← Zurück zum Blog

Wasser aus der Wand! Wohnung renovieren - was könnte schief gehen? Update von unserer 2. Immobilie

In diesem Update zur zweiten Flipper-Immobilie nimmt dich Johannes mit auf eine Begehung der Wohnung, die sich nach nur wenigen Tagen Handwerkerbesuch schon kaum wiedererkennen lässt. Es gibt Fortschritte beim Fliesenlegen, eine komplett umgebaute Badezimmerwand und eine kleine Panne, die jedem Renovierer passieren kann: ein Bohrloch, aus dem plötzlich Wasser kommt.

Drei Tage nicht da gewesen, und trotzdem passiert schon richtig viel

Johannes war drei Tage nicht in der Wohnung, und als er wieder reinkommt, stapeln sich die leeren Fliesenkartons im Flur. Ein gutes Zeichen, denn das bedeutet: Der Fliesenleger war aktiv. Wer schon mal eine Renovierung begleitet hat, kennt das Phänomen: Wochenlang passiert gefühlt nichts, und dann macht es innerhalb von drei bis fünf Tagen richtig Klick. Genau das ist hier passiert.

Die Wohnung ist die zweite Immobilie im Fix-and-Flip-Projekt von Flipper Immo. Während die erste Wohnung bereits abgeschlossen wurde, steckt diese noch mitten im Umbau. Fliesenleger, Sanitär und bald auch der Maler sind am Werk. Das Konzept steht, die Materialien sind bestellt, jetzt geht es um die Umsetzung.

Das Farbkonzept: Grau, Weiß, Schwarz und Eiche

Was bei diesem Flip von Anfang an konsequent durchgezogen wird, ist ein klares Farbkonzept. Die vier Materialien, die sich durch die gesamte Wohnung ziehen, sind:

  • Hellgrau bei den Fliesen im Bad und in der Küche
  • Weiß an allen Wänden und Decken
  • Mattschwarz bei Armaturen, Türklinken, Lichtschaltern und Steckdosen
  • Eiche als warmes Holzelement, zum Beispiel bei der geplanten Schiebetür

Das Ziel dahinter ist simpel: Die Wohnung soll neutral und zeitlos wirken, keine großen Kontraste, nichts Polarisierendes. Gerade bei einer Kapitalanlage oder einem Fix-and-Flip ist das die richtige Strategie. Ein zu spezielles Designkonzept spricht einen kleineren Käufer- oder Mieterkreis an. Neutral und hochwertig ist die Kombination, die funktioniert.

Die Entscheidung für anthrazitfarbene Steckdosen und schwarze Türklinken hat Johannes übrigens per Instagram-Abstimmung getroffen. Das Ergebnis war eindeutig zugunsten von Schwarz. Hätte er sowieso so gemacht, wie er selbst sagt, aber solche kleinen Interaktionen mit der Community sind natürlich nie verkehrt.

Die Küche: Gefliest, gespachtelt, fast fertig

Die Küche wurde vom Fliesenleger bereits komplett gefliest. Auch hier kommt das hellgraue Fliesenmuster zum Einsatz, das sich durch das gesamte Designkonzept zieht. Was noch fehlt, sind Verspachtelung und Weißanstrich an den Wänden. Sobald das erledigt ist, steht in der Küche im Wesentlichen nur noch die Elektro-Nachbearbeitung an: neue Dosen, neue Lichtschalter, alle in Anthrazit. Dann ist die Küche als Raum abgehakt.

Das zeigt, wie strukturiert eine Renovierung ablaufen kann, wenn Gewerk für Gewerk sauber abgearbeitet wird. Der Fliesenleger kommt, macht seinen Job, dann kommt der Maler, danach der Elektriker für die Feinheiten. Wenn das ineinandergreift, läuft ein Flip effizient.

Das Badezimmer: Vom Rosafliesen-Albtraum zum modernen Bad

Das Badezimmer ist die eigentliche Hauptattraktion dieses Updates. Was dort in nur zwei Tagen passiert ist, ist beeindruckend. Vor der Renovierung war das Bad noch aus dem Jahr 1973 mit einer freistehenden Toilette und kompletten rosa Wandfliesen von oben bis unten. Heute hängt dort bereits eine wandhängende Toilette, die Fliesensituation wurde komplett erneuert, und sogar eine Wand wurde versetzt.

Genau diese versetzte Wand ist ein Detail, das sich lohnt, genauer zu betrachten. Die ursprüngliche Wand war so positioniert, dass man beim Verlassen der Dusche direkt gegen sie gelaufen wäre. Durch das Versetzen der Wand entsteht mehr Bewegungsfreiheit im Bad, und gleichzeitig wurde auf der anderen Seite etwas Platz für den Abstellraum abgezwackt. Der ist zwar jetzt nur noch halb so groß wie vorher, aber für einen Abstellraum reicht das mehr als aus.

