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Das große Vorher-Nachher meiner ersten Immobilie: 5 Wochen Fix and Flip zusammengefasst

Nach fünf intensiven Wochen Renovierung ist der erste Flip von Johannes offiziell abgeschlossen. In diesem Video zeigt er dir den kompletten Vorher-Nachher-Vergleich aller Räume, erklärt welche Arbeiten in Küche, Bad, Schlafzimmern und Flur durchgeführt wurden, und teilt seine ehrlichen Learnings aus seinem ersten Fix-and-Flip-Projekt.

Der erste Flip ist fertig: Was du aus diesem Projekt mitnehmen kannst

Ein erstes Fix-and-Flip-Projekt ist immer eine Lernkurve. Johannes gibt es direkt zu: Es hat etwas länger gedauert als ursprünglich geplant, aber im Großen und Ganzen ist der Umbau reibungslos gelaufen. Fehler hat es trotzdem gegeben. Mal wurde zu viel Material eingekauft, mal zu wenig. Genau das ist es aber, was einen ersten Flip so wertvoll macht. In fünf bis sechs Wochen, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen können, lernst du mehr über Handwerk, Materialplanung, Koordination und den Immobilienmarkt als in vielen Monaten Theorie.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Wohnung wurde komplett renoviert, der Grundriss blieb erhalten, aber nahezu jeder Raum wurde überarbeitet. Danach wurde die Immobilie direkt auf Immoscout und Kleinanzeigen inseriert, ohne Makler. Bei einem angespannten Markt mit wenig verfügbaren Objekten ist das laut Johannes eine bewusste und gut begründete Entscheidung.

Wohnzimmer: Boden, Heizkörper und Elektrik auf Stand gebracht

Das Wohnzimmer war die ruhigere Baustelle im Vergleich zu Küche und Bad, trotzdem wurde hier einiges gemacht. Im Mittelpunkt stand der Bodenbelag. Verlegt wurde Eichenparkett in Kombination mit weißen Sockelleisten, um den Raum heller und moderner wirken zu lassen. Das Konzept zieht sich konsequent durch die gesamte Wohnung.

Neben dem Boden wurden alle Heizkörper restauriert, abgeschliffen und neu lackiert. Außerdem wurden die Steckdosen und Lichtschalter ausgetauscht. Wer schon mal eine Altbauwohnung renoviert hat, kennt das Problem: Die alten Abdeckrahmen sind oft vergilbt und schmuddelig. Johannes hat diese komplett erneuert und nennt dabei sogar einen Trick, wie man dabei den gesamten Unterputzkasten nicht öffnen muss.

Küche: Vollständig verputzt, neu gefliest, mit Showküche präsentiert

Die Küche war neben dem Bad die größte Baustelle der gesamten Wohnung. Wände und Decke wurden komplett neu verputzt, der alte Bodenbelag mit braunen Fliesen rausgerissen und durch neue Fliesen in Betonoptik ersetzt. Ein Farbkonzept, das sich durch die Wohnung zieht und einen modernen, zeitlosen Look erzeugt.

Da die Küche leer verkauft wird, wurde eine sogenannte Pappküche von Cubix aufgestellt. Das klingt erstmal ungewöhnlich, macht aber aus verkaufspsychologischer Sicht viel Sinn. Ein leerer Raum wirkt kahl und lässt sich schlechter vorstellen. Eine Musterküche, auch wenn sie nur aus Pappe besteht, gibt Interessenten ein realistisches Raumgefühl und hilft ihnen, sich ihr zukünftiges Zuhause vorzustellen. Johannes war anfangs selbst skeptisch, ist aber vom Ergebnis überzeugt.

Was in der Küche konkret gemacht wurde:

  • Wände und Decke komplett neu verputzt
  • Boden neu gefliest in Betonoptik
  • Neue Steckdosen und Lichtschalter
  • Showküche aus Pappe für die Besichtigungen aufgestellt

Flur: Oft unterschätzt, aber wichtig für den ersten Eindruck

Der Flur ist der erste Raum, den ein Kaufinteressent betritt, und trotzdem wird er bei Renovierungen häufig unterschätzt oder zuletzt bearbeitet. In diesem Flip wurde auch der Flur konsequent überarbeitet. Verlegt wurde derselbe Parkettboden wie in den anderen Räumen, die Wände bekamen frische weiße Farbe.

Besonders erwähnenswert: Es wurden neue Türen, neue Zargen und ein neues Schloss eingebaut. Das alte Schloss war rund 40 Jahre alt, was aus Sicherheitsgründen keine Option für einen Verkauf ist. Dazu kam ein neuer Türöffner, der zum Gesamtkonzept passt. Auch hier gilt dasselbe Prinzip wie in allen anderen Räumen: nichts, was auffällig abweicht oder wie ein Fremdkörper wirkt.

Ein weiterer Punkt, den Johannes auf dem Zettel hatte: Neue Rauchmelder in jedem Raum. Das klingt selbstverständlich, war aber kein geplanter Posten, sondern fiel erst während der Arbeiten auf. Rauchmelder sind in Deutschland in nahezu allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, und das ist bei einem Verkauf schlicht nicht verhandelbar.

