Wohnung renovieren Part 3 | Mit Parkett und Co | Flipper
In Part 3 der Renovierungsserie zeigt Johannes den aktuellen Stand der Baustelle: Parkett ist bereits zur Hälfte verlegt, Bäder und Toilette sind gefliest, die Böden wurden ausgeglichen und die Wände frisch gestrichen. Ein kompakter Fortschrittsbericht mit konkreten Tipps rund um Bodenbelag, Ausgleichsmasse und Renovierungsdetails für Altbauwohnungen.
Was bisher passiert ist: Bodenausgleich, Fliesen und erste Parkettreihen
Johannes war beruflich in den USA unterwegs, weshalb eine Woche kein Upload möglich war. Dafür gibt es in diesem Update umso mehr zu sehen. Die Wohnung hat in kurzer Zeit deutliche Fortschritte gemacht. In mehreren Räumen wurde Ausgleichsmasse auf den Boden aufgebracht, um überall ein einheitliches Niveau zu schaffen. Das ist besonders wichtig, bevor ein hochwertiger Bodenbelag wie Parkett verlegt wird.
Toilette und Badezimmer sind mittlerweile vollständig gefliest und warten auf die Endmontage. Im Badezimmer wurde eine neue Wand gesetzt, dahinter befindet sich die Dusche. Ein kleines gemacuertes Podest wurde realisiert, der Boden frisch ausgeglichen. Weil alles noch frisch war, durfte der Raum zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht betreten werden.
Ausgleichsmasse im Altbau: Ein Tipp, der viel Stress spart
Wer eine Altbauwohnung renoviert, kennt das Problem: Die Böden sind selten wirklich eben. Schrägen, Wellen und Unebenheiten sind in alten Gebäuden die Regel, nicht die Ausnahme. Wenn dann ein neuer Bodenbelag verlegt werden soll, rächt sich das schnell.
Johannes empfiehlt daher ausdrücklich, vor dem Verlegen von Parkett oder anderen Bodenbelägen eine Ausgleichsmasse einzugießen. Der Aufwand lohnt sich, weil du danach auf einem komplett ebenen Untergrund arbeitest und keine Probleme mit dem fertigen Bodenbelag bekommst. In dieser Wohnung wurden alle Zimmer so vorbereitet, sodass das Parkett auf rund 120 Quadratmetern durchgehend ohne Höhenunterschiede verlegt werden kann.
- Ausgleichsmasse schafft einen gleichmäßigen, tragfähigen Untergrund
- Sie verhindert spätere Probleme wie knarzende oder wackelnde Dielen
- Besonders im Altbau ist dieser Schritt vor jedem Bodenbelag sinnvoll
- Der Mehraufwand zahlt sich langfristig aus, gerade beim Weiterverkauf
Vollholzparkett Eiche: Die Wahl des Bodenbelags
Das Herzstück dieser Renovierung ist der neue Boden. Johannes hat sich für Vollholzparkett aus Eiche entschieden. Der Boden wurde gebürstet und mit einem weißgrauen Öl behandelt. Das Ergebnis ist ein moderner, heller Look, der nichts mit dem typischen dunklen, rötlichen Eindruck von klassischem Eichenparkett gemein hat.
Gebürstetes und geöltes Eichenparkett hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, weil es zeitgemäß wirkt und gleichzeitig die natürliche Maserung des Holzes betont. Für eine Eigentumswohnung, die verkauft werden soll, ist das eine kluge Entscheidung: Der Bodenbelag spricht eine breite Käufergruppe an und hebt den Gesamteindruck der Immobilie deutlich an.
Flache Sockelleisten für einen sauberen Abschluss
Ein Detail, das Johannes bewusst gewählt hat: Die Sockelleisten sind nur 4 cm hoch. In vielen Renovierungen werden 6 bis 8 cm hohe Leisten verwendet, oft weil die Wände nicht sauber verputzt sind und die breite Leiste etwaige Unebenheiten am Übergang zum Boden kaschiert.
