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Unglaublich, was Thomas aus dieser 107 m² Wohnung gezaubert hat

In dieser Folge Flipperino zeigt Johannes gemeinsam mit seinem Partnerflipper Thomas, was aus einer 107 m² Eigentumswohnung in der Nähe von Pforzheim geworden ist. Die Wohnung wurde komplett durchsaniert, bereits während der Bauphase verkauft und liefert ein perfektes Beispiel dafür, wie Fix and Flip in Deutschland in der Praxis funktioniert.

Der Ausgangszustand: Eine Wohnung mit viel Potenzial

Die Wohnung in der Nähe von Pforzheim kam über einen Immobilienmakler auf den Tisch. Thomas, der seit rund acht Monaten als Partnerflipper mit Johannes zusammenarbeitet, hat die Immobilie angekauft und das Projekt eigenständig durchgezogen. Beim Kauf war klar: Hier steckt Potenzial drin, aber es braucht eine klare Vorstellung davon, was aus den einzelnen Räumen werden soll.

Der entscheidende Moment beim Zuschlag war der schnelle und entschlossene Auftritt gegenüber dem Makler. Thomas hat direkt signalisiert, dass er den Deal abschließen will, und genau das hat den Ausschlag gegeben. Im Fix-and-Flip-Geschäft ist Entschlossenheit beim Ankauf oft genauso wichtig wie die Kalkulation selbst. Wer zögert, verliert.

Vollständige Kernsanierung: Was wurde gemacht?

Die 107 m² Wohnung wurde in nahezu allen Bereichen grundlegend erneuert. Hier eine Übersicht der wesentlichen Maßnahmen:

  • Putz und Wände: Die gesamte Wohnung wurde neu verputzt. Es kam ein 05er Putz zum Einsatz, der am Ende glatt gestrichen wurde. Sämtliche Wände strahlen jetzt frisch und hell.
  • Parkettboden: Im Wohn- und Schlafbereich wurde neuer Parkettboden verlegt. Beim nächsten Projekt würde Thomas den Boden verkleben statt schwimmend verlegen, da das Raumgefühl bei verklebtem Parkett nochmals besser ist.
  • Elektroinstallation: Thomas hat einen Hintergrund in der Elektrotechnik, was sich deutlich niederschlägt. Im Wohn- und Essbereich allein wurden rund 25 Steckdosen verbaut. Jedes Zimmer verfügt über TV-Anschluss, Telefon- und WLAN-Anschluss. Mehrere Schaltkreise und ausreichend Steckdosen in jedem Raum sind Standard.
  • Elektrische Jalousien: In der gesamten Wohnung wurden elektrische Rollläden installiert, ein Ausstattungsmerkmal, das bei Käufern und Mietern gleichermaßen gut ankommt.
  • Neue Fensterbänke und neu eingelassene Fenster- sowie Türinnenseiten.
  • Balkon: Wird ebenfalls aufgewertet, unter anderem mit Milchglas. Glücklicher Zufall: Zeitgleich hat die Hausverwaltung begonnen, das gesamte Haus zu streichen und das Gemeinschaftseigentum zu sanieren, neue Geländer und frische Farbe inklusive. Solche Synergien lassen sich nicht immer planen, wenn sie aber eintreten, wirken sie sich positiv auf den Verkaufswert aus.
  • Im Haus gibt es zudem einen Lift und eine Tiefgarage, was die Wohnung für ein breites Käuferspektrum attraktiv macht.

Die wichtigste Raumveränderung: Die offene Wohnküche

Der wohl größte Eingriff in die Raumaufteilung war die Neugestaltung des Küchen- und Wohnbereichs. Im ursprünglichen Zustand war die Küche durch eine vollständige Wand vom Wohnzimmer getrennt. Man betrat sie über den Hausflur, was eine unmoderne und wenig einladende Lösung war.

Johannes hat vorgeschlagen, diese Wand zu schließen und die Küche stattdessen als offenes U im Wohnzimmer zu integrieren. Das Ergebnis ist ein großzügiger, heller Wohn- und Essbereich, der vielseitig möbliert werden kann. Esstisch, Couch, freistehende Möbel, die Optionen sind offen. Diese Art von Grundrissoptimierung kostet verhältnismäßig wenig, steigert aber den wahrgenommenen Wert der Wohnung erheblich. Wer beim Fix and Flip nur renoviert, ohne über Raumaufteilung nachzudenken, lässt Marge liegen.

Begehbarer Kleiderschrank im Schlafzimmer: Kleine Maßnahme, große Wirkung

Im Schlafzimmer wurde eine weitere clevere Lösung umgesetzt, diesmal auf Initiative von Thomas selbst. Der ursprüngliche Waschraum, der ans Schlafzimmer angrenzt, wurde zu einem begehbaren Kleiderschrank umfunktioniert. Rund 3 bis 4 Quadratmeter wurden so genutzt, dass der Kleiderschrank außerhalb des eigentlichen Schlafzimmers liegt und dieses dadurch nicht verkleinert.

Der Vorteil ist offensichtlich: Das Schlafzimmer selbst bleibt vollständig nutzbar, es gibt keine sperrigen Schrankwände, die Gehwege einengen. Eine Steckdose ist im Kleiderschrank bereits eingeplant, falls man einen beleuchteten Spiegel oder ähnliches integrieren möchte. Solche Details sprechen Käufer an, weil sie zeigen, dass hier mit Verstand und nicht nur mit Pinsel und Farbe gearbeitet wurde.

