ECHT JETZT? UPDATE aus der Wohnung | Trockenbau erledigt!
In diesem Update-Video nimmt dich Johannes mit durch die aktuelle Baustelle und zeigt, was seit dem letzten Besuch alles passiert ist. Trockenbau, Elektro, Verspachtelarbeiten und eine clevere Kostenentscheidung beim Loft-Element stehen im Mittelpunkt. Wer beim Fix-and-Flip-Prozess verstehen will, worauf es in der Rohbauphase wirklich ankommt, bekommt hier einen ehrlichen Einblick.
Was auf der Baustelle passiert ist
Die Wohnung ist in Bewegung. Johannes zeigt Raum für Raum, was die Handwerker in den letzten Wochen erledigt haben, und macht dabei keinen Hehl daraus, dass es auch Stellen gibt, wo noch nachgearbeitet werden muss. Genau das ist bei Renovierungsprojekten der Normalfall, und wer das erste Mal ein Fix-and-Flip-Objekt durchzieht, sollte sich darauf einstellen, dass Baustellen selten nach Plan laufen.
Im Wohnzimmer wurde der bereits bekannte Durchbruch zur Küche weiter bearbeitet. Die Kanten am Stahlträger oben wurden ordentlich eingefasst. Dahinter ist eine Wand jetzt zum zweiten Mal verspachtelt worden. Alte Betonwände aus den 80er Jahren sind eben nicht perfekt, da braucht es meistens mehrere Spachtelgänge, bis die Oberfläche wirklich sitzt.
Die Decke im Wohnzimmer wurde abgehangen, was direkt mit der Elektroplanung zusammenhängt. In die abgehängte Decke kommen Elektroschienen, die an der Wand herunterlaufen. Das Video zur Elektroplanung hat Johannes bereits separat veröffentlicht, wer also die Details zur Lichtplanung verstehen will, findet das dort.
Elektro: Gute Arbeit, aber nicht fehlerlos
Der Elektriker hat in der gesamten Wohnung gute Arbeit geleistet. Steckdosen wurden an sinnvolle Positionen versetzt, alte Anschlüsse die an der falschen Stelle saßen wurden neu gelegt. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass eine Steckdose, die beim neuen Grundriss direkt hinter einer Küchentür lag, selbstverständlich keine sinnvolle Position mehr hatte und entsprechend umgesetzt wurde.
Auch der Antennenanschluss wurde aus dem Schlafzimmer in den richtigen Raum verlegt. Ja, heute hat fast jeder WLAN und streamt über Smart-TV, aber wenn der Anschluss schon da ist, gibt es keinen Grund, ihn blind zu machen.
Was Johannes bei der Begehung dann aufgefallen ist: Der Elektriker hat an einer Stelle schlicht vergessen, neue Dosen zu setzen, obwohl das mehrfach besprochen war. Kein Drama, aber ein gutes Beispiel dafür, dass du als Bauherr nicht einfach alles abgeben und dich zurücklehnen kannst. Mitdenken ist Pflicht. Fehler die auf der Baustelle entstehen und nicht sofort auffallen, kosten am Ende mehr Zeit und mehr Geld als wenn man sie direkt anspricht.
Positiv hervorzuheben ist der neue Sicherungskasten. Die komplette Elektrik wurde auf den aktuellen Stand gebracht. Herd, Waschmaschine und andere Großverbraucher haben jetzt eigene Sicherungen, was bei älteren Gebäuden oft gar nicht der Fall war. Wer in eine Altbau-Immobilie investiert und die Elektrik sowieso anfassen muss, sollte diesen Schritt immer konsequent durchziehen.
Badezimmer: Wand aufgedoppelt für die Waschmaschine
Im Badezimmer gibt es eine Entscheidung, die auf den ersten Blick seltsam wirkt, aber absolut Sinn ergibt. Eine Wand wurde um knapp 8 Zentimeter aufgedoppelt. Der Grund ist simpel: Für den geplanten Einbauschrank, in dem die Waschmaschine versteckt werden soll, braucht man eine Einbautiefe von mindestens 60 Zentimetern. Ohne die Aufdoppelung hätte eine Standardwaschmaschine schlicht nicht reingepasst.
Das ist genau die Art von Planung, die du vorab durchdenken musst. Wenn der Schreiner den Schrank erst baut und dann feststellt, dass eine normale Waschmaschine nicht reinkommt, hast du ein Problem. Also lieber vorher ein paar Zentimeter Wand opfern als hinterher das fertige Möbelstück wieder ausbauen.
Dazu kommen zwei neue Steckdosen in der Wand, damit die Waschmaschine später vernünftig angeschlossen werden kann. Auch die Decke ist bereits abgehangen, Spots sind geplant. Fliesen sind noch kein Thema, Sanitär hängt noch etwas, aber das Gros der Vorarbeiten ist erledigt.
Schlafzimmer und die neue Wand als größtes Update
Im Schlafzimmer wurde ebenfalls verspachtelt, die alten Tapeten sind Geschichte. Hier wurde außerdem ein Antennenkabel ins Büro verlegt, also auch hier hat die Elektrik eine Runde gemacht.