Das Bad: Die größte Transformation der gesamten Wohnung

Das Badezimmer ist für Johannes das absolute Highlight dieses Flips. Und wer sich den Vorher-Zustand vorstellt, versteht warum. Die gesamte Wohnung war vorher hellbraun gefliest, bis an die Decke. Ein Anblick, der selbst erfahrenen Renovierern die Motivation rauben kann. Jetzt, nach dem Umbau, ist das Bad das Herzstück der Wohnung.

Das neue Konzept: Weiße Wandfliesen in Matte kombiniert mit einem Betonoptik-Boden, der parallel zur Küche gewählt wurde. Alle Armaturen in der Dusche, am Waschbecken und am Handtuchhalter wurden in Mattschwarz gehalten. Das ergibt ein kohärentes, modernes Bild, das sich auch in der übrigen Einrichtung widerspiegelt. Der alte Spiegel wurde nicht ausgetauscht, sondern durch eine neue Fassung aufgewertet. Das zeigt, dass beim Fix and Flip nicht alles neu sein muss, sondern dass es darum geht, mit dem verfügbaren Budget das beste Ergebnis herauszuholen.

Was im Bad alles gemacht wurde:

  • Neue Rohre verlegt, Wände geschlitzt
  • Wände und Decke neu verputzt
  • Komplette Neu-Verfliesung der Wände und des Bodens
  • Matte schwarze Armaturen durchgehend
  • Große Dusche mit 120 x 200 cm Glasabtrennung in Mattschwarz
  • Alter Spiegel mit neuer Fassung aufgewertet

Die Dusche ist mit 120 Zentimetern Breite und zwei Metern Höhe großzügig bemessen. Den Grundriss weiter zu verändern, also etwa die Dusche noch tiefer zu machen, war aufgrund der festen Wand- und Türpositionen nicht möglich. Aber 70 Zentimeter Tiefe reichen vollkommen aus und machen die Dusche zu einem echten Verkaufsargument.

Schlafzimmer: Konsequent, sauber, einheitlich

Die beiden Schlafzimmer sind nicht die spektakulärsten Räume im Vorher-Nachher-Vergleich, aber sie wurden trotzdem sauber und konsequent renoviert. Beide Zimmer bekamen den gleichen Eichenparkett wie die restliche Wohnung, frische weiße Wände und neue Steckdosen. Auch die Rolladenbänder wurden von Beige auf Weiß getauscht, um ein einheitliches Bild zu erzeugen.

Das kleinere der beiden Zimmer hat rund 15 Quadratmeter und wurde als Kinderzimmer oder optionales Büro eingerichtet. Mit einem kleinen Bett als Requisite und passenden Möbeln entsteht auch hier ein gutes Raumgefühl für Kaufinteressenten. Das Ziel ist immer dasselbe: Der Interessent soll beim Betreten nicht über den Zustand nachdenken, sondern sich direkt vorstellen können, wie er selbst in der Wohnung lebt.

Learnings aus dem ersten Fix-and-Flip-Projekt

Was bleibt nach fünf Wochen intensiver Arbeit? Johannes zieht ein klares Fazit. Der Flip hat Spaß gemacht, er hat mehr gelernt als erwartet, und er will es wiederholen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem ersten Projekt lassen sich gut auf andere Fix-and-Flip-Vorhaben übertragen:

  • Materialplanung ist entscheidend: Zu viel oder zu wenig einzukaufen kostet Zeit und Geld. Eine genaue Aufmaßplanung vor dem Einkauf spart beides.
  • Das Team macht den Unterschied: Ohne Familie, Handwerker und ein verlässliches Netzwerk läuft beim Fix and Flip nichts. Wer glaubt, das alleine stemmen zu können, unterschätzt den Aufwand erheblich.
  • Pflichtpositionen nicht vergessen: Rauchmelder, Sicherheitsschlösser und aktuelle Elektrik sind keine optionalen Extras, sondern Mindeststandard bei einem Verkauf.
  • Konzept vor Ausführung: Materialien im Vorfeld abstimmen und ein klares Farbkonzept haben, bevor der erste Handwerker anfängt. Nachträgliche Änderungen kosten immer mehr.
  • Direktvermarktung funktioniert: Wer in einem Markt mit wenig Angebot verkauft, braucht keinen Makler. Immoscout und Kleinanzeigen reichen, um schnell Interessenten zu gewinnen.

Das nächste Objekt ist noch nicht gefunden, aber Johannes macht sich keine großen Sorgen. Wer systematisch sucht und ein gutes Netzwerk aufgebaut hat, findet früher oder später das passende Objekt. Wie er dabei vorgeht, zum Beispiel mit Postwurfsendungen zur Akquise, soll Thema einer der nächsten Folgen werden.

Wenn du Fragen zu den verwendeten Materialien, den einzelnen Gewerken oder zum Ablauf eines Fix-and-Flip-Projekts hast, schreib sie in die Kommentare unter das Video. Johannes beantwortet dort alles, so gut es geht.