Wohnung renovieren Part 3 | Mit Parkett und Co | Flipper
In Part 3 der Renovierungsserie nimmt dich Johannes mit auf die laufende Baustelle und zeigt, was sich seit dem letzten Update getan hat. Parkett ist bereits zur Hälfte verlegt, Bad und WC sind gefliest, und die Wohnung nimmt langsam aber sicher Form an. Dazu gibt es praktische Tipps rund um Ausgleichsmasse, Parkettauswahl und die richtigen Bodenleisten.
Was bisher passiert ist: Übersicht über den Baufortschritt
Seit dem letzten Video hat sich auf der Baustelle einiges getan. Johannes war beruflich in den USA, weshalb ein Upload ausgefallen ist, aber die Handwerker haben in der Zwischenzeit nicht geruht. In praktisch jedem Raum sind neue Arbeitsschritte abgeschlossen worden, und die Wohnung ist jetzt auf einem guten Weg Richtung Fertigstellung.
Der Rundgang beginnt im vorderen Bereich der Wohnung, wo Ausgleichsmasse auf dem Boden aufgebracht wurde. Das ist ein wichtiger Schritt, der oft unterschätzt wird: Nur wenn der Untergrund wirklich eben ist, kann ein Parkettboden später sauber und dauerhaft verlegt werden. Wände wurden gestrichen, und der Raum ist bereit für den nächsten Schritt.
WC und Badezimmer: Fliesen gesetzt, Endmontage steht bevor
Das separate WC, das in vielen Altbauwohnungen ein eigener kleiner Raum ist, wurde komplett gefliest. Laut Johannes ist dieser Bereich jetzt mehr oder weniger fertig und wartet nur noch auf die Endmontage, also die Installation von Sanitärobjekten, Armaturen und Zubehör.
Gleiches gilt fürs Badezimmer. Auch hier wurden die Fliesen gesetzt. Eine neue Wand wurde gezogen, dahinter befindet sich die Dusche. Dort hat das Team ein kleines gemauertes Podest eingebaut, was optisch und funktional einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Der Boden im Bad wurde ebenfalls frisch ausgeglichen, weshalb der Raum zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht betreten werden durfte.
Gerade im Badbereich gilt bei Fix-and-Flip-Projekten: Qualität beim Fliesenleger zahlt sich aus. Schlechte Fugen oder nicht lotrecht gesetzte Fliesen fallen Käufern sofort auf und können den Verkaufspreis drücken.
Ausgleichsmasse: Warum das bei Altbauten so wichtig ist
Ein konkreter Tipp, den Johannes in diesem Video ausdrücklich weitergibt: Wer einen Altbau renoviert, in dem die Böden schief, uneben oder wellig sind, sollte unbedingt Ausgleichsmasse einsetzen. Sie wird flüssig aufgetragen, verläuft von selbst und ergibt nach dem Aushärten eine absolut ebene Fläche.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast danach keinen Stress mehr beim Verlegen des Bodenbelags. Parkett, Vinyl oder Laminat, jeder dieser Beläge reagiert empfindlich auf Unebenheiten im Untergrund. Im schlimmsten Fall knarzt der Boden, bricht auf oder liegt nicht flach. Mit einer professionell eingegossenen Ausgleichsmasse vermeidest du genau das.
In dieser Wohnung wurden auf rund 120 Quadratmetern die Böden vollflächig ausgeglichen, damit der Parkett später ohne Unterbrechung durch die gesamte Wohnung verlegt werden kann. Das ist bei einer Wohnung dieser Größe ein nicht unerheblicher Aufwand, der sich aber lohnt, weil es den Gesamteindruck des Bodens massiv verbessert.
Der Parkett: Vollholz Eiche, gebürstet, weiß-grau geölt
Das Herzstück dieses Updates ist der Parkett, der bereits zur Hälfte verlegt ist. Johannes hat sich für Vollholz Eiche entschieden, und zwar in einer gebürsteten Variante, die anschließend mit einem weiß-grauen Öl behandelt wurde. Das Ergebnis ist ein moderner, heller Look ohne den typischen rötlich-dunklen Ton, den man von klassisch lackiertem Eichenparkett kennt.
Gebürsteter Parkett hat dabei gleich mehrere Vorteile:
- Die Maserung des Holzes tritt stärker hervor und wirkt natürlicher.
- Kleine Kratzer fallen weniger auf als bei hochglänzenden Oberflächen.
- Das weiß-graue Öl verleiht dem Boden einen zeitgemäßen, skandinavischen Charakter, der bei Käufern und Mietern aktuell sehr gefragt ist.
- Geölte Böden lassen sich bei Bedarf leichter nachbehandeln als lackierte.
Bei einem Fix-and-Flip-Projekt ist die Wahl des Bodenbelags eine der wichtigsten Entscheidungen überhaupt. Der Boden ist eine der ersten Dinge, die Interessenten bei einer Besichtigung wahrnehmen. Ein hochwertiger Parkettboden, der gut zum Gesamtbild der Wohnung passt, rechtfertigt einen höheren Verkaufspreis und hebt das Objekt von der Konkurrenz ab.
Bodenleisten: Weniger ist manchmal mehr
Eine weitere Entscheidung, die Johannes bewusst getroffen hat, betrifft die Bodenleisten. Das Team hat sich für 4 cm flache Leisten entschieden, statt der üblichen 6 bis 8 cm hohen Varianten.
