Kranke Wohnungsrenovierung: Vorher - Nachher | Roomtour durch unsere zweite Wohnung
In diesem Video zeigt Johannes die komplette Vorher-Nachher-Transformation seiner zweiten Fix-and-Flip-Wohnung. Vom verdreckten Teppichboden und veralteter Tapete bis hin zu einem modernen, hellen Wohnkonzept im skandinavischen Stil erfährst du hier, was wirklich hinter einer durchdachten Wohnungsrenovierung steckt. Die Roomtour führt durch alle Räume, erklärt konkrete Entscheidungen und zeigt, worauf es beim Renovieren als Immobilieninvestor wirklich ankommt.
Das zweite Flip-Projekt ist abgeschlossen
Wer schon das erste Vorher-Nachher-Video von Johannes kennt, weiß, dass jedes neue Projekt eine eigene Geschichte mitbringt. Diese zweite Wohnung ist dabei in vielerlei Hinsicht ein Schritt nach vorne: Das Ergebnis ist laut Johannes mindestens zehn Mal besser als beim ersten Clip. Die Lernkurve bei Fix and Flip ist steil, und genau das sieht man, wenn man sich die Details in dieser Roomtour anschaut.
Was den Vorher-Nachher-Effekt so stark macht: Wer jeden Zentimeter einer Wohnung kennt, weil man selbst monatelang daran gearbeitet hat, nimmt den Wandel kaum noch wahr. Für Außenstehende, die das Ergebnis zum ersten Mal sehen, ist die Transformation umso krasser. Genau darum lohnt es sich, solche Videos zu drehen, nicht nur als Content, sondern auch als ehrliche Dokumentation des eigenen Fortschritts als Immobilieninvestor.
Schlafzimmer: Teppich raus, Eichenparkett rein
Der Ausgangszustand im Schlafzimmer war, wie man es von vielen älteren Wohnungen kennt: Teppichboden, Tapeten, braune Fensterrahmen und Möbel, die einfach im Weg standen. An den Wänden hingen Kreuze, das Zimmer wirkte dunkel und zugestellt.
Was danach entstand, ist ein komplett anderer Raum:
- Wände wurden komplett weiß gestrichen
- Der Teppichboden wurde entfernt und durch Eichenparkett ersetzt, das Johannes als bisher besten Boden bezeichnet, den er verlegt hat
- Die Fensterrahmen wurden weiß lackiert und mit neuen Griffen versehen
- Die gesamte Elektrik wurde erneuert, alle Schalter und Steckdosen jetzt einheitlich in Schwarz gehalten
- Die Oberlichter wurden gegen moderne Modelle ausgetauscht
- Neue Innentüren wurden eingebaut, Lichtschalter und Türgriffe durchgehend in Schwarz, passend zum skandinavischen Stil
Der durchgehende Designansatz zieht sich durch die gesamte Wohnung: helle Wände, dunkle Akzente, natürliche Materialien. Das sorgt für ein stimmiges Gesamtbild, das bei Besichtigungen sofort zieht.
Gang und Elektrik: Sicherheit auf aktuellem Stand
Im Gang wurde die Gelegenheit genutzt, die gesamte Elektrik auf Vordermann zu bringen. Sicherungskasten, Elektroschalter und FI-Schalter wurden komplett erneuert. Damit ist die Wohnung nicht nur optisch, sondern auch technisch up to date, was bei einer Kapitalanlage oder Weitervermietung keine Kleinigkeit ist.
Die Tür im Gang wurde weiß lackiert und mit einem neuen, passenden Griff versehen. Ein Detail, das viele beim Renovieren unterschätzen: Einheitliche Griffe und Schalter in der gleichen Farbe durch alle Räume ziehen das Gesamtbild deutlich zusammen, ohne viel Geld zu kosten.
Küche: Pub-Atmosphäre als Verkaufsargument
Die Küche war schon beim ersten Flip ein Thema, und Johannes hat auch diesmal wieder auf seine bewährte Pub-Küche gesetzt. Das Konzept ist einfach: eine Küchenzeile, die durch ihre Optik auffällt und bei Besichtigungen im Gedächtnis bleibt.
Die Anschaffung der Ausstattung für diesen Look hat rund 400 Euro gekostet. Was auf den ersten Blick viel klingt, rechnet sich schnell: Johannes hat das Material bereits mehrfach eingesetzt und die 400 Euro über den erzielten Kaufpreis längst wieder reingeholt. Wiederverwendbarkeit spielt beim Fix and Flip eine unterschätzte Rolle, gerade bei Staging-Elementen.
Zusätzlich wurde zur Besichtigung mit frisch gemahlenem Kaffee gearbeitet, um eine einladende Atmosphäre zu schaffen. Klingt banal, funktioniert aber. Wer schon mal eine Besichtigung gemacht hat, weiß, dass die emotionale Wirkung eines Raumes über den rationalen Eindruck hinausgeht.
Weitere Maßnahmen in der Küche:
- Starke Ausrichtung auf Helligkeit durch gezielt eingebaute Strahler
- Oberlicht wurde ausgetauscht
- Türen und Elektrik wurden angeglichen
- Graue Fliesen, die sich auch im Bad wiederholen, sorgen für einen roten Faden im Gesamtkonzept
Badezimmer: Komplettumbau auf kleinstem Raum
Das Badezimmer ist der aufwendigste Teil dieser Renovierung und gleichzeitig das Ergebnis, auf das Johannes am stolzesten ist. Fast alles wurde verändert, nur die Tür und das Oberlicht blieben erhalten.