Eingangsbereich mit Garderobenzone und LED-Akzenten

Der Eingangsbereich wurde ebenfalls durchdacht gestaltet. Da die ursprüngliche Küchentür nun geschlossen ist, entstand eine natürliche Garderobenecke. Johannes stellt sich hier eine schwarze Stange für Mäntel und Jacken vor, ein Schuhregal und einen Spiegel an der Seite. Als Highlight kommt ein Raumtrenner aus dem Bauhaus-Sortiment zum Einsatz, der in verschiedenen Farben und Ausführungen erhältlich ist und die Garderobenzone optisch vom restlichen Eingangsbereich abtrennt.

Dazu wird im Eingangsbereich eine LED-Leiste für indirekte Beleuchtung installiert. Diese Art von Lichtakzenten ist ein Markenzeichen der Flipperino-Renovierungen und sorgt für ein hochwertiges Ambiente, das weit über dem Investitionsaufwand liegt.

Das Badezimmer: Das optische Highlight der Wohnung

Das Badezimmer ist neben dem Parkettboden und dem offenen Wohnbereich das dritte große Highlight dieser Renovierung. Konkret wurde hier folgendes umgesetzt:

  • Großformatige Fliesen: Format 75 x 75 cm, grau, spanische Produktion. Das Format sorgt für ein ruhiges, modernes Erscheinungsbild und lässt das Bad optisch größer wirken.
  • Trockenbauvorwand: Für die gesamte Unterputzverteilung wurde eine Vorwand in Trockenbauweise errichtet. Sieht sauber aus und ist technisch sauber gelöst.
  • Neue Armaturen und ein indirekt beleuchteter Spiegel.
  • LED-Streifen: Mehrere Lichtquellen wurden strategisch platziert, unter anderem rund um die Dusche. Das schafft eine Atmosphäre, die sich zwischen funktionalem Tageslicht und angenehmer Duschstimmung variieren lässt.
  • Die Waschmaschine ist nicht im Bad untergebracht, sondern im separaten Abstellraum. Das Bad gewinnt dadurch zusätzliche Stellfläche für einen kleinen Schrank, eine Handtuchleiter oder dekorative Elemente.

Da die Wohnung bereits während der Renovierungsphase an einen Kapitalanleger verkauft wurde, der die Immobilie vermieten möchte, wurde das Bad in der Endphase nicht mehr mit hochpreisigen Sanitärobjekten ausgestattet. Das ist eine bewusste Entscheidung: Wer vermietet, muss keine Designarmaturen einbauen. Wer dagegen an einen Eigennutzer verkauft, kann und sollte in diesem Bereich nochmals zulegen.

Verkauf noch vor Fertigstellung: Der Best Case im Fix and Flip

Was dieses Projekt besonders interessant macht: Die Wohnung wurde verkauft, bevor der Parkettboden überhaupt verlegt war. Ein Interessent ist während der laufenden Bauphase auf die Immobilie aufmerksam geworden und hat zugegriffen. Weder Fotos noch ein Exposé wurden erstellt, der Käufer hat sich von der Baustelle überzeugen lassen.

Das ist kein Glücksfall, der sich nicht wiederholen lässt. Es ist ein Ergebnis aus einer Kombination aus handwerklicher Qualität, die man auch auf der Baustelle bereits erkennen kann, und der richtigen Vermarktungsstrategie. Wer ein solides Netzwerk hat und seine Immobilien nicht erst nach Fertigstellung anbietet, spart sich Vermarktungszeit und reduziert das Risiko von Leerstand zwischen Fertigstellung und Verkauf.

Der Notartermin hat bereits stattgefunden, die Wohnung ist beurkundet. Der Gewinn bewegt sich im für Flipperino klassischen Zielkorridor von 50.000 bis 80.000 Euro Marge.

Was man beim nächsten Mal besser machen würde

Johannes und Thomas ziehen nach jedem Projekt klare Lehren. Zwei Punkte werden beim nächsten Flip anders angegangen:

  • Parkettboden verkleben statt schwimmend verlegen: Das Raumgefühl ist bei verklebtem Boden besser, die Oberfläche liegt ruhiger und fühlt sich hochwertiger an.
  • Handwerkertiming straffen: Thomas hat parallel zu diesem Projekt sein normales Berufsleben weitergeführt. Das hat das Projekt zeitlich etwas gestreckt. Für den nächsten Flip plant er, die Handwerker enger zu takten, um die Gesamtlaufzeit zu verkürzen.

Genau diese Reflexion nach jedem abgeschlossenen Flip ist es, die Investoren mit der Zeit besser macht. Kein Projekt läuft perfekt, aber wer systematisch auswertet, was gut lief und was nicht, steigert seine Effizienz und damit seine Rendite bei jedem weiteren Objekt.

Fix and Flip in 6 Monaten: Was es braucht

Das Modell, das Johannes und seine Partnerflippler verfolgen, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eine Wohnung online finden, einkaufen, renovieren lassen und verkaufen, das ganze in rund 6 Monaten, mit guter Bonität und etwa 5 bis 10 Stunden Zeitaufwand pro Woche.

Das klingt einfach, und das Grundprinzip ist es tatsächlich. Aber der Teufel steckt in den Details: der richtigen Ankaufsstrategie, der Kalkulation der Renovierungskosten, der Auswahl der Handwerker, der Raumgestaltung und dem Timing beim Verkauf. Genau hier setzt die Begleitung durch Johannes an, der mit seinen Partnerflippern seit Jahren dieses Modell in Deutschland erfolgreich umsetzt.

Dieses Projekt in der Nähe von Pforzheim zeigt exemplarisch, wie ein solcher Flip aussehen kann: eine sanierungsbedürftige Eigentumswohnung, ein klares Renovierungskonzept, handwerkliche Qualität in der Umsetzung und ein Verkauf, der noch vor der Fertigstellung gelingt. Das Ergebnis ist eine fertig renovierte, attraktive Wohnung, die einen neuen Eigentümer gefunden hat und diesem als Kapitalanlage zur Verfügung steht.