Wohnung in Stuttgart renoviert: Partnerflipper-Projekt mit Wow-Effekt
In diesem Vorher-Nachher-Video zeigt Johannes gemeinsam mit seinem Partnerflipper Nikola, was aus einer in die Jahre gekommenen 75-Quadratmeter-Wohnung in Stuttgart geworden ist. Vier Monate Renovierungszeit, kluge Budgetentscheidungen und professionelles Homestaging haben aus einem durchschnittlichen Altbau ein wirklich sehenswert aufgewertetes Objekt gemacht. Dazu gibt es ehrliche Einblicke in das, was beim nächsten Mal vielleicht anders laufen würde.
Das Objekt: 75 m² in Stuttgart, zwei Zimmer, großes Potenzial
Die Wohnung bringt auf 75 Quadratmetern ein Schlafzimmer mit eigenem kleinen Balkon, ein zweites Zimmer, das sich als Kinderzimmer oder Homeoffice eignet, eine Küche, einen Wohn- und Eingangsbereich, ein separates WC sowie ein Badezimmer und einen weiteren Balkon mit. Für ein junges Paar ohne Kinder oder als Kapitalanlage mit vermietbarer Grundrissstruktur ist das ein klassisches, gut funktionierendes Layout.
Der Ausgangszustand war nach Johannes' eigener Einschätzung "eigentlich okay", also kein totales Chaos, aber eben auch weit von einem zeitgemäßen Zustand entfernt. 20 Jahre alter Eiche-Laminat auf dem Boden, Tapeten an den Wänden, keine abgehängten Decken, teils beschädigte Oberflächen und eine veraltete Optik im Gesamtbild. Genau der Zustand, den Fix-and-Flip-Investoren suchen: renovierungsbedürftig, aber strukturell solide.
Vier Monate Renovierung, wenig Eigenleistung, klare Planung
Nikola als Partnerflipper hat die Renovierung von Anfang an mit wenig eigener Handwerksarbeit geplant. Die Eigenleistung beschränkte sich auf das Entrümpeln, also das Entfernen des alten Bodens und der alten Küche. Alles andere wurde an Handwerker vergeben. Das war kein Fehler, sondern so vorgesehen. Das Ziel bei einem Partnerflipper-Projekt ist nicht, selbst täglich auf der Baustelle zu stehen, sondern das Projekt zu steuern, Entscheidungen zu treffen und das Budget im Griff zu behalten.
Die Renovierungsphase dauerte vier Monate, wobei der August durch die handwerkstypische Urlaubszeit deutlich weniger produktiv war als geplant. Wer in der Baubranche arbeitet oder mit Handwerkern zu tun hat, kennt das: Im August passiert schlicht weniger. Das ist kein Sonderproblem dieses Projekts, sondern ein strukturelles Thema, das man bei der Zeitplanung immer einkalkulieren sollte.
Was wurde konkret gemacht? Die Renovierungsmaßnahmen im Detail
Das Projekt zeigt gut, wie man mit einem kontrollierten Budget eine Wohnung deutlich aufwertet, ohne in jeden Bereich maximalen Aufwand zu stecken. Hier ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen:
- Boden: Der alte Eiche-Laminat wurde vollständig entfernt und durch einen Vinyl-Boden in Eiche-Optik ersetzt. Die Dielen sind großformatig, breiter und länger als Standard, was dem Raum eine hochwertige Anmutung gibt. Vinyl statt Vollholzparkett war eine bewusste Entscheidung, denn bei einer möglichen Vermietung leidet Echtholzparkett deutlich stärker. Vinyl ist robuster, pflegeleichter und preiswerter in der Anschaffung.
- Wände und Decken: Tapeten wurden entfernt, Wände verputzt und gespachtelt. Im Schlafzimmer wurden Steckdosen rechts und links nachgerüstet. Die abgehängten Decken waren teilweise bereits vorhanden, wurden aber genutzt, um nachträglich eine LED-Leiste als dezentes Highlight einzubauen. Das Licht ist nicht für den Dauerbetrieb gedacht, sondern als Akzent, der beim Erstbesuch sofort Wirkung erzeugt.
- Heizkörper: Die vorhandenen Heizkörper wurden lackiert und mit neuen Thermostatköpfen versehen, statt sie komplett zu tauschen. Das spart erheblich gegenüber einem Vollersatz. Im separaten WC wurde ein neuer schwarzer Heizkörper eingebaut, der optisch zum Gesamtstil passt.
- Türen: Die Bestandstüren wurden behalten, da sie gut zu den erhaltenen Zargen mit Schattenfugen passen. Lackiert, mit neuen Griffen und ausgetauschten Innenschlössern sehen sie wieder sauber aus. Auch hier gilt: Wenn etwas strukturell in Ordnung ist und zum Gesamtbild passt, muss man es nicht ersetzen.
- Küche: Die alte Küche wurde entfernt. Fürs Homestaging wurde eine Pappküche aufgestellt, die optisch überzeugt. Sechs neue Deckenspots wurden nachgerüstet. Steckdosen wurden angepasst, Starkstromanschluss für die Küche eingerichtet.
- WC: Die Fliesen waren noch in brauchbarem Zustand und wurden behalten. Wände aufbereitet, Spritzschutz erneuert, neue Armaturen eingebaut. Eine Vollsanierung wäre hier über das Ziel hinausgeschossen und hätte das Budget unnötig belastet.