Das Besondere: Das Gebäude hat eine Deckenheizung, was bedeutet, dass die Decke nicht gedämmt oder verändert werden kann. Die Lösung war eine abgehängte Decke, die Platz für moderne Deckenspots schafft und gleichzeitig den Raum strukturiert.
Was im Badezimmer umgesetzt wurde:
- Wand wurde versetzt und neu gemauert, um mehr Bewegungsfreiheit in der Dusche zu schaffen
- Einbau eines Unterputz-Spülkastens in der Wand
- Eine ebenerdige Dusche mit einem gemauerten Podest als Stufe: einfach, elegant und funktional
- Abgehängte Decke für Spots
- Graue Fliesen, passend zur Küche
- Eichenholz, gebürstet und mit einem leichten Weißanteil gefüllt, für Waschtischunterschrank und Ablage
- Der Boden ebenfalls mit Weißanteil, was den Raum aufhellt ohne den Holzcharakter zu verlieren
Das Eichenholz mit Weißlasur zieht sich als Material durch das gesamte Bad und verbindet die verschiedenen Elemente zu einem stimmigen Ganzen. Johannes betont, dass er nicht zu viele verschiedene Materialien und Farben mischt, damit sich die Oberflächen nicht optisch beißen.
Besonders erwähnenswert: Die Badezimmertür wurde von Johannes' Bruder gefertigt, der gerade seinen Schreinermeister macht. Das Ergebnis ist laut Johannes auf dem Niveau einer Münchner Penthouse-Wohnung, und wenn man die Bilder sieht, übertreibt er dabei kaum. Eichenholz, sauber verarbeitet, passt perfekt zum restlichen Konzept.
Hinter der Tür verbirgt sich außerdem noch ein Abstellraum. Durch das Versetzen der Wand ist er zwar kleiner geworden, aber immer noch deutlich größer als in vergleichbaren Wohnungen dieser Größe.
Wohnzimmer und Essbereich: Licht, Raum, Balkon
Das Wohnzimmer war vor der Renovierung ein klassisches Beispiel für schlecht genutzte Fläche: drei Lagen Tapete übereinander, dicker Teppichboden, der teilweise zwei Tage Arbeit gekostet hat, um ihn herauszureißen, und eine insgesamt dunkle, zugestellte Atmosphäre.
Nach der Renovierung wirkt der Raum doppelt so groß, obwohl die Grundfläche dieselbe geblieben ist. Das liegt an drei Faktoren:
- Wände komplett in Weiß, keine ablenkenden Muster oder Farben
- Der neue Eichenparkett-Boden, der Wärme und Struktur gibt, ohne zu dominieren
- Eine große Glasfront zum Balkon, die den Blick ins Grüne freigibt und natürliches Licht reinlässt
Die Elektrik wurde auch hier angepasst, einheitlich und auf den Stil der restlichen Wohnung abgestimmt. Das Ergebnis ist ein Wohnbereich, der hell, modern und gleichzeitig wohnlich wirkt.
Balkon: Douglasienholz und Südwestlage
Der Balkon ist der letzte Raum in der Tour und wurde bewusst einfach gehalten. Der Aufwand war überschaubar, die Wirkung aber nicht:
- Wände wurden weiß aufgefrischt
- Auf dem Boden wurde ein selbst gebauter Lattenrost aus Douglasienholz verlegt
- Douglasie ist wetterfest, günstig im Baumarkt oder beim Holzhändler erhältlich und langlebig
- Die Arbeitszeit für den Lattenrost: rund zwei bis drei Stunden
Der Balkon liegt auf der Südwestseite, was bedeutet: Nachmittagssonne, Blick ins Grüne und eine Außenfläche, die tatsächlich genutzt werden kann. Bei der Vermarktung einer Wohnung ist das ein echtes Argument.
Was dieses Projekt für Immobilieninvestoren bedeutet
Dieses Flip-Projekt zeigt eine Reihe von Prinzipien, die sich in der Praxis bewähren und für jeden relevant sind, der mit Immobilien Rendite erzielen will:
- Durchgehende Designsprache: Schwarz als Akzentfarbe, Eichenholz als Material, Weiß als Basis. Das zieht sich durch jeden Raum und schafft ein stimmiges Ergebnis, das sich gut fotografieren und vermarkten lässt.
- Wiederverwendbarkeit von Staging-Elementen: Die 400 Euro für die Pub-Küche haben sich über mehrere Projekte hinweg amortisiert. Wer Fix and Flip als Modell betreibt, denkt von Anfang an in solchen Zyklen.
- Technische Grundlagen nicht vernachlässigen: Elektrik, FI-Schalter, Sicherungskasten. Das ist kein Spaß, aber es ist die Basis, auf der alles andere aufbaut, und bei einer Kapitalanlage nicht verhandelbar.
- Kreative Lösungen für bauliche Einschränkungen: Die Deckenheizung ließ keine Arbeit an der Decke zu. Die abgehängte Decke war die richtige Antwort darauf. Beim Renovieren tauchen immer unvorhergesehene Probleme auf; wer flexibel denkt, findet Lösungen ohne das Budget zu sprengen.
- Team ist alles: Johannes betont das am Ende des Videos explizit. Familie, Handwerker, Freunde, ohne ein verlässliches Netzwerk ist ein solches Projekt kaum zu stemmen. Das gilt für die erste Wohnung genauso wie für das zehnte Objekt.
Das nächste Projekt ist laut Johannes bereits in Vorbereitung und soll möglicherweise größer werden. Wer die Entwicklung von Flipper Immo verfolgen will, bekommt hier einen authentischen Einblick in das, was Fix and Flip in Deutschland wirklich bedeutet: harte Arbeit, kluge Entscheidungen und das konsequente Lernen aus jedem abgeschlossenen Projekt.