Was ist auf der Baustelle passiert ... | Immobilie renovieren Teil 4
In Teil 4 der Renovierungsserie nimmt dich Johannes mit auf eine Baustellentour durch das fast fertige Projekt. Du siehst, welche Materialien verbaut wurden, wie der Designstil konsequent durchgezogen wird und was noch fehlt, bevor das grosse Vorher-Nachher-Video gedreht werden kann. Ein kompakter Zwischenstand kurz vor der Ziellinie.
Der aktuelle Stand auf der Baustelle
Das Projekt nähert sich dem Abschluss. In dieser Folge bekommst du einen Rundgang durch die Wohnung, der zeigt, wie weit die Renovierung in den verschiedenen Bereichen fortgeschritten ist. Türen sind drin, Fussleisten sind montiert, Steckdosen sind gesetzt und der Bodenbelag ist im grössten Teil der Wohnung bereits verlegt. Was noch fehlt, sind einzelne Armaturen, ein paar letzte Handgriffe in der Küche und kleinere Details, die das Gesamtbild komplettieren.
Das nächste und letzte Video aus diesem Projekt wird ein klassisches Vorher-Nachher-Format sein. Wer die Serie von Anfang an verfolgt hat, weiss, wie der Ausgangszustand ausgesehen hat. Der Kontrast wird entsprechend deutlich ausfallen.
Bodenbelag: Vinyl im Eingangsbereich, Eichenparkett im Rest der Wohnung
Eine der zentralen Entscheidungen bei diesem Projekt betrifft den Bodenbelag. Im Eingangsbereich wurde bewusst kein Parkett, sondern Vinyl verlegt. Der Grund ist pragmatisch: Ein Nassbereich direkt beim Eingang schützt das Parkett davor, dass jemand mit dreckigen oder nassen Schuhen direkt auf das Holz läuft. Gerade im Winter mit Kindern macht das schlicht Sinn.
Im Rest der Wohnung kommt ein Eichenparkett aus Vollholz zum Einsatz. Es ist gebürstet und hat einen leichten Weiss- oder Grauanteil in der Oberfläche. Das macht ihn weniger gelblich als klassische Eichenböden und passt damit besser zum Gesamtdesign, das auf helle, ruhige Töne setzt. Insgesamt wurden rund 100 Quadratmeter Parkett verlegt, ausgenommen die Nassbereiche wie Bad und WC.
Die Fussleisten sind in 4 Zentimeter Höhe eingebaut worden. Das ist etwas schmaler als die üblichen 6 bis 8 Zentimeter, funktioniert hier aber gut, weil die Wände sowieso komplett neu gemacht wurden und es nichts zu verstecken gibt.
Bad und WC: Klares Design mit mattschwarzen Armaturen
Das Badezimmer ist zum Zeitpunkt der Aufnahme fast fertig. Was noch fehlt, sind die Duscharmatur sowie einzelne weitere Armaturen. Diese werden, passend zum restlichen Konzept, in mattschwarz gehalten. Damit zieht sich das Farbkonzept konsequent durch die gesamte Wohnung.
Das WC zeigt den typischen Flipper-Immo-Stil: hellgrau, weiss und mattschwarz, sehr simpel und clean. Ein Detail, das Johannes und sein Team immer wieder einsetzen, ist eine Eichenplatte als Abdeckung auf dem Spülkasten. Das ist ein kleines Designelement, das optisch Wärme reinbringt und den Raum aufwertet, ohne viel zu kosten.
Im Badezimmer wurde ausserdem ein massgeschreinertes Element vom Hausschreiner des Vertrauens eingebaut. Solche handwerklichen Details sind für das Team Standard. Sie sorgen dafür, dass das Ergebnis nicht nach Standardrenovierung aussieht, sondern nach einem durchdacht gestalteten Zuhause.
Schlafzimmer und weitere Räume: Fast fertig, Kleinigkeiten stehen noch aus
Die Schlafzimmer sind in einem ähnlichen Zustand: Boden verlegt, Türen eingehängt, Steckdosen gesetzt, Heizkörper montiert. In einem der Zimmer kommt noch eine Vorhangstange, beziehungsweise ein Drahtseil von IKEA, das als Vorhanghalterung dient. Das kostet laut Johannes nur rund 5 Euro und sieht trotzdem gut aus. Ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jedes Designelement teuer sein muss, um zu funktionieren.
In einem der Schlafzimmer hat Johannes' Schwester einen alten Schrank per Upcycling aufgewertet. Der Schrank wurde abgeschliffen, neu lackiert und gestrichen. Das Ergebnis ist ein Möbelstück, das sich nahtlos ins Gesamtbild einfügt, obwohl es schon vorher da war. Das spart Kosten und ist gleichzeitig eine nachhaltige Entscheidung.
