2035 wird das Leben hart als Handwerker
Mit seiner letzten Immobilie hat Johannes innerhalb von nur 7 Monaten einen Gewinn von 86.000 Euro erzielt. In diesem Video gibt er einen ehrlichen Einblick in den Alltag auf der Baustelle und zeigt, warum Fix and Flip trotz aller Herausforderungen eine der spannendsten Strategien im Immobilienhandel bleibt. Und er stellt eine Frage, die jeden beschäftigen sollte, der heute noch auf günstige Handwerkerkapazitäten setzt.
86.000 Euro Gewinn in 7 Monaten: Was steckt dahinter?
Wer zum ersten Mal von Fix and Flip hört, denkt oft, das sei etwas für Profis mit dickem Kapitalpolster und einem Netzwerk von Handwerkern, das über Jahre gewachsen ist. Johannes zeigt in diesem Video, dass das nicht stimmen muss. 86.000 Euro Gewinn in 7 Monaten klingt nach einer Zahl, die man sich merkt. Und genau das ist sie: ein konkretes Ergebnis aus einer konkreten Immobilientransaktion, kein theoretischer Wert, kein Durchschnitt, kein Hochglanzprospekt.
Das Prinzip hinter Fix and Flip ist simpel. Du kaufst eine Immobilie unter Marktwert, meist weil sie in einem schlechten Zustand ist oder der Verkäufer schnell verkaufen möchte. Dann renovierst du sie mit möglichst wenig Kapitaleinsatz und möglichst viel Effizienz. Anschließend verkaufst du die Immobilie zu einem deutlich höheren Preis. Die Differenz zwischen Einkaufs-, Renovierungs- und Verkaufspreis ist dein Gewinn, aus dem dann Steuern, Transaktionskosten und deine eigene Zeit herausgerechnet werden.
Was den meisten Einsteigern dabei fehlt, ist nicht das Konzept, sondern die Umsetzung. Und genau hier kommt ein Thema ins Spiel, das Johannes in diesem Video anspricht: der Handwerker.
Das Handwerkerproblem im deutschen Immobilienmarkt
Wer in Deutschland schon mal eine Renovierung beauftragt hat, kennt das Gefühl. Du rufst an, bekommst keinen Rückruf. Du schreibst eine E-Mail, die Antwort kommt nach drei Wochen. Und wenn der Handwerker dann doch auftaucht, ist das Angebot so hoch, dass sich die ganze Kalkulation verschiebt. Das ist kein Einzelschicksal, das ist der aktuelle Zustand auf dem deutschen Baumarkt.
Und dieser Zustand wird sich bis 2035 nicht verbessern, er wird sich verschlechtern. Warum? Weil die Babyboomer-Generation jetzt in Rente geht und dabei einen erheblichen Teil der Fachkräfte im Handwerk mit sich zieht. Gleichzeitig entscheiden sich immer weniger junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk. Die Gesellschaft hat das Handwerk jahrzehntelang als weniger attraktiv dargestellt als ein Studium. Das rächt sich jetzt.
Für Fix-and-Flip-Investoren bedeutet das: Wer heute noch kein belastbares Handwerkernetzwerk aufbaut, wird es 2035 sehr schwer haben. Die Kapazitäten werden knapper, die Preise werden steigen, und die Wartezeiten werden länger. Das drückt direkt auf die Rendite jeder Renovierungsimmobilie.
Warum Handwerkerbeziehungen zum Kerngeschäft gehören
Im Fix-and-Flip-Bereich ist der Handwerker nicht Dienstleister, er ist Geschäftspartner. Das klingt pathetisch, stimmt aber. Ein Handwerker, dem du regelmäßig Aufträge gibst, der dich als verlässlichen Kunden kennt, der weiß, wie du arbeitest und was du erwartest, der ist unbezahlbar. Nicht weil er günstiger ist als jemand anderes, sondern weil er verfügbar ist, weil er pünktlich kommt, weil er Probleme meldet bevor sie teuer werden, und weil er auch mal eine kurzfristige Baustelle annimmt.