Der Grund ist einfach: Da in dieser Wohnung alle Wände frisch verputzt wurden, gibt es keine alten, unebenen Kanten oder Übergänge, die kaschiert werden müssten. Hohe Leisten werden in vielen Renovierungen eingesetzt, um schlechte Wandabschlüsse zu verdecken. Das ist hier nicht nötig. Die schmalen Leisten wirken eleganter und moderner, was zum Gesamtkonzept der Wohnung passt.
Wer sein nächstes Renovierungsprojekt plant, sollte diesen Punkt früh mitdenken: Wände sauber verputzen lassen und dann auf schlanke Leisten setzen. Das sieht nicht nur besser aus, es spart im Zweifel auch Geld, da günstigere Leisten ausreichen.
Der Waschmaschinenraum: Abdichtung als Pflicht
Ein Raum, den es in dieser Form vorher nicht gab, ist der separate Waschmaschinenraum. Hier wurde der Boden abgefräst, also auf ein tieferes Niveau gebracht. Das hat einen praktischen Hintergrund: Falls die Waschmaschine mal ausläuft oder ein Schlauch platzt, läuft das Wasser nicht direkt in den Wohnbereich oder zu den Nachbarn darunter.
Das ist ein Detail, das viele bei der Renovierung vergessen, aber gerade bei vermieteten Immobilien oder beim Verkauf ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellt. Ein Wasserschaden durch eine Waschmaschine kann teuer werden, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Ärger mit Mietern oder Käufern. Wer das vorher baulich löst, hat später deutlich weniger Risiko.
Elektrik und Zeitplan: Noch drei bis vier Wochen bis zur Fertigstellung
Die Elektrik ist laut Johannes soweit abgeschlossen. Was noch fehlt, sind die abschließenden Arbeiten: Steckdosen und Schalter müssen noch gesetzt werden, der Parkett in den verbleibenden Räumen muss fertig verlegt werden, und dann stehen Bodenleisten, Endmontage im Bad und WC sowie kleinere Restarbeiten an.
Johannes schätzt, dass in etwa drei bis vier Wochen der Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein wird. Für ein Projekt dieser Größe, rund 120 Quadratmeter, ist das ein realistischer Zeitrahmen, wenn die Gewerke gut koordiniert sind und die Materialien rechtzeitig geliefert wurden.
Diese Koordination ist übrigens einer der unterschätzten Aspekte beim Fix and Flip. Die handwerkliche Qualität ist das eine, aber den Zeitplan im Griff zu halten ist das andere. Jede Woche, die eine Wohnung länger auf dem Markt oder in der Renovierung steckt, kostet Geld: Zinskosten auf den Kredit, laufende Nebenkosten und im schlimmsten Fall entgangene Mieteinnahmen oder ein sich veränderder Markt.
Ausblick: Notartermin und das nächste Projekt wartet
Am Ende des Videos gibt Johannes noch einen Ausblick auf das, was als nächstes kommt. Am Tag nach dem Dreh steht ein Notartermin an: der Verkauf des letzten abgeschlossenen Projekts. Das zeigt, wie die Maschine beim Fix and Flip im besten Fall läuft. Während ein Projekt noch in der Renovierung ist, wird das vorherige bereits verkauft und das nächste schon vorbereitet.
In drei Wochen steht außerdem ein Ankaufstermin für ein Haus an. Details nennt Johannes noch nicht, er will den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber es wird klar, dass das Portfolio wächst und die nächste Baustelle schon in den Startlöchern steht.
Für alle, die sich fragen, ob Fix and Flip das Richtige für sie ist: Johannes hat in einem früheren Video sehr offen darüber gesprochen, wie ein solches Projekt in der Realität abläuft. Seine klare Aussage dort war, dass es nicht für jeden geeignet ist. Wer die Hintergründe, Risiken und den tatsächlichen Aufwand verstehen will, sollte sich dieses Video ansehen, bevor man mit dem ersten Projekt startet.
Was du aus diesem Update mitnehmen kannst
Auch wenn dieses Video kein langes Tutorial ist, stecken darin mehrere konkrete Lernpunkte für jeden, der selbst ein Renovierungsprojekt plant:
- Ausgleichsmasse ist bei Altbauten kein optionaler Schritt, sondern die Basis für jeden sauberen Bodenbelag.
- Vollholzparkett in gebürsteter, geölter Ausführung ist aktuell ein starkes Verkaufsargument und hebt eine Wohnung vom Durchschnitt ab.
- Bodenleisten sollten zur tatsächlichen Wandqualität passen. Wer sauber arbeitet, braucht keine riesigen Leisten zum Kaschieren.
- Ein separater Waschmaschinenraum mit abgedichtetem oder abgesenktem Boden schützt vor teuren Wasserschäden.
- Der Zeitplan ist beim Fix and Flip genauso wichtig wie die handwerkliche Qualität. Jede zusätzliche Woche kostet Geld.
In den nächsten Videos wird die Wohnung fertig werden, und dann geht es ans Eingemachte: Verkauf, Abrechnung, und ein neues Projekt. Bleib dabei, wenn du sehen willst, wie das alles zusammenkommt.