die zentrale Botschaft dieser Folge. Wer eine Immobilie renoviert, egal ob als Fix and Flip oder als Kapitalanlage zur Vermietung, kann nicht einfach Handwerker beauftragen und dann abwarten. Die Abstimmung zwischen den Gewerken, das Prüfen ob Absprachen auch wirklich umgesetzt wurden, das Vorausdenken für spätere Schritte, das alles liegt beim Investor selbst.
- Elektro und Trockenbau müssen aufeinander abgestimmt sein. Wände, die später aufgedoppelt werden, verändern die Position von Steckdosen und Schaltern.
- Einbaumaße frühzeitig prüfen. Ob Waschmaschine, Kühlschrank oder Einbauschrank: Standardmaße kennen und beim Rohbau schon berücksichtigen.
- Alternativen zu Serienware suchen. Das Loft-Element für 7000 Euro vom Konfigurator ist die bequeme Lösung. Ein guter Schreiner, dem man vertraut, ist oft die günstigere und individuellere Alternative.
- Regelmäßig auf der Baustelle sein. Fehler werden früher entdeckt und sind günstiger zu beheben, wenn man selbst präsent ist.
Johannes fasst es am Ende selbst gut zusammen: Handwerker können nicht alles wissen, sie arbeiten nach Auftrag. Wenn der Auftrag nicht klar genug ist oder man nicht nachkontrolliert, entstehen Fehler, die im Nachhinein mehr Zeit und Geld kosten als die ursprüngliche Arbeit.
Ausblick: Was als nächstes kommt
In den nächsten Wochen sollen die Bäder weiter vorankommen, der Sanitärbereich ist noch offen. Der Boden könnte bald gelegt werden, zumindest hofft Johannes das. Weihnachten und Urlaubszeiten werfen ihre Schatten voraus, was bei Renovierungen immer zu leichten Verzögerungen führt, weil Handwerker knapper verfügbar sind.
Außerdem kündigt Johannes weitere Videos zum Immobilienmarkt an. Er sieht den Markt gerade in einer interessanten Phase und möchte seine Einschätzungen dazu teilen. Wer Fix and Flip als Strategie verfolgt oder Kapitalanlagen im Blick hat, sollte dran bleiben.