Das Duschkonzept sieht folgendermaßen aus:

  • Schwarze Duscharmaturen mit Regendusche
  • Glaswand ohne schwarzen Rahmen, also rahmenfrei, 80 Zentimeter breit
  • 120 Zentimeter Tiefe insgesamt, damit die Dusche wirklich komfortabel nutzbar ist

Als Waschtisch kommt ein runder, beziehungsweise fast runder, kompakter Aufsatzwaschtisch rein, weil nach dem Wandversetzen schlicht kein Platz mehr für einen 60er-Waschtisch bleibt. Dazu kommt ein schwarzer Wasserhahn. Die Kombination aus Grau, Weiß und Mattschwarz zieht sich also konsequent auch durchs Bad durch.

Insgesamt soll das Bad in drei bis vier Wochen fertig sein. Angesichts dessen, was in nur zwei Tagen schon passiert ist, ist das ein realistischer Zeitplan.

Der Wasserschaden: Lehrgeld bezahlt

Jetzt zur Geschichte, die dem Video den Titel gibt. Johannes wollte im Bad eine Leiste anbringen und hat dabei in die Wand gebohrt. Nach ungefähr zehn Zentimetern kam ihm Wasser entgegen. Kein gutes Zeichen, aber zum Glück kein großes Drama. Der Sanitärmann hat es am nächsten Tag repariert, der Schaden belief sich auf rund 100 Euro an Arbeitszeit, mehr nicht.

Was man daraus mitnehmen kann: Immer bevor man in eine Wand bohrt, die in einem Bad oder in der Nähe von Leitungen liegt, prüfen wo die Rohre verlaufen. Es gibt spezielle Ortungsgeräte für Rohre und Leitungen, die dieses Risiko auf ein Minimum reduzieren. Beim Fix-and-Flip und generell bei jeder Renovierung sind solche kleinen Pannen einkalkuliert. 100 Euro Lehrgeld für eine Lektion, die man nicht vergisst, ist noch vergleichsweise günstig.

Wichtig ist die Haltung dahinter: nicht dramatisieren, schnell lösen, weitermachen. Genau so geht man mit unerwarteten Kosten und Zwischenfällen bei der Immobilienrenovierung um.

Wohnzimmer und Balkon: Noch im Wartezustand

Im Wohnzimmer ist zum Zeitpunkt des Videos noch nichts passiert, der Raum ist aber bereits für die Handwerker vorbereitet. Auch hier kommen Verspachtelung und zwei Schichten Weißanstrich. Kleine Details wie die Steckdose für die elektrische Markise sollen noch sauber in die Wand integriert werden. Kabelsalat, der aktuell noch sichtbar ist, verschwindet zumindest hinter einem weißen Kabelkanal.

Der Balkon bekommt eine neue Holzlattung auf dem Boden, die Rahmen werden nachlackiert, und die alten Bodenfliesen verschwinden unter der neuen Holzoptik. Auch die Wand wird noch mal nachgestrichen, damit alles stimmig mit dem Rest des Hauses aussieht.

Die Schiebetür zum Abstellraum: Ein Detail mit Wirkung

Für den Abstellraum hat Johannes sich dieses Mal etwas anderes überlegt als bei der ersten Wohnung. Statt einer normalen Tür kommt eine deckenhohe Schiebetür mit Lamellen-Optik rein. Der Rahmen und der Griff werden in Schwarz gehalten, passend zu den Türklinken im Rest der Wohnung. Drinnen gibt es dann auch einen schwarzen Lichtschalter.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie kleine Designentscheidungen die Gesamtwirkung einer Wohnung aufwerten, ohne unverhältnismäßig viel Budget zu kosten. Eine deckenhohe Schiebetür in Lamellenoptik sieht hochwertig aus, schafft ein Gefühl von mehr Höhe im Flur und passt zum Gesamtkonzept.

Was dieses Update zeigt: So läuft ein realer Fix-and-Flip-Prozess

Was dieses Video besonders macht, ist seine Ehrlichkeit. Es gibt den Wasserschaden, es gibt Räume, in denen noch nichts passiert ist, und es gibt Entscheidungen, die unterwegs angepasst werden, etwa beim Waschtisch. Das ist der Alltag bei der Immobilienrenovierung, und genau so sollte man ihn auch kommunizieren.

Fix and Flip in Deutschland funktioniert nicht nach Lehrbuch. Es gibt immer Überraschungen, sei es ein gebohrtes Wasserrohr, ein Gewerk, das länger braucht als geplant, oder eine Wand, die man erst versetzen muss, bevor der Fliesenleger anfangen kann. Was zählt, ist ein klares Konzept, zuverlässige Handwerker und die Fähigkeit, auf Zwischenfälle ruhig und lösungsorientiert zu reagieren.

Die zweite Immobilie von Flipper Immo ist auf einem guten Weg. In drei bis vier Wochen soll der Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein. Was dann noch folgt, wird in den nächsten Updates gezeigt.