Teil 2: Wohnung gekauft, jetzt renoviert und mit Gewinn wieder verkaufen! Das Interview
In diesem Video spricht Johannes mit Dario, einem Immobilienwirtschaft-Absolventen aus Mannheim, der seinen ersten Fix-and-Flip-Deal in Stuttgart innerhalb weniger Monate vom Erstkontakt bis zum Notartermin durchgezogen hat. Der Einkaufspreis lag am Ende bei 225.000 Euro, nachdem der ursprüngliche Angebotspreis von 270.000 Euro Schritt für Schritt verhandelt wurde. Der erwartete Gewinn: mindestens 50.000 Euro, eher mehr.
Wer ist Dario und wie kam er zum Fix and Flip?
Dario wohnt in Mannheim, kennt aber den Stuttgarter Immobilienmarkt sehr gut, da er dort lange gelebt und gearbeitet hat. Er hat dual Immobilienwirtschaft studiert, allerdings mit dem Schwerpunkt Bestandsverwaltung. Transaktionen, Renovierungen und der Gedanke, mit einer Wohnung aktiv Geld zu verdienen, waren für ihn zwar nicht fremd, aber auch nicht sein tägliches Brot.
Den Weg zum Fix and Flip fand er über Johannes' YouTube-Videos. Das war ungefähr im September oder Oktober 2023, also rund sechs bis sieben Monate vor dem Interviewtermin Anfang Mai 2024. Vieles aus den Videos kannte er bereits aus seinem Studium, aber es gab auch klare Lücken, die er füllen wollte. Statt ewig zu zögern, hat er das vorhandene Wissen mit dem Neuen verknüpft und einfach angefangen.
Vom ersten Kontakt bis zum Notartermin: So lief die Akquise
Dario hat die Maklersuche sehr strukturiert angegangen. Er hat sich eine vollständige Maklerliste für den Stuttgarter Markt besorgt und anschließend jeden einzelnen Makler angerufen. Nicht alle waren begeistert, einige fanden den Ansatz ungewöhnlich, aber ein Teil hat sofort positiv reagiert. Entscheidend dabei war ein sauber ausgearbeitetes Ankaufsprofil, das klar kommuniziert hat, was er sucht, in welchem Preisrahmen und mit welchen Kriterien.
Dieses Profil hat den Unterschied gemacht. Es hat Professionalität signalisiert und dafür gesorgt, dass Makler ihn ernst genommen haben. Wer als Käufer konkret und verlässlich wirkt, bekommt Objekte oft früher oder exklusiver angeboten als jemand, der vage bleibt.
Die Wohnung, die es am Ende geworden ist, hatte Dario erstmals im Dezember 2023 gesehen. Das Objekt stand damals noch zu einem Preis auf dem Markt, der zu hoch war. Er hat nicht aufgegeben, sondern konsequent nachgehakt, immer wieder nachgefragt und sich regelmäßig beim Makler gemeldet. Der Preis wurde zunächst von 270.000 Euro auf 250.000 Euro gesenkt. Dario blieb dran, und am Ende hat er die Wohnung für 225.000 Euro eingekauft, also 45.000 Euro unter dem ursprünglichen Angebotspreis.
Warum die meisten Leute bei der Akquise scheitern
Johannes bringt es im Video auf den Punkt: Die allermeisten Interessenten hören nach der ersten oder zweiten Absage auf. Das dritte, vierte oder gar siebte Nachfragen macht fast niemand. Genau das ist aber der entscheidende Hebel, besonders wenn ein Objekt preislich noch nicht passt und der Verkäufer Zeit braucht, um sich zu bewegen.
Dario hat diesen Biss gehabt. Nicht aufdringlich, aber konsequent präsent. Er hat sich einfach immer wieder gemeldet, kurz und freundlich, und damit dafür gesorgt, dass er bei der Preisreduzierung sofort als erster Käufer in Erinnerung war. Das ist keine Raketenwissenschaft, es braucht nur ein bisschen Überwindung und die Disziplin, nicht aufzugeben.