Die separate Kammer für Waschmaschine, Staubsauger und Putzmittel ist ebenfalls fertig. Kein spektakulärer Raum, aber ein wichtiger, weil er im Alltag dauernd genutzt wird und gut durchdacht sein sollte.
Küche: Weiss mit Natursteinarbeitsplatte
Die Küche ist in Weiss gehalten. Was noch aussteht, ist die Natursteinarbeitsplatte, die zum Abschluss eingebaut wird. Einzelne Steckdosen sind noch nicht vollständig gesetzt, aber das ist laut Johannes kein grosser Aufwand mehr. Im Grossen und Ganzen ist auch dieser Bereich fast abgeschlossen.
Die neuen Eigentümer möchten nach der Übergabe noch einen Specksteinofen einbauen lassen. Das ist aber nicht Teil des Flipper-Projekts und liegt in der Verantwortung der Käufer. Johannes und sein Team haben dafür die entsprechende Fläche freigehalten.
Naturbalken als bewusstes Designelement
Im Gang sind die original Naturbalken sichtbar geblieben. Die wurden nicht verkleidet oder entfernt, sondern bewusst so gelassen. Einer wurde abgeschnitten und eingepasst, aber das Holz selbst bleibt sichtbar. Das passt zum Gesamtkonzept und gibt dem Haus einen Charakter, den du mit einer einfachen Standardsanierung nicht hinbekommst. Wer alte Gebäude renoviert, weiss, dass solche Details oft unterschätzt werden. Wer sie einfach wegmacht, verliert häufig genau das, was dem Objekt seinen Wert und seine Attraktivität gibt.
Was dieses Renovierungsprojekt über Fix and Flip in Deutschland zeigt
Wer sich für Fix and Flip als Strategie in Deutschland interessiert, kann aus diesem Projekt einige konkrete Punkte mitnehmen:
- Klares Designkonzept von Anfang an: Hellgrau, weiss, mattschwarz und Eichenholz ziehen sich durch alle Räume. Das reduziert Entscheidungsaufwand und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild, das Käufer anspricht.
- Materialwahl mit Augenmas: Vinyl im Nassbereich, Vollholzparkett im Wohnbereich. Jedes Material hat seinen Platz und seinen Grund. Nicht überall das Teuerste, aber überall das Richtige.
- Handwerk und Details machen den Unterschied: Eichenplatte auf dem Spülkasten, geschreinerte Badmöbel, Naturbalken im Gang. Das sind keine teuren Massnahmen, aber sie heben das Objekt deutlich aus der Masse heraus.
- Upcycling spart Kosten: Statt alten Schrank zu entsorgen und neu zu kaufen, wurde er aufgearbeitet. Das ist günstiger und sieht oft genauso gut aus.
- Grosse Flächen konsequent durchziehen: Rund 100 Quadratmeter Parkett in einem Zug zu verlegen, anstatt Bereich für Bereich zu entscheiden, ist effizienter und ergibt ein ruhigeres, grosszügigeres Raumgefühl.
- Trennung von Flipperprojekt und Käuferwunsch: Der Specksteinofen kommt von den Käufern. Das ist eine wichtige Grenze: Was nach der Übergabe passiert, ist nicht mehr das Thema des Investors.
Gerade beim Thema Rendite und Kapitalanlage im Immobilienbereich zeigt sich, dass es nicht immer die grossen strukturellen Veränderungen sind, die den Wert eines Objekts steigern. Oft sind es Konsistenz im Design, saubere Handwerksarbeit und ein klares Bild davon, was die Zielgruppe will. Eine Wohnung, die nach der Renovierung wie aus einem Guss wirkt, erzielt in der Regel deutlich bessere Preise als eine, bei der man merkt, dass Entscheidungen ad hoc getroffen wurden.
Wie geht es weiter?
Das nächste Video aus dieser Serie wird das grosse Vorher-Nachher-Video sein. Wer die ersten Teile gesehen hat, weiss, was der Ausgangszustand war. Das wird ein deutlicher Kontrast werden. Parallel dazu ist auch ein Video über Kapitalanlagen mit einem Gesprächspartner namens Oliver in Planung, das in Kürze erscheint.
Falls du Fragen zu den eingesetzten Materialien oder zur Designentscheidung hast, schreib sie in die Kommentare unter dem Video. Johannes antwortet dort regelmässig und diskutiert gerne, was ihr vielleicht anders gemacht hättet oder was euch an dem Projekt besonders auffällt.