In dieser Wohnung wurden alle Wände neu verputzt. Das bedeutet, es gibt nichts zu verdecken. Die schlanken 4-cm-Leisten wirken dadurch eleganter und moderner. Wer sauber arbeitet, kann sich am Ende auch diesen kleinen, aber sichtbaren Unterschied leisten.
Fortschritt auf der Baustelle: Zimmer für Zimmer
Zum Zeitpunkt des Videos ist der Parkett in etwa zur Hälfte verlegt. Ein Zimmer ist nahezu fertig, es fehlen nur noch einzelne Stücke an der Wand. In einem weiteren Raum wurde erst am Abend zuvor begonnen, dort lagen noch der Trittschall und die ersten Reihen. Das restliche Parkett soll in den folgenden Tagen fertiggestellt werden.
Im Schlafzimmer bleibt ein vorhandener Einbauschrank erhalten. Die Fronten werden abgeschliffen und neu lackiert, wahrscheinlich in einem modernen Betongrau. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man beim Fix and Flip gezielt spart, ohne auf Qualität und Optik zu verzichten: Was noch in Ordnung ist, wird aufgearbeitet statt komplett ersetzt.
Für die Waschmaschine wurde ein eigener kleiner Raum vorbereitet. Der Boden dort wurde abgefräst, damit bei einem möglichen Wasseraustritt kein Wasserschaden in den restlichen Räumen entsteht. Solche vorausschauenden Maßnahmen sind beim Renovieren und späteren Vermieten oder Verkaufen wichtig.
- Parkett ca. zur Hälfte verlegt, Fertigstellung in den nächsten Tagen geplant
- Elektrik weitgehend abgeschlossen, Dosen müssen noch gesetzt werden
- Bad und Toilette gefliest, bereit für Endmontage
- Einbauschrank wird aufgearbeitet statt erneuert
- Waschmaschinenraum mit abgefrästem Boden als Wasserschutz
Zeitplan und nächste Schritte
Johannes schätzt, dass die Wohnung in rund drei bis vier Wochen deutlich weiter sein wird. Die großen Gewerke sind durch, was jetzt noch kommt, sind die Abschlussarbeiten: Dosen setzen, Parkett fertiglegen, Sockelleisten montieren und die Endmontage in Bad und Toilette.
Parallel dazu steht ein Notartermin für den Verkauf des vorherigen Projekts an. Wer den Fix-and-Flip-Prozess von Anfang bis Ende verstehen will, dem empfiehlt Johannes das Video, in dem er den Ablauf seines letzten Projekts ehrlich und detailliert erklärt hat. Seine Einschätzung dazu ist klar: Fix and Flip ist nichts für jeden. Wer sich das antut, sollte wissen, was auf ihn zukommt.
Außerdem steht in drei Wochen ein Notartermin für den Ankauf eines Hauses an. Details dazu gibt es erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Auch das ist eine Haltung, die beim Immobilieninvestment Sinn macht: Nicht vorgreifen, nicht zu früh kommunizieren, erst handeln und dann berichten.
Was du aus diesem Update mitnehmen kannst
Auch ein kurzes Baustellenvideo steckt voller praxisnaher Hinweise. Die wichtigsten Punkte aus Part 3 zusammengefasst:
- Ausgleichsmasse vor dem Verlegen von Parkett ist kein Luxus, sondern Pflicht, besonders im Altbau
- Vollholzparkett aus Eiche, gebürstet und geölt, ist eine zeitlose Wahl für Kapitalanlagen und Fix-and-Flip-Projekte
- Flache Sockelleisten setzen voraus, dass die Wände sauber verputzt sind. Wer von Anfang an sauber arbeitet, spart sich Kaschierungen am Ende
- Bestehende Einbauten wie Schränke aufzuarbeiten statt zu ersetzen, spart Budget ohne Optikeinbußen
- Vorausschauende Details wie ein abgefräster Boden im Waschmaschinenbereich schützen vor teuren Folgeschäden
Die Wohnung nimmt Form an. In Part 4 wird es voraussichtlich schon deutlich mehr zu sehen geben, wenn Parkett, Leisten und Endmontage fertiggestellt sind.