Gute Handwerkerbeziehungen entstehen nicht über Plattformen und nicht über das günstigste Angebot. Sie entstehen durch Zuverlässigkeit auf deiner Seite: pünktliche Zahlung, klare Absprachen, respektvoller Umgang, und kontinuierliche Aufträge. Wer als Investor nur einmal im Jahr eine Immobilie renoviert, wird es schwerer haben als jemand, der drei bis fünf Objekte im Jahr durchschleust und dabei immer wieder auf dieselben Handwerker zurückgreift.
Das ist auch einer der Gründe, warum Skalierung im Fix and Flip so wichtig ist. Je mehr Volumen du aufbaust, desto attraktiver wirst du als Auftraggeber für gute Handwerksbetriebe.
Was das für deine Kalkulation bedeutet
Wer heute eine Renovierungsimmobilie kalkuliert, muss die Handwerkerkosten realistisch ansetzen, und das heißt: eher zu hoch als zu niedrig. Die Zeiten, in denen man für einen Quadratmeter Fliesenlegen 15 Euro bezahlt hat, sind in vielen Regionen Deutschlands vorbei. Und selbst wenn du regional noch günstigere Preise findest, musst du die Wartezeit einkalkulieren.
Jeder Monat, den eine Immobilie länger steht als geplant, kostet dich Geld. Du zahlst Zinsen auf den Kredit, du zahlst eventuelle Nebenkosten, und du verlierst Zeit, in der du bereits das nächste Objekt hätte verkauft haben können. Zeit ist beim Fix and Flip der versteckte Kostenfaktor.
- Plane Handwerkerkapazitäten immer vor dem Kauf einer Immobilie ab, nicht danach.
- Kalkuliere Puffer von mindestens 20 Prozent auf die Renovierungskosten ein.
- Rechne mit längeren Wartezeiten, besonders bei Gewerken wie Elektrik, Sanitär und Heizung.
- Baue Beziehungen zu Handwerkern auf, auch wenn du gerade kein Objekt hast.
- Wer mehrere Objekte gleichzeitig hat, verhandelt aus einer stärkeren Position.
Fix and Flip 2035: Wer vorbereitet ist, gewinnt
Die gute Nachricht ist: Wer die Entwicklung am Handwerkermarkt früh versteht und entsprechend handelt, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Während andere Investoren in zehn Jahren um Termine kämpfen und überhöhte Angebote akzeptieren müssen, arbeitest du mit einem festen Team, das dich kennt und priorisiert.
Das ist kein Geheimwissen. Es ist Grundlagenarbeit. Und es beginnt jetzt, nicht 2034.
Johannes zeigt in seinen Videos immer wieder, dass Fix and Flip kein Selbstläufer ist, aber auch kein Hexenwerk. Es braucht ein solides Netzwerk, eine realistische Kalkulation und die Bereitschaft, Dinge professionell anzugehen. 86.000 Euro in 7 Monaten sind kein Zufallsergebnis. Sie sind das Resultat von Vorbereitung, gutem Einkauf und effizienter Renovierung mit den richtigen Leuten.
Wenn du anfangen willst, dich ernsthaft mit dem Thema Immobilienhandel und Fix and Flip zu beschäftigen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Der Markt bietet aktuell gute Einkaufsmöglichkeiten, und wer heute sein Handwerkernetzwerk aufbaut, steht in wenigen Jahren deutlich besser da als die Konkurrenz.
Fazit
Das Handwerk wird knapper, teurer und gefragter. Für Immobilieninvestoren, die auf Renovierungsstrategien setzen, ist das kein abstraktes Problem, sondern ein realer Kostenfaktor, der die Rendite direkt beeinflusst. Wer heute die richtigen Weichen stellt, ein belastbares Netzwerk aufbaut und seine Kalkulationen entsprechend anpasst, wird auch 2035 noch profitabel Fix and Flip betreiben. Wer wartet, zahlt drauf.