Das spannendste Update in diesem Video ist aber die neue Wand, die aus einem früheren Durchgangszimmer einen eigenständigen Raum macht. Zwei Oberlichter wurden bereits eingeplant. Langfristig wäre ein komplett offenes Oberlicht die schönere Lösung, ob das noch umsetzbar ist, steht noch offen. Eine Steckdose für einen modernen Strahler ist gesetzt, das Licht kommt also.
In diesem Raum wurde auch der Boden bereits abgefräst. Der alte Vinylboden war hartnäckig, da musste eine Maschine her. Jetzt ist der Untergrund glatt und vorbereitet für den neuen Bodenbelag. Die Wände wurden aufgeraut, damit der Spachtel besser hält, dann folgt noch mal vollständiges Verspachteln und Verputzen, eine neue Tür kommt rein. Es nimmt Form an.
7.000 Euro gespart: Die clevere Entscheidung beim Loft-Element
Einer der inhaltlich wertvollsten Punkte im Video betrifft das geplante Loft-Element, also eine Konstruktion mit einer Tür und festverglasten Elementen oben und unten, wie man sie aus Industrielofts kennt. Das Thema beschäftigt viele in der Community, entsprechend kamen viele Fragen dazu.
Johannes hat sich auf einer bekannten Anbieterseite umgeschaut. Das Ergebnis: 7.000 Euro für ein Stahlelement in diesem Format. Das ist schlicht zu viel für eine Investitionswohnung, wo jeder Euro Renovierungsbudget direkt in die Renditerechnung einfließt.
Die Lösung ist pragmatisch und smart. Der Schreiner, mit dem die Familie schon länger zusammenarbeitet, baut das Element maßgeschneidert aus Holz mit schwarz lackierten Lamellen. Der Look bleibt identisch, das Material wechselt von Stahl zu Holz, der Preis sinkt drastisch. Maßgefertigt, passgenau, deutlich günstiger als 7.000 Euro.
Im gleichen Zug zimmert der Schreiner den Einbauschrank ins Badezimmer. Weil die Wand dort aufgedoppelt wurde, muss der Schrank auf der Vorderkante bündig sein und dann ein Stück zurückspringen, damit die Raumgeometrie wieder stimmt. Auch das ist vorab besprochen, damit der Schreiner bei der Aufnahme vor Ort weiß, was er umsetzen soll.
Zur Farbe des Einbauschranks hat Johannes schon eine klare Tendenz: kein reines Weiß, sondern ein leicht warmes Eierschalenweiß. Ein kleiner, aber wirkungsvoller Unterschied, der die Wohnung wohnlicher wirken lässt als steriles Reinweiß.
Was Fix and Flip in der Praxis wirklich bedeutet
Dieses Video macht auf angenehm direkte Weise deutlich, was Fix and Flip als Investitionsstrategie in der Praxis bedeutet. Es geht nicht nur darum, eine Wohnung zu kaufen, Handwerker reinzuschicken und sie dann teurer zu verkaufen oder zu vermieten. Es geht darum, den gesamten Prozess aktiv zu begleiten.
- Vorab planen: Ob Waschmaschinen-Tiefe im Einbauschrank, Lage von Steckdosen oder Kabelwege, wer das nicht im Voraus durchdenkt, zahlt es später doppelt.
- Handwerker koordinieren: Auch gute Handwerker machen Fehler oder vergessen Details. Regelmäßige Begehungen sind kein Misstrauenssignal, sondern Projektmanagement.
- Kosten aktiv steuern: 7.000 Euro für ein Stahlelement oder eine maßgefertigte Holzlösung für einen Bruchteil davon, das ist kein Glück, das ist Konsequenz. Jede Ausgabe muss sich im Verhältnis zum Verkaufserlös oder zur Miete rechnen.
- Zeitpuffer einplanen: Weihnachten und Urlaubszeiten stehen vor der Tür, das verlangsamt jeden Bau. Wer das nicht einkalkuliert, wird nervös. Wer es einplant, bleibt ruhig.
Johannes spricht auch kurz den Immobilienmarkt an. Er sieht eine Marktdrehung und beschreibt die aktuelle Phase als interessant. Das passt zur allgemeinen Beobachtung, dass nach den Zinsanstiegen und dem deutlichen Preisrückgang in vielen deutschen Städten und Regionen die Kaufpreise für Anlageimmobilien wieder anzuziehen beginnen. Wer jetzt günstig einkauft, renoviert und dann verkauft oder vermietet, trifft möglicherweise den richtigen Moment.
Ausblick: Was als nächstes ansteht
In den nächsten Wochen soll sich einiges tun. Konkret hofft Johannes auf folgende Fortschritte:
- Bodenverlegung beginnt, vielleicht schon beim nächsten Update
- Badezimmer nimmt Fahrt auf, Sanitär wird endlich koordiniert
- Schreiner übernimmt Loft-Element und Einbauschrank
- Fehlende Elektrodosen werden nachgeholt
- Zweiter und dritter Spachtelgang in allen Räumen
Es dauert länger als gedacht, aber das ist auf jeder Baustelle so. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt und dass man den Überblick behält. Wer das schafft, bringt sein Fix-and-Flip-Projekt auch ins Ziel.