- Balkone und Außenbereiche: Einmal gestrichen und versiegelt. Alte braune Fliesen wurden versiegelt statt herausgebrochen. Das Ergebnis ist sauber und ansehnlich.
- Rollobänder: Auch Details wie neue Rollobänder wurden nicht vergessen. Der Hinweis auf Hornbach-Austauschsets zeigt, wie man solche Kleinigkeiten selbst erledigen kann, ohne den Kastenrahmen zu öffnen.
- Schiebetür zur Küche: Ein echtes Highlight ist die neue Schiebetür, die magnetisch einschnappt und optisch sehr hochwertig wirkt. Kostenpunkt laut Nikola: rund 550 Euro aus dem Standardprogramm von Hornbach. Eine Maßanfertigung beim Spezialanbieter hätte schnell das Vierfache gekostet.
Homestaging als entscheidender Hebel
Johannes betont ausdrücklich, wie viel das Homestaging zum Gesamteindruck beiträgt. Der gewählte Stil lässt sich als Bohemian Modern beschreiben: Erdtöne, Holzelemente, graue Akzente, ein leicht skandinavischer Touch. Das spricht eine breite Käufergruppe an und macht die Wohnung in Fotos und bei Besichtigungen deutlich attraktiver.
Die Staging-Küche aus Pappe, die bereits beim ersten eigenen Objekt von Johannes zum Einsatz kam und laut seiner Aussage noch immer hält, kostet einmalig rund 550 Euro und wird für jedes Projekt wiederverwendet. Das ist eine einmalige Investition mit langfristiger Wirkung. Homestaging ist kein Luxus, sondern ein kalkuliertes Werkzeug, um Interessenten zu überzeugen und Besichtigungsquoten zu erhöhen.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatten bereits rund zehn Besichtigungen stattgefunden, mit weiteren geplanten Terminen und ersten vorliegenden Kaufangeboten. Das Objekt ist also kein Ladenhüter. Ziel ist ein Gewinn von knapp 50.000 Euro, wobei Johannes betont, dass man nach der Lage auch etwas darunter landen könnte, das aber dennoch vollständig im Rahmen des Plans liegt.
Was würde Johannes beim nächsten Mal anders machen?
Ehrlichkeit gehört bei Flipper Immo dazu. Es gab eine Sache, die Johannes im Video explizit anspricht und die er beim nächsten vergleichbaren Projekt anders angehen würde: eine bestimmte Oberfläche im Badbereich, die stark vergriffen war und ausgetauscht gehört hätte. Das hätte wahrscheinlich keinen riesigen Unterschied beim Verkaufspreis gemacht, aber es wäre handwerklich die sauberere Lösung gewesen. Solche Details fallen Käufern bei näherer Betrachtung auf.
Ansonsten lief die Renovierung nach Nikos Aussage weitgehend reibungslos. Keine großen Katastrophen, keine unerwarteten Kostensprünge. Das ist bei einem gut vorbereiteten Flip-Projekt das Ziel: Überraschungen minimieren, Planung einhalten, Budget kontrollieren.
Was dieses Projekt für angehende Fix-and-Flip-Investoren bedeutet
Dieses Stuttgarter Projekt illustriert mehrere Grundprinzipien des Fix-and-Flip-Ansatzes sehr anschaulich:
- Budget diszipliniert einhalten: Nicht jede Maßnahme muss auf Top-Niveau ausgeführt werden. Heizkörper lackieren statt tauschen, Bestandsfliesen behalten statt neu verlegen, das spart echtes Geld ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
- Zielgruppe klar definieren: 75 m², zwei Zimmer, gute Lage in Stuttgart. Das Objekt richtet sich an ein junges Pärchen oder an Kapitalanleger. Darauf war die Renovierung abgestimmt: kein Vollholzparkett, das bei Vermietung leidet, stattdessen robuster Vinyl mit hochwertiger Optik.
- Eigenleistung bewusst steuern: Nikola hat nur beim Entrümpeln selbst Hand angelegt. Der Rest lief über Handwerker. Das ist ein legitimes Modell, das Zeit spart und Qualität sichert, wenn man die richtigen Leute kennt.
- Details machen den Unterschied: LED-Leiste, magnetische Schiebetür, neue Griffe, frische Rollobänder. Keiner dieser Punkte kostet viel. Zusammen ergeben sie aber das Gefühl einer komplett erneuerten Wohnung.
- Homestaging von Anfang an einplanen: Wer seinen Flip ohne Homestaging auf den Markt bringt, verschenkt Potenzial. Die Bilder entscheiden, ob jemand zur Besichtigung kommt oder nicht.
Nikola plant, das Flipping neben seinem Beruf weiterzuführen. Dieser Ansatz, also gemütlich nebenberuflich flipped, ist einer der häufigsten Einstiege in die Welt des Fix and Flip. Mit dem richtigen Netzwerk, einem erfahrenen Team im Hintergrund und einem klaren Prozess lässt sich das auch ohne Vollzeiteinsatz erfolgreich umsetzen.
Johannes und sein Team begleiten aktuell über 30 aktive Baustellen mit Partnerflippern quer durch Deutschland. Wer sich für dieses Modell interessiert, findet den Einstieg direkt über den Link in der Videobeschreibung.