- Ankaufsprofil erstellen und an alle relevanten Makler schicken
- Jeden Makler persönlich anrufen, nicht nur auf E-Mail verlassen
- Konsequent Follow-up machen, auch wenn zunächst nichts klappt
- Dranbleiben, wenn Preissenkungen passieren
- Ein Trello-Board oder ähnliches System nutzen, um den Überblick über alle Objekte zu behalten
Die Kalkulation: 225.000 Euro rein, 50.000 Euro plus raus
Der Stuttgarter Immobilienmarkt bewegt sich laut Dario bei einem Verkaufspreis von rund 4.000 bis 4.200 Euro pro Quadratmeter. Auf dieser Basis hat er die Kalkulation aufgebaut. Der Einkauf bei 225.000 Euro, dazu kommen Nebenkosten, Renovierungskosten und alle weiteren Positionen. Am Ende steht eine erwartete Gewinnmarge von mindestens 50.000 Euro, wahrscheinlich eher mehr.
Das ist beim ersten Flip ein sehr solides Ergebnis. Johannes betont im Video, dass es beim ersten Deal gar nicht darum geht, die exakte Zahl zu maximieren. Es geht ums Momentum, darum, den Prozess einmal komplett zu durchlaufen, Fehler zu machen, zu lernen und danach beim zweiten Objekt noch besser vorbereitet zu sein. Ob es am Ende 55.000 oder 60.000 Euro werden, ist für die eigene Weiterentwicklung nicht das Entscheidende.
Das Objekt: Grundriss, Deckenhöhe und Renovierungspotenzial
Über das Objekt selbst wird im Video nur in groben Zügen gesprochen, aber was durchkommt, klingt vielversprechend. Die Wohnung liegt in Stuttgart, hat eine Deckenhöhe von fast 2,70 Metern, was in dieser Preisklasse und in diesem Marktsegment ein klares Verkaufsargument ist. Der Grundriss bietet laut Dario viel Spielraum für die Renovierung, Wände können versetzt werden, es gibt Nischen, die sich für indirekte Beleuchtung eignen, und insgesamt lässt sich das Objekt mit dem richtigen Stil richtig gut aufwerten.
Geplant sind unter anderem:
- Industrietür als gestalterisches Element
- Parkettboden für ein hochwertiges Erscheinungsbild
- Nischen im Badezimmer mit indirekter Beleuchtung
- Gestaltung, die auf Käufer abzielt, die beim ersten Betreten sagen: Wow
Das ist kein Zufall. Ein guter Fix and Flip zielt nicht darauf ab, irgendwie renoviert zu werden. Das Ziel ist eine Wohnung, die beim Kaufinteressenten sofort eine emotionale Reaktion auslöst. Wer das schafft, verkauft schneller und zu einem besseren Preis.
Zusammenarbeit mit Johannes: Warum Coaching und Sparring den Unterschied machen
Dario hat sich entschieden, den ersten Flip nicht komplett alleine zu machen, sondern mit Johannes zusammenzuarbeiten. Der Grund: Er wollte nicht zwei Jahre lang durch Lehrgeld bezahlen, was andere schon durchgemacht haben. Das bedeutet nicht, dass Johannes vor Ort ist und die Besichtigungen übernimmt. Alles läuft digital, über WhatsApp, Zoom oder Google Meet. Der Wissenstransfer findet trotzdem statt, Kalkulationen werden gemeinsam durchgerechnet, Fragen werden direkt beantwortet.
Was Johannes dabei immer wieder betont: Er kann erklären, wie ein Trello-Board funktioniert, wie man ein Ankaufsprofil aufbaut oder wie man eine Kalkulation aufstellt. Ob jemand am Ende fünf oder zwanzig Objekte in die Pipeline schmeißt, liegt allein bei der Person selbst. Dario hat viel reingesteckt, und genau deshalb ist jetzt auch was rausgekommen.
Was kommt als nächstes?
Das Video ist Teil einer laufenden Serie. Dario hat beim Notar unterschrieben, wartet auf die Übergabe und ist sichtlich motiviert. Er hat keine Angst vor der Renovierungsphase, sondern freut sich darauf. Johannes hat angekündigt, dass es ein Vorher-Nachher-Video geben wird, in dem man sehen kann, was aus der Wohnung geworden ist, und natürlich das abschließende Fazit mit den echten Zahlen.
Wer den ersten Teil der Serie noch nicht gesehen hat, sollte das nachholen. Dort gibt es mehr Details zur Wohnung und zur ersten Besichtigung. Und wer selbst überlegt, seinen ersten Fix and Flip anzugehen, der sieht hier, dass es auch im Jahr 2024 noch funktioniert, wenn man strukturiert vorgeht, konsequent bleibt und nicht nach der ersten Absage